Ansatz einer Lokalisierung der beiden Mühlen X7 und X8 durch Gegenüberstellung der Situationen 1911 und 2006.

April 1886 von der Nikolaikirche, F.: Raph. Peters, rote Beschriftung von Ludwig Krause: „Nr. 2 Die Iben‘sche Windmühle, Nr. 3 Die

Conradi‘sche Windmühle“. Dazwischen die Gabelung von Dalwitzhöfer Weg und Schwaaner Landstraße, o. Schlachthof/Wasserturm.

An der Ecke Talstraße war die Bebauung zu Ende. Vor dem Bau der Eisenbahn begann hier, von der Blücherstraße spitz abzweigend, der alte Dalwitzhöfer Weg (Grenze zw. Schule u. Wasserwerk), an dem die Mühle stand . Anfang der 1960er Jahre befand sich beim Anfang dieses Weges noch eine kleine Gärtnerei (Huth?), woraus später der Schulgarten der 7. OS wurde.

Nr. 67 „Die sog. Bartelsdorfer Mühle (Das dazugehörige Mühlengehöft liegt in der Petrivorstadt)“ / Ludw. Krause.

Die Mühle stand etwa im südl. Bereich des Poggenweges und ist lt. Ernst Knull 1913 abgebrannt. Unten der

alte Warnowarm und die Petribleiche.     

30.09.1906. Links die Mühle Budapester Str. 79, hier vom Kirchturm nun auch als Galerieholländer erkennbar. Etwas rechts der

                                  Mitte der Klostermühlenbach, Klostermühlenteich (Fritz-Reuter-Apotheke) und die Kloster-Wassermühle.

01.09.1906. Links die Kloster-Windm. bei der

           Budapester Str. 79. Auf einem anderen

           Foto sieht man auch weiter rechts nichts

           mehr von der Bornhöft‘schen Windmühle

                                       (Klosterbachstr. 8a.)

V.1911

ST.1872

Die Kayenmühle in der heutigen Werftstraße (früher Teil der Doberaner Str.). Vor dem linken Ende des langen Hauses scheint der

Durchfluss ? zu liegen. Die Einmündung der heutigen Max-Eyth-Str. entspricht etwa der Mitte des Teiches. Das im Plan von 1911

noch sehr große Grundstück der Kayenmühle (zu Bramow) reichte bis an die Ecke der Maßmannstr. / Waldemarstraße. Nach den

Grenzen in diesem Plan gehörte die Windm. X7 zur Kayenmühle, die nicht sehr weit entfernte Windm. X8 jedoch nicht.

04.12.1906. Am äußersten Bildrand wieder

knapp getroffen die Mühle Budapester 79.

  Die erkennbare Bewegungsunschärfe des

       Flügelrades zeigt den Betrieb an - der

                 nach oben zeigende Flügelarm

                    bildet ein blasser werdendes

                      „Tortenstück“, siehe rechts.

                         Kaum zu glauben: Der

                         Rohbau der Kirche wurde

                             von Jan. - Dez. 1906

                                     hochgezogen !!!

                                     (Pferd u. Wagen,

                                        Flaschenzüge)

1898 von der Marienkirche, stark vergrößerter Ausschnitt. Überraschungsfund einer Windmühle in Krummendorf, dem

Anschein nach ein Erdholländer. „Warnowrande bei Rostock, ein auf einer Erbpachtstelle von Krummendorf angelegter

Erbpachthof (Müller).“ / Q.1894. Unten das frisch fertige (1896) Gehlsheim, 2011 hinter Bäumen.

X1  Ro., Doberaner Str. 140, Lange‘sche Windmühle, auf dem Hof der späteren Augenklinik,

            vor 1843 (Tischbein-Gemälde) <> 1888 abgebrochen (H.Beltz), bei G.1887 aber schon nicht mehr in der Karte,

            sogar im AdrB. 1883 schon „Bauplatz“ und auch kein „Müller“ Lange mehr.

1898 von der Marienkirche. Nach Vergleich der Blickrichtung mit dem Stadtplan 1911 links die „Riesenmühle“ Budapester 79. Die

Mühle an der Klosterbachstr. (X2) fehlt bereits am äußersten linken Rand. Die beiden Mühlen östl. und nördl. von Hoyer (Rügen-

Feinkost vor Abzweig der Carl-Hopp-Str.) unscharf, aber erkennbar. 

   

Flügelrad rotiert,

Tonfilm wäre nett ;-)

Die Satower Straße begann vereinfacht (s. Text im Anschluss)

gesagt früher am Saarplatz in Verlängerung der Wismarschen

Straße. Trotz mieser Abbildungsqualität dürften es die beiden

im Plan von 1911 enthaltenen Mühlen sein. Die Flucht stimmt.

A  r  c  h  i  v     d  e  r     H  a  n  s  e  s  t  a  d  t     R  o  s  t  o  c  k

Schm.1788

ca. 1994

26.04.2011

1886 von der Nikolaikirche, stark vergrößerter Ausschnitt: Vorne Petridamm mit

Nr. 1, 1a (Scheune) und Nr. 2, dem Restaurant „Zur Einigkeit“ (1856), 1913 „Lindenhof“.

Das nächste Bild zeigt dieselbe Aufnahme.

G.1887

V.1911

hier 2010, vom Wasserturm

x

x

x

x

x

x

Der breite Baracken-Komplex (1930) am Bahnübergang ist schon 1911 in gleicher Ausdehnung vorhanden und dort als

See-Quarantäne-Anstalt bezeichnet, jetzt Konditorei & Bäckerei Nowack. Der ehemalige Standort der Iben‘schen Mühle (hatte

früher bei L. Krause Iven gelesen) dürfte nach einigen Vergleichen hier einigermaßen richtig angezeigt sein. Im Hintergrund v.li.:

Dalwitzhof (mit dem verblüffenden Ortseingangsschild „Hansestadt Rostock“), Gragetopshof, Hohen Schwarfs, Sildemow und

davor Gartenanlage „Hellbach“. Auf der 1930er Aufnahme scheint es beim Wasserturm und rechts noch viele Gärten zu geben.

oben 1930, Luftaufnahme     

X1

Foto: 1893, Wilh. Dreesen, Flensburg. Feiner Lichtdruck von Sinsel & Co., Leipzig.

Die Wallbaum´sche Mühle (Mühlendamm 4) vom Graben zw. Mühlendamm und

Fischerbrauch aus, bei den hellen Häusern stand später die Autowerkstatt Zarges.

Der Schornstein gehört zur „1 Dampf- und Wasserlohmühle“ / Quade 1894.

X4

X2

X3

X1

X4

X1

X2

X4

X4

X3

X4

X4

X4

X5   Ro., südöstl. Neptunwerft / Lübecker Str., „Gypsmühle, Kaufm. C. Josephi“

          Foto ca. 1870, vor Deinert 1839 <> G.1887 u. AdrB.1887,  Gipsmühle nach Adressbüchern einziger Kandidat

X5

X5

X2

X3

X4

X6

X6   Ro., Werftstr. Nords. / Höhe Max-Eyth-Str., Kayenmühle-Wassermühle

          Schm.1788 <> V.1911, im AdrB. bis 1920 (1921 keins ersch.) notiert, Müller ab AdrB. 1856 wie folgt:

Lembcke   1856 - 1865

                1860  Lembcke, F.

1856  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

1858  Kaienmühle, Doberaner Chaussee

1860  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

Werbelow, August   1866 - 1867

1866  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

Kreitz, J.    1868 - 1883

1868  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

Bohm, Th.   1884 - 1887

1884  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

Möller, W.   1889 - 1901

1889  (Kayenmühle), Doberanerstr. 64

         (Umbenennung. + HausNr.)

1894  Doberanerstraße (Kayenmühle)

Voth, Joachim   1902 - 1904

1902  Doberanerstraße (Kayenmühle)

Wolff, Helmuth   1905 nur

1905  Doberanerstraße (Kayenmühle)

Bull, Franz   1906 - 1920

1906  Doberanerstraße (Kayenmühle)

X7   Ro., Werftstr. 19 (links vor Rügen Feinkost / ex Hoyer), Kayen-Windmühle

          Mnö.1875 <> HK.1918. auf dem Grundstück d. Kayenm., 1899 klein auf Turmaussicht von St. Marien 


X8   Ro., Carl-Hopp-Str. 10 (oder bei Puschen-Harry), Windmühle

          G.1887 <> V.1911, >vor Hk.1918. 1898 wie vorige knapp erkennbar 

X8

X7

X4

X7

X8

X8

X7

X6

X6

X9   Ro.-Bramow, im Bereich ehemaliger Grenzschlachthof, G.1887 nur

X10   Warnemünde, Mühlenstr. 44, Meyer‘s Mühle, 1866/67 <, seit 1994 Gaststätte

X15   Ro., Schliemannstr. 1, Windm. v. J.E.A. Fischer (zu X15-17 siehe auch Anm. weiter unten)

                AdrB.1886 <> 1901, bei G.1887 an gen. Stelle mit Symbol, stand ca. 50m südöstl. der Schliemannstr.1.


X16   Ro., Schliemannstr. 15, Windm. v. Schmidt

                AdrB.1889 <> 1914. / V.1911, zuletzt HK.1918 (Fehler?), saß auf der Westseite des Hofgebäudes obenauf  !!


X17   Ro., Satower Str. 8, Windm. v. Wredow, Bornhöft, Bernitt

                G.1887 !, AdrB.1892 <> 1926, Mtb. aber 1927 noch. / ca. 200m hinter Ecke Südring


X18   Ro.-Biestow, Biestower Damm 20, Windm.

                 Mnö.1875 <> HK.1918, 1920er Jahre abgebrannt / auch bei Mtb.1927 nicht mehr, 

                 2011 an Stelle der Mühle angeblich Wohnhaus Am Kringelgraben 28.

X16

X ... ?

X17

<X18

X18

X17/X16

X19   Ro., Dalwitzhöfer Weg, links vor dem Gleis, Iben‘sche Windmühle

                Schm.1788 <> 1886 (Nikolai-Aussicht), G.1887, im Gemälde v. Gantzel 1892 (vom Rahmen halb verdeckt)


X20   Ro., Schwaaner Landstr., Conradi‘sche Windmühle

                1864 <> 2001. (Schreibweise nach AdrB. und Ludw. Krause, sonst auch Conrady)

X20

X19

X20

X19

X19

X19

X9

X9

X23   Ro., Mühlendamm 2, Lohmühle

                Abriss für Straßenbahn-Trasse 1986/87, trotz umfangreichen Gutachtens von Dr. Karl Baumgarten,

                die Lohmühle „in situ“ zu belassen. Wiederaufbau blieb aus, Gebälk im Fischerbruch verrottet.


X24   Ro., Mühlendamm 4, Wallbaum‘sche Mühle o. Städtische Dammühle (1913)


X25   Ro., Mühlendamm 7, Walkmühle

                RZ 5.1.1865: Diskussion um „Wiederaufbau der Walkmühle ...“, 1900 noch im AdrB., 1913 nicht mehr


X26   Ro., Mühlendamm 8, Neue Dammühle

                1857 <> 1996, 2011 Wohnanlage „Mühle Warnowblick“

X26

X25

X24

X23

X23

X24

X24

X24

Links vor der Mühle befindet sich der 2010 erneuerte

Durchfluss. Foto F. Miede (Nr.18), 1880er Jahre.

Rechts die Frisch‘sche Kur- und Badeanstalt

auf Höhe der Neuen Bleicherstraße.

                          X „Margaretenplatz“,

                  oben links ist zwar die

              Kayenmühle mit Symbol zu

            erkennen, doch weder für

           Rote Mühle (Jungfernmühle)

          noch Klostermühle ist hier

        etwas eingetragen. Die

     beiden oberen Windmühlen

  könnten auf X1 u. X2 passen,

  die untere auf eine unbek.

an der südl. Ottostraße.

X30   Neu Roggentin, Rostocker Str. 7, Windmühle

                 vermutlich 1897 <> 1937 (abgebrannt), in Mnö.1875 noch nicht, schwache Fotos von 1898 und 1930,

                 der Nachfolger an gleicher Stelle (eine „Elektro-Mühle“) gilt als Baudenkmal. 

X31   Ro., Petridamm 15, Mühle Knull

                2011 in Betrieb


X32   Ro.-Dierkow, südlicher Poggenweg, „sog. Bartelsdorfer Mühle“

                vor 1865 <> 1913 (abgebrannt), Foto 1886 (Nikolaiaussicht), Name von Ludw. Krause auf Fotorückseite,

                     RZ v. 12.1.1865 zur Sitzung des II. Quartiers: „In dem kürzlich abgehaltenen Termine zur Verpachtung der

                  Bartelsdorfer Mühle auf die Zeit von Michaelis 1865 bis Johannis 1877 hat der Müller Pentzien das Höchstgebot von

                  1225 Schilling (?) abgegeben. Auf Vorschlag E.E.Raths genehmigt das Quartier, daß dem Müller Pentzien auf sein

                  Pachtgebot von jährlich 1225 Schilling (?) der reine Zuschlag erteilt wird.“ Siehe auch unten P., Christian, geb. 1833.

X31

X32

X31

X32

<<<X31

X32

X39   Ro.-Dierkow, Neu Hinrichsdorf 18a, Mnö.1875 <, 2011 „Küstenmühle“    

X33

<X38

X38   Ro.-Dierkow, L.-Feuerbach-Weg 15a, Dierkower Mühle

                Schm.1788, Mnö.1875 <> ?, 2011 Gaststätte

X37   Graal-Müritz, Lange Str. 10, Graaler Mühle, 2011 Wohnhaus

X40   Krummendorf / Warnowrande 4

                nach Mnö.1875 <> Hk.1918. / bei Q.1894 unter Warnowrande vermerkt, Foto 1899

X?

X38>

X38>

<X40

X14   Klein Schwaß, Parkentiner Str. 7-8

                vor 1900 <> 1949/50 abgebrannt durch Funkenflug einer Dampflok von der nahen Bahnlinie,

                wurde wie auch in Biestow zusammen mit einer Bäckerei betrieben.

?

Sommer 1886, Ausschnitt einer Aufnahme von Raph. Peters,

die Dierkower Mühle etwas außerhalb des alten Dorfes (rechts).

ST.1872

X

X

X

X>

X

X

Ältere und unsortierte Darstellungen

   Hier wird später noch etwas folgen zur Kupfermühle am Patriotischen Weg, zur Stampfmühle am Friedhofsweg

   und weiteren Wassermühlen in der KTV.

X15

X16

ca. 1650-1700, Rekonstruktion         von Lorenz 1936

Schm.1788

^ X30

^ X30

1930, Teil einer Luftaufnahme. Links Riekdahl und Neuendorf, rechts Neu Roggentin mit einer Ahnung von Mühle. 

X19

Mtb.1927

Keinerlei Mühlen mehr,

Carl-Hopp-Str. ist neu,

Komponistenv.=Gärten.    

V.1911

X17

G.1887

1886

G.1887

Schm.1788

HK.1918

X2

G.1887

X3

X5

X4

X7

X6

ex X1? 1887 schon weg ?,

lt. Hans Beltz 1888

abgebrochen.

X2   Ro., Klosterbachstr. 8a (Hof),  Bornhöft‘sche Windmühle (Ludw. Krause, Beitr.10, S.86)

             vor Saniter-Zeichnung 1856 (AHRO)<> 1892 C. Gantzel-Gemälde


X3   Ro., Doberaner Str. 115, Klostermühle / Wassermühle

              vor 1847 <> ?


X4   Ro., Budapester Str. 79 (Hof), Klostermühle / Windmühle

             ca. 1848 <> ca.1925, Dez.1906 in Betrieb, letzte Foto-Nachweise 20.08.1912 und frühe Fliegeraufn. ca. 1920

X7>

HK.1918

X12   Evershagen, Sievershagener Weg / Th.-Körner-Str., Schm. 1788 <> „Mühle“ (Q.1894)

X13   Evershagen / „Sievershagen, Erbmühle“ (Q.1894), Schm. 1788 <> HK.1918, 2011 Ruine

X11   Lichtenhagen, Dorfstr. 54, Zwillings-Windmühle, 1836 < u. 1878 <

X12

X9

X14

Mtb.1927

X13

Foto von F.H. Dethleff, spätestens 1873, Blick aus östlicher Richtung.

Die nicht zur Mühle gehörende >„Schalburg‘sche Villa“ (Notiz Rs. Foto) mit markantem Grundriss findet man 1911 noch auf dem Hof der Frauenklinik. An Stelle dieser Villa

(1912 durch Neubau ersetzt lt. A.F. Lorenz) stand vorher das Spitta‘sche Gartenhaus

(s. Gemälde 1843 und Zeichnung 1856).       Derselbe Zaun schon bei Tischbein.

Ausschnitt zu

Biestow

Mtb.1927

X17

G.1887

V.1911

X21   Sildemow, re. vor dem Ort aus Richtung Biestow

                 Mnö.1875 <> Mtb.1927 / bei Schm.1788 etwas südlicher auch schon


X22   Sandkrug, westl. zw. Ort u. Autobahnzubringer

                 Mnö.1875 <> Hk.1918, Mtb.1927 nur noch Schuppen (Schp.), bei Schm.1788 nordöstlicher auch schon

X22

X21

X21

X27   Kessin, südl. des Ortes zw. den Brücken, Lithogr. 19.Jh., Mnö.1875 <> HK.1918


X28   Niex, Windmöhlenbarg, Mnö.1875 (Bockwindmühle?) <> HK.1918 / bei Q.1894 nicht


X29   Kösterbeck, „Erb-Wassermühle“ (Q.1894), Mnö.1875 <> ? / bei Hk.1918 nicht

X28

<<<<<<<<X27

X16

X17

X18

Wariner

Landstr.

X33   Papiermühle Mönchhagen, Unterdorf 9 / 10, Wassermühle

                bei Schmettau 1788 <> ?, der ehem. Mühlenteich scheint identisch zu sein mit dem Gelände der Göllnitz-

                Umwelttechnik bei der FFw., interessantes Stichwort für weitere Suche

„B 105“?

X34   Mönchhagen, Q.1894: 15 Erbpächter (1 Müller) <> HK.1918

X35   Mönchhagen, Q.1894: 12 Häusler (1 Müller) <> HK.1918

X35?

X34?

X

X36   Rövershagen, Rostocker Str. Ausbau 1, 2011 ein Schmuckstück

Poststempel 1901

<X40

<X6 

Aus Ehlers/Pelc/Schröder, S.100. Ausschnitt einer Lithographie von Gustav Frank, nach 1870 (?), Archiv d. Hansestadt Rostock.

Dem Klinikberg fehlt es hier an Höhe, ebenso ist die damalige Doberaner Chaussee zu flach geraten. Unten der Klostermühlenteich

(Fritz-Reuter-Apotheke) ohne erkennbaren Zufluss aus südöstlicher Richtung, Nikolai und Marien müssten ihre Position tauschen ! ... 

... die Kirchen stehen in der gleichen Reihenfolge wie von der Gehlsdorfer Fähre aus. Ungeachtet dessen steht der Künstler auch

                                                                     hier auf der Galerie einer Mühle, und zwar der folgenden (X4, Baujahr ca. 1848).

X3

X1

X2

X4

Kolossale Erscheinung! Die Auffahrt rechts an der Mühle dürfte identisch sein mit

der heutigen Einfahrt Richtung Kaufhalle zwischen Budapester Str. 79 u. 80 (vgl.

V.1911). Der hohe Unterbau erklärt die überragende Wirkung der Mühle gegenüber

normalen Häusern auf anderen Bildern. Hinten die        Linden der Maßmannstraße,

als „Perlenkette“ auch bei Gantzel zu sehen. 

Die letzte Erinnerung an Rostocks größte Windmühle verschwindet. (RA. 20.11.1935)

   So mancher alte Rostocker wird sich noch der


alten Kloster-Windmühle entsinnen, die zwischen

Kasernenstr. (=Budapester) und Kabutzenhof

auf einer Anhöhe stand./ Erst vor etwa 10 Jahren

wurde die Mühle abgebrochen, ... man ist augen-

blicklich dabei, den Mühlenhügel abzutragen und

das Gelände einzuebnen./ Im Jahre 1847 über-

nahm der Müllermeister Heinrich Saß die Kloster-

Wassermühle in der Doberaner Str. mit der dazu-

gehörigen Windmühle./ damals ein sogen. „Erd-

Holländer“, um das Jahr 1848 mit erheblichen

Kosten ein vollständiger Neubau./ Sie war die größte Windmühle, die es je in Rostock gegeben

hat./ Bei guten Windverhältnissen wurde Tag und

Nacht gemahlen./ Windmüllerei wurde immer unwirtschaftlicher/                            ... Kloster-

Rechts einige Textauszüge

aus dem Rostocker Anzeiger

vom 20.11.1935, wo auch

dieses Foto abgedruckt ist.

(Universitätsbibliothek

         Rostock, Mk 1086/1)

Gleich hinter der Kayenmühle, noch deutlich vor der

heutigen Schonenfahrerstr., zweigte der Bramower Weg

  ab, der in einen Plan nach 1900 auch Warnemünder Straße

       genannt wurde. Die beiden Böschungen liegen im Bereich

                                                     eines Garagenkomplexes.

2011 Budapester Str. 79 / Hof

V.1911

G.1887

ca. 1930

HK.1918

HK.1918

Mtb.1927

HK.1918

HK.1918

neuer Warnowarm,

Vorpommernbrücke

HK.1918

^

vermutlicher Standort von Paul Tischbein 1843

A  r  c  h  i  v     d  e  r     H  a  n  s  e  s  t  a  d  t  

                           R  o  s  t  o  c  k

^

X1

x   x


x

x

X15 / X16 / X17: eine etwas knifflige Angelegenheit  

In dem Beitrag von Hans Beltz, S. 217 (Die Mühlen der Stadt Rostock in Neue Meckl. Monatshefte, 1956) steht:

...; „etwa an der Kreuzung der Warnemünder Bahn mit der Satower Straße (früher Satower Chaussee) entstand

die Wredowsche, weiter hinaus diejenigen von Schmidt und die von Fischer;“ ... die Reihenfolge könnte genau

umgekehrt richtig sein (Fischer, Schmidt, Wredow).

Die Schwierigkeit einer richtigen namentlichen Zuordnung und Lokalisierung der 3 Windmühlen liegt in der Entwicklung

der Wismarschen Straße (AdrB. 1880 „Wismarsche Landstraße“) begründet. Bei einem Ausflug in die Adressbücher ist

folgendes herausgekommen: Bis einschließlich 1891 zählte im Straßenverzeichnis! (Einzelangaben jedoch schon ab

1889 mit „Satower Chaussee“) noch alles zur Wismarschen Str., was heute Fahnenstr., Schliemannstr. und Satower Str.

betrifft. Ab 1892 taucht die am Alten Friedhof beginnende „Barnsdorfer Chaussee“ auf, die auf der Höhe Seidelstr. /

Ecke Schliemannstr. 14 mit der Pferdebahn in Richtung Zoo abbog. Die ebenfalls 1892 erstmalig im Straßenverzeichnis

notierte „Satower Chaussee“ dürfte den Rest der Schliemannstr. ab Nr. 14 und die heutige Satower Str. umfassen.

Die Barnsdorfer Chaussee erscheint jedoch schon 1906 letztmalig im AdrB. und wird ab 1907 auf der Strecke

zwischen Seidelstr. und Alten Friedhof nun auch als Satower Chaussee bezeichnet, von der dann schließlich die

Fahnenstr. (ab 1922 im AdrB.) und die Schliemannstr. (ab 1924 im AdrB.) abgetrennt werden. Es geht also etwas

hin und her. Die Adressen für die 3 Mühlen entwickeln sich entsprechend wie folgt:

X15 (Schliemannstr. 1) 1886 J.E.A. Fischer, Wismarschestraße, zwischen Nr. 31 u. 43 als einziger Eintrag, ab 1892

       dann unter Barnsdorfer Chaussee Nr. 2 (entspricht im Plan 1911 der Satower Chaussee Nr. 3;  Nr. 1 damals

       das Restaurant „Wartburg“ und Nr. 2 das Straßenbahndepot), zuletzt 1901 notiert.

X16 (Schliemannstr. 15) nur 1889 C.W. Lemm, Satower Chaussee o.Nr., 1890 Heinrich Schmidt, Wismarschestr., 1892

       Satower Chaussee o.Nr., 1907 bei gleicher Lage unter Satower Chaussee Nr. 5, zuletzt 1914 notiert .

X17 (Satower Str. 7 oder 8) 1892 Friedrich Wredow, Satower Chaussee o. Nr., 1907 Satower Chaussee Nr. 7,

       bis einschl. 1920, 1921 kein AdrB., 1922 Martin Bornhöft an gl. Stelle, 1923 kein Adrb., 1924 und 1926 zuletzt

       Heinrich Bernitt an gleicher Stelle (ca. 200m links hinter der Einmündung des Südringes).

       Unklarheit: bei Geinitz schon 1887 in der Karte, im AdrB. aber erst ab 1892 (auch unter Wismarsche nicht eher).

Übrigens: Im AdrB. 1900 lautet der erste Eintrag unter Satower Chaussee (ohne Nr.)  „G. Riede, Kunstgärtner“,

       dessen Nachfahren 2011 noch ! an gleicher Stelle, Schliemannstr. 14 / Ecke Seidelstr. wohnen. 

Aus Ehlers/Pelc/Schröder, ... Konrad Reich Verlag, S.120. Detail des Tableaus v. Deinert 1839, Orig. Stadtarchiv Rostock.

  Nach der Gehlsdorfer Uferlinie und der Lange‘schen Mühle am rechten Rand stand Deinert im Bereich des Werftdreiecks.

Vor der Stadt zeigen einzelne Dächer zwischen Gärten die Anfänge des noch unbenannten Patriotischen Weges. Links das

im Vergleich zur folgenden Zeichnung von 1856 noch vollkommen jungfräuliche Werftgelände.

X5

X12

X13

Schm.1788

22.05.2011

sogar mit   

     Jalousieklappen

Detail Fliegeraufn. vor Okt. 1921, X4 knapp erkennbar

>    <X4

X4

X5 

X3

X2

X1

X6

X7

Manöverkarte / Mnö.1875,

aufgen. „Juny/July 1875“, größerer

            Ausschnitt ganz unten. 

                          

X32

X7

X1

X2

X4

X5

X18

X19

X20

X27

X22

X21

X39

X38

Manöverkarte 1875,

14 Windmühlen auf

kurze Entfernung.

„Hauptbahnhof“

  kam erst 1886.

Es lohnt ein Blick auf

die Wege, die es noch

oder noch nicht gibt.

Ca. 1865, unbek. Fotograf, Ausschnitt einer Aufnahme von Brinckmansdorf aus.   Unten der Mühlendamm zwischen Wehr und

Lohmühle mit der Neuen Damm Mühle von 1857 (X26) und dem Blick in den Graben (G) am Fischerbruch (F).

Der Fotograf steht etwas nördlicher, wodurch die Häuser perspektivisch leicht nach links verschoben sind.

X26

X24

X26

X24

G

G

Ca. 1848, Gustav Frank, Tableau mit 20 Miniaturen (zeitl. zw. Anbauten Kröpitor und Zwinger vor Abriss), Druck d. Königl. lith.

Instituts zu Berlin. Von diesem Tableau gibt es ein ca. 1853er „Update“ mit unverändertem Hauptbild, jedoch einer Zwinger-

Miniatur, die gegen den neuen Bahnhof ausgetauscht wurde, Druck v. J. Hesse, Berlin. Spannend ist ein Vergleich mit dem

folgenden Foto (ca. 17 Jahre später von ähnlicher Position aus), bei dem inzwischen Wasserkunst         (Specula) und

Schweinehirtenturm (VV) fehlen und die     Neue Damm Mühle (X26) erscheint. 

Die Neue Wallstr. ist erst bis Nr. 5. fertig,    im Foto sind Nr. 6 - 9 hinzugekommen.

X26

vv

2

3

7

Der ca. 1865er Mühlendamm etwas näher noch mal: Sowohl Neue Damm Mühle als auch Lohmühle (verdeckt) mit Schornstein.

In der RZ vom 5.1.1865 wird der „Wiederaufbau der

der Walkmühle“ diskutiert, die sich im Gegensatz zur

1898er Aufn. (2 Bilder vor) hier rechts neben der

Dammühle wohl noch mit Steildach zeigt.


1

2

3

8

4

5

7

F

8

9

9

6

4

5

Unten Tessiner Str.

und Vorgelände des

Trihotels, Standpkt.

wohl „Kartoffelberg“

(sehr steiler Hang).

Volkszählung 1867 (Vz.1867), „Müller“-Suchwort,

idealer Schnappschuss mit Vornamen, Geburtsjahr

und Wohngemeinschaften aus Familie und Personal.

(Name, Vorn., Gebj., Alter, led.verh., HhV., Stand/Beruf).

Personen mit Wind- u. Wasserm.bezug gelb hervorgehoben.

Die alten Adressen sind nicht alle auch Standort der Mühle.


zu X1, Doberaner Chaussee 14,

(später = Dob. Chaussee 39, kompletter Haushalt)

Lange, Sophie, 1813 (54), HhV., Müllerwittwe

Lange, Emilie, 1840 (27), Tochter

Lange, Wilhelm, 1842 (25), Sohn, Müllergesell

Lange, Sophie, 1844 (23), Tochter

Lange, Fritz, 1846 (21),  Sohn, Bäckergesell

Lange, Hermann, 1848 (19), Sohn, Müllergesell

Willert, Johann, 1841 (26), Knecht


Badstüberstr. 21

Hammerich, Christian, 1838 (-), HhV., Grützmüller

Hammerich, Elise, 1842 (-), Ehefrau

Witt, Ludwig, 1850 (-), Knecht

Behrens, Sophie, 1841 (-), Mädchen


Beguinenberg 1

Lembke, Anna, 1806 (61), Müllerwittwe (vgl. AdrB. 1836)


Heiligengeisthof 43, Vg. (Vordergebäude)

Lemcke, Christofph, 1810 (57), Hospitalgerichtsdiener

Lemcke, Sophie, 1819 (48), Ehefrau

Lemcke, Adolph, 1846 (21), Müllergeselle

Lemcke, Helene, 1850 (17), Tochter


Langestraße 4, Vg.

Schmidt, Gustav, 1823 (44), „Grüzmüller“

Schmidt, Schelotte, 1821 (46), Ehefrau

Schmidt, Doris, 1844 (23), Tochter

Schmidt, Heinerich, 1854 (13), Sohn

Schmidt, Laura, 1855 (12), Tochter


Langestraße 41, Hg.

Ulrich, Sophia, 1826 (41), Schneidemüllerwittwe

Ulrich, Senna, 1859 (8), Tochter, Schulkind


Pümperstraße 1, Vg.

Behrens, Marie, 1795 (72), (Müller) Wittwe


Große Scharrenstraße 2/ Schneideramt

Kirchmann, Ernst, 1814 (53), Müllergesell

(nur Whg., wohl sein Vater vor 1836/AdrB. am Mühlendamm)


zu X19 Alexandrinenstraße 35,

(kompletter Haushalt incl. Kindermädchen),

(im AdrB. 1836 ein Grube mit Kornmühle vor dem Steintor)

Wienke, Ludwig, 1821 (46), Müllermeister       

Wienke, Maria, 1832 (35), Ehefrau

Wienke, Wilhelm, 1860 (7), Sohn

Wienke, Louise, 1862 (5), Tochter

Wienke, Ludwig, 1865 (2), Sohn

Rohde, Doratha, 1836 (31), Köchin

Russow, Friedericke, 1851 (16), Kindermädchen

Conrady, Carl, 1844 (23), Geselle

Mahn, Wilhelm, 1846 (21), Geselle

Osterich, Ernst, 1849 (18), Geselle

Ruge, Christian, 1845 (22), Knecht


zu X3/2/4 Doberaner Chaussee 2,

(kompl. Mannschaft der Klostermühle: Wasserm. u. Windm.)

Sass, Heinrich, 1814 (53), HhV., Mühlenbesitzer Principal,

         (Übernahme der M. 1847/ R.Anz. 1935)

Sass, Wilhelmine, 1828 (39), Ehefrau

Sass, Eleonore, 1849 (18), Tochter

Sass, Johanna, 1850 (17), Tochter

Sass, Ernst, 1854 (13), Sohn

Sass, Heinrich, 1859 (8), Sohn

Bull, Eduart, 1845 (22), Buchhalter

Steinheuen, Carl, 1840 (27), Müllergesell

Ruhland, Ludwig, 1845 (22), Müllergesell

Penzien, August, 1843 (24), Müllergesell

Breuch, Johann, 1829 (38), Müllergesell

Zicker, Fritz, 1848 (19), Müllergesell

Wredow, Friedrich, 1850 (17), Müllerlehrling

>>>> 1892 - 1920 X17, Satower Chaussee 7

Wendt, August, 1850 (17), Müllerlehrling

Meyer, Wilhelm, 1852 (15), Müllerlehrling

>>>> später Warnemünde ?

Gadt, Friedrich, 1842 (25), Knecht

Götz, Marie, 1847 (20), Mädchen

Schumacher, Ida, 1844 (23), Mädchen


Patriotischer Weg 28

Weidt, Friedrich, 1790 (77), HhV., Müllermeister

Weidt, Caroline, 1830 (37), Tochter, Wäscherin

Weidt, Emma, 1841 (26), Tochter

Weidt, Fenni, 1844 (23), k.A.

Barsch, Maria, 1829 (38), Dienstmädchen /

   vermutlich zu Weidt


Luisenstraße 4, Vg.,

(weitere Mitbewohner, aber unverdächtig)

Werbelow, August, 1830 (37), HhV., Müller

Werbelow, Bertha, 1839 (28), Ehefrau


Doberanerstr. 10, Vg.

(bisher nicht in der Liste, Wasser- oder Dampfmühle ?

             oder nur die Bornhöft‘sche Windmühle X2)

Bornhöft, Johann, 1821 (46), HhV., Müllermeister

Bornhöft, Sophie, 1827 (40), Ehefrau

Bornhöft, Elise, 1854 (13), Tochter

Bornhöft, Ida, 1855 (12), Tochter

Bornhöft, Minna, 1855 (12), Tochter

Bornhöft, Ernst, 1858 (9), Sohn, Schüler

Bornhöft, Christian, 1859 (8), Sohn, Schüler

Bornhöft, Theodor, 1862 (5), Sohn

Bornhöft, Johannes, 1864 (3), Sohn

Bornhöft, Louise, 1865 (2), Tochter

Boldt, Johann, 1844 (23), Müllergeselle

Kiencke, Heinrich, 1843 (24), Müllergeselle

Böttcher, Wilhelm, 1850 (17), Müllerlehrling

Dopp, Paul, 1851 (16), Müllerlehrling

Kröger, Johann, 1844 (23), Knecht

Lange, Marie, 1839 (28), Wirtschafterin

Schütz, Anna, 1849 (18), Köchin

Nicolai, Marie, 1849 (18), Hausmädchen

   in der Liste beginnt dann der nächste Haushalt


Doberanerstr. 13

Gahlbeck, Maria, 1802 (65), w. HhV., Müllerwittwe


Wismarsche Landstraße /

“noch nicht benannt“ (auf Nr. 29 folgend)

Wendt, Ludwig, 1827 (40), HhV., Grützmüller

Wendt, Dorothea, 1819 (48), Ehefrau

Wendt, Doris, 1851 (16), Tochter, vorm. Wirtschaftlehrling

Wendt, Bertha, 1853 (14), Tochter, Schulkind

Wendt, Louise, 1855 (12), Tochter, Schulkind


zu X23 Am Mühlendamm 2, Vg., komplett

Prager, Ernst, 1815 (52), HhV., Lohmüller

Prager, Maria, 1815 (52), Ehefrau

Prager, Wilhelm, 1856 (11), Sohn, Schulkind

Brudigamm, Johann, 1849 (18), Knecht


zu X24 Am Mühlendamm 4

(keine Nr. 3 aufgeführt, Bewohner komplett)

(Vg.) Kahl, Ludwig, 1806 (61), Kaufmann

(Vg.) Steinfath, Friedrich,  1842 (25), Knecht

(k.A.) Sass, Helmuth, 1843 (24), Müllermeister

(k.A.) Kossow, Friderich, 1843 (24), Müllergeselle

(k.A.) Borgwardt, Johann, 1839 (28), Müllergesell

(Vg.) Heidt, Heinrich, 1836 (31), HhV., Ackersmann

(Vg.) Heidt, Henriette, 1834 (33), Ehefrau


zu X26 Am Mühlendamm 8 kompl., nur Vg.

Sass, Peter, 1828 (39), HhV., Müllermeister

Sass, Marie, 1830 (37), Ehefrau

Franck, Pauline, 1851 (16), Nichte, Wirtschafterin

Ruhlandt, Carl, 1840 (27), Müllergesell

Burmeister, Hugo, 1844 (23), Müllergesell

Westphal, Ernst, 1848 (19), Müllergesell

Hildebrandt, Fritz, 1843 (24), Müllergesell

Schröder, Carl, 1848 (19), Müllergesell

Wendt, Christian, 1840 (27), Müllergesell

Gaedke, Adolph, 1850 (17), Müllerbursche

Metelmann, Johann, 1840 (27), Knecht

Strübing, Sophie, 1838 (29), Köchin

Ehlers, Minna, 1843 (24), Hausmädchen


zu X31/32 Petridamm 9 kompl., nur Vg.

Pentzien, Christian, 1833 (34), HhV., Müllermeister

Pentzien, Elise, 1837 (30), Ehefrau

Pentzien, Minna, 1862 (5), Tochter

Pentzien, Julius, 1865 (2), Sohn

Hildebrandt, Johann, 1846 (21), k.A., Demosell

Ginap, Sophie, 1847 (20), Dienstmädchen

Schmidt, Fritz, 1841 (26), Müllergesell

Dreyhopl, Helmuth, 1847 (20), Müllergesell

Ehlers, Ludwig, 1849 (18), Müllergesell

Strübing, Carl, 1840 (27), Dienst-Knecht


zu X20 Bützower Landstr. (= Schwaaner L .)

Neue Loh- und Knochenmühle, Vg., kompl.

Grube, Johann, 1825 (42), HhV., Müller

Grube, Lisette, 1834 (33), k.A.

Grube, Emma, 1854 (13), k.A.

Grube, Heinrich, 1860 (7)

Grube, Johanna, 1865 (2)

Wittenburg, Pauline, 1837 (30), Schwägerin

Kempe, Hermann, 1840 (27), Geselle

Schönrögge, Fritz, 1849 (18), Knecht


Schröder Platz 1/ Stadtkrankenhaus

Kowalschky, Eduard, 1828 (39), Papiermüller, krank

Zum Vgl. die „Müller“ im Rostocker Adressbuch

(1836 und 1856 - 1949/50), hier nach ABC und Zeitpunkt

des Auftretens sortiert, d.h. die 1836er vorweg als Paket.

Die Adressänderungen sind häufig nur Umbenennungen. Weit

eher als bei der Vz.1867 darf man die Adresse hier auch als

Standort der Mühle ansehen.  Anm.: kursiv in Klammern.

bis 1905 „Müller“, ab 1906 „Mühlenbetriebe“:


1836  Rostocker Adressbuch von Carl Reppin (UB: Mk-10673)

Personal gemeinnnütziger Anstalten.

XVI,  Bei den Mühlen.


a,  Wassermühlen. (No. 1-4: anderes System als ab 1860)

Lembcke,         Kornmühle, Mühlendamm No. 1.

Weidt,                   desgl.          desgl. No. 2.

Hagen (bis 1856?), desgl.          desgl. No. 3.

Jantzen, Wittwe,     desgl.          desgl. No. 4.

Hobe,  Kornmühle, Jungfernteich und Klostermühle. (X3/X4 ?)

        (vermutl. Hobe, Carl *1797 / Vz.1819: Müllergeselle u.

          Sohn des Müllers Hobe, Adam *1769)

Krüger,       Stampf- und Oelmühle, beim Vögenteich. (kein X)

Kirchmann, Wittwe,     Stampf- Oel- und Schleifmühle,

                                                           Mühlendamm. (X ?)

b, Windmühlen.

1, Vor dem Kröplinerthor.

Gerbrauch,               Lohmühle,     Kröpliner Vorstadt. (X ?)

Saniter und Weber,   Kornmühle,            desgl.           (X2 ?)

Hobe,                       Kornmühle,   Kröpliner Vorstadt. (X4 ?)

2,  Vor dem Steinthor.

Grube,              Kornmühle,    Steinthor Vorstadt. (X19)

======================================


Bahl, J.A.   1856 - 1858

1856  Alexandrinenstr.


Behrens, Fr.   1856 - 1860

         (vgl. Vz.1867: Behrens, Marie, *1795, Müller-Wwe.)

1856  Mühlendamm

1860  Mühlendamm 5


Bolzendahl, C.G.   1856 - 1862

1856  Walkmühle, Mühlendamm

1860  Walkmühle, Mühlendamm 7

1862  wie vor, nur Vorname G. statt C.G.


Bornhöft, Johann  *1821, 8 Kinder, 1856 - 1870 / - 1949/50,

     1871 - 1889 Bornhöft, Sophie, Wittwe

     1890 - 1893 Bornhöft, Christian *1859

                     + Bornhöft, Theodor *1862

     1894 - 1901 Bornhöft, Theodor allein

     1902 - 1915 o. 1916  Bornhöft, J., Inh.: Th. Bornhöft

     1917 - 1922 Inh.: Gertrud Bornhöft, geb. Behncke, Wwe.

     1924 - 1924 Bornhöft, J., Inh.: Rudolf Fritsche

     1926 - 1932 Bornhöft, J. (? Johannes *1864)

     1934 - 1936/37  Bornhöft, J., Dampfmühlenbetr./-betriebe

     1938 - 1940 Bornh., J., Dampfmühlenbetr. u. Brotfabrik

     1943  wie zuvor

     1949/50  kein Eintrag mehr

1856  Doberaner Chaussee (vermutl. Bez.fehler, s. 1858ff)

1858  bei der neuen Anlage (die ab 1863 Doberanerstr. heißt)

1863  Doberanerstr. 10

1888  Doberanerstr. 12

1928  Doberaner Str. 10/12 (1932: 10-12)


Grube   1856 nur

1856  am Mühlendamm beim Fischerbruch


Hagen   1856 nur

1856  Mühlendamm


Lange, J.    1856 - 1863 (1858  Lange, J., Aeltester)

                 1864 - 1875 Lange, Sophie, Wittwe

Lange, Hermann  *1848,  1876 - 1882    

1856  Doberaner Chaussee

1863  Doberaner Chaussee 14 (Benennung)

1870  Doberaner Chaussee 39 (Umbenennung)

1882  zuletzt notiert (unter Müller, auch keine Wwe. weiter)


Lembcke   1856 - 1865

                1860  Lembcke, F.

1856  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

1858  Kaienmühle, Doberaner Chaussee

1860  Kayenmühle, Doberaner Chaussee


Prager, Ernst  *1815, 1856 - 1877

         Sterberegister 1878/334, AHRO, v. 30.04.1878:

         Ernst Georg Franz August Prager (*1815/Vz.1867 in

         Ziddorf, zw. Waren u. Teterow), Ehemann der Marie /

         Maria geb. Dose zu Rostock und Sohn d. Müllers Carl

         Prager zu Ziddorf im Alter von 64 Jahren (*1813 ?)

1856  Lohmühle, Mühlendamm

1860  Lohmühle, beim Mühlenthor 2

1863  Lohmühle, Mühlendamm 2

1864  Lohmühle, am Mühlendamm 2


Saß, P.   1856 - 1862

1856  Petridamm

1861  vor dem Petrithor am Damm


Klostermühle:

Saß, Heinrich *1814, 1856 - 1893 / - 1938

1856  Klostermühle, Doberaner Chaussee

1863  Klostermühle, Doberaner Chausee 18

1883  Klostermühle, Dob. Chaussee 27 (Umbenennung)

1885  Aeltester, (Klostermühle), Dob. Chaussee 27

1888  Aeltester, Dob. Chaussee 80 (Umbenennung)

1892  (78) Aeltester, Friedrichsstr. 41 (wohl nur Whg.)

Saß, Ernst *1854,  1886 - 1887 und 1894 - 1924

1886  in Firma: H. Saß, Dob. Chaussee 27

1894  in Firma: H. Saß, Doberanerstraße 81 (Umbeng.)

1897  in Firma: H. Saß, Doberanerstraße 116 (Umbeng.)

1900  in Firma: H. Saß, Doberanerstraße 115 (Umbeng.)

1902  Saß, H., Inh.: Ernst Saß, Doberanerstr.115

1926 - 1931 kein Eintrag

1932 - 1938 Saß, H., Klostermühle, Doberaner Str. 115


Weidt, Friedrich  *1790,  1856 - 1862

           1858 - 1862 Weidt, F., Aeltester

1856  Mühlendamm

1860  Doberaner Chaussee

1862  „Kröpelinerth. bei Neu-Bramow“ (X2 ?)

-------------------------------------------------------------------

Fredenhagen, Paul   1858 - 1862

1858  Mühlendamm

1860  Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Wiencke, Ludwig  *1821, 1860 - 1872

                           1873  Wiencke, Wittwe

1860  Alexandrinenstr. 31b

1861  Alexandrinenstr. 31c

1865  Alexandrinenstr. 33

1867  Alexandrinenstr. 35

-------------------------------------------------------------------

Jantzen, R.   1863 nur

1863  Walkmühle, Mühlendamm 6


Pentzien, Christian  *1833,   1863 - 1900

       1896 - 1900  Penzien, Chr. (nur ohne „t“)

       1901 - 1903  Penzien, M., Wittwe

       1904 - 1905  Penzien, Wilhelm

1863  am Petridamm 10

1890  am Petridamm 15 (wohl Umbenennung)

1903  Am Petridamm 15 (wohl wg. neuer Norm)


Saß, C.   1863 - 1864

1863  Mühlendamm 7 u. 8

1864  am Mühlendamm 7 u. 8

-------------------------------------------------------------------

Grube, Johann  *1825, 1864 - 1871 (ein „Grube“ 1856 schon)

          1867 unter „Neue Loh- und Knochenmühle“, der

          späteren Conradi‘schen Mühle, der Müller Grube 1836

          im Dalwitzhöfer Weg wohl sein Vater.

1864   am Mühlendamm 4

1865   Fischerbruch 46

1866   Alexandrinenstr. (X20)

-------------------------------------------------------------------

Saß, Helmuth  *1843, 1865 - 1880

1865  am Mühlendamm 4

1868  am Mühlendamm 8

1878  am Mühlendamm 4


Saß, Peter  *1828, 1865 - 1895, ein „Saß, P.“ 1856 - 1862

           schon > wohl der selbe und Bruder v. Heinr., *1814)

1865  am Mühlendamm 7 u. 8

1868  am Mühlendamm 8

1878  am Mühlendamm 4 (1878 wie bei Saß, Helmuth)

1882  St. Georgsstr. 20 (wohl nur Whg.)

1883 - 1895  am Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Werbelow, August   1866 - 1867

1866  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

-------------------------------------------------------------------

Kreitz, J.    1868 - 1883

1868  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

-------------------------------------------------------------------

Conradi, Carl *1844, 1872 - 1902 (Geselle bei Wienke 1867)

         1903 - 1911 Conrady, Carl (ab 1903 mit „y“)

         1912 - 1929/30 Conrady, Carl und Wilhelm

         1931 - 1932/33 Conrady, Carl, Inh.: Wilhelm Conrady

         1934 - 1940 Conrady, Carl

         1943 und 1949/50 (letztes AdrB.) wie zuvor

1872  Alexandrinenstr.

1892  Schwaaner Landstraße (Umbenennung)

1928  Schwaaner Landstraße 14 (Umbeng.)

-------------------------------------------------------------------

Behncke, H.   1875 - 1880

                     1876  Behncke, F.H.

                     1880  Behncke, Caroline, Wittwe

1875  Alexandrinenstr. 35

-------------------------------------------------------------------

Grell, L. sen., in Firma L. Grell & Sohn   1878 - 1882

Grell, L. jun., in obiger Firma, daselbst

1878  am Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Zicker, Fritz   *1848,  1881 - 1886 (Geselle bei Saß, Heinr.)

1881  Alexandrinenstr. 40 (Umbeng.?, wohl Behncke-Nachf.)

-------------------------------------------------------------------

Bohm, Th.   1884 - 1887

1884  Kayenmühle, Doberaner Chaussee

-------------------------------------------------------------------

Fischer, J.E.A.   1885 - 1901

1885  Wismarschestr. 21 (wohl reine Whg.)

1886  Wismarschestr. (o.Nr., wohl weiter auswärts, X15)

1892  Barnsd. Chaussee 2 (Umbenennung! + HausNr.)

-------------------------------------------------------------------

Schwager, J.   1887 - 1889

1887  Alexandrinenstr. 40 (wohl Zicker-Nachf. + Ende X19)

-------------------------------------------------------------------

Lemm, C.W.   1889 nur

1889  Satower Chaussee (o.Nr.: wohl X16)

-------------------------------------------------------------------

Möller, W.   1889 - 1901

1889  (Kayenmühle), Doberanerstr. 64 (Umbeng. + HausNr.)

1894  Doberanerstraße (Kayenmühle)

-------------------------------------------------------------------

Schmidt, H.   1890 - 1914  (wohl Lemm-Nachf., X16)

         1903  Schmidt, Heinrich

1890  Friedrichsstr. 40, von Ostern: Wismarschestraße

1891  Satower Chaussee

1907  Satower Chaussee 5 (Benennung)

-------------------------------------------------------------------

Wredow, Friedrich  *1850,  1892 - 1920

1892  Satower Chaussee

1907  Satower Chaussee 7 (Benennung)

-------------------------------------------------------------------

Brandt, Gebr. C. & H.   1896 - 1909

        1900  Brandt, Gebr.

        1902  Brandt, Gebr., Inh.: H. Brandt

        1903           ... Inh.: H. Brandt und C. Brandt‘s Erben

        1906   ... Inh.: Heinrich Brandt und C. Brandt‘s Erben

        1909  Brandt, Heinrich

1896 - 1902  am Mühlendamm 4 u. 8

1903 - 1909  Am Mühlendamm 4 u. 8

-------------------------------------------------------------------

Voth, Joachim   1902 - 1904

1902  Doberanerstraße (Kayenmühle)

-------------------------------------------------------------------

Wolff, Helmuth   1905 nur

1905  Doberanerstraße (Kayenmühle)

-------------------------------------------------------------------

Bull, Franz   1906 - 1920

1906  Doberanerstraße (Kayenmühle)

-------------------------------------------------------------------

Schomacker, Karl   1910 - 1920

1910  Am Mühlendamm 8

1913  Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Wallbaum, C.F.   1910 - 1940

        1932  Wallbaum, C.F., Inh.: Helene Wallbaum

        1934  Wallbaum, Harry       

1910  Am Mühlendamm 4

1913 - 1940  Mühlendamm 4

1943 kein Eintrag mehr

-------------------------------------------------------------------

Bornhöft, Martin   1922 - 1926

1922  Satower Chaussee 7

1924  Groß Schwaßerweg 12  (keine Umbenennung)

-------------------------------------------------------------------

Meyen, Ernst   1922 nur

1922  Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Bernitt, Heinrich   1924 u. 1926

1924  Satower Chaussee 7

-------------------------------------------------------------------

Gumpert, Gebr.   1924 u. 1926

         1924 mit Werbung:

          „Neue Dammühle, Max & Martin Gumpert,

           Fabrikation erstklassiger Weizen- und Roggenmehle“

1924  Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Lüth & Sohn, Hugo   1928 - 1949/50

1928  Mühlendamm 8

-------------------------------------------------------------------

Meincke, Heinrich   1929 - 1949/50

1929  Kasernenstr. 32 (= Budapester nach 1949/50)

-------------------------------------------------------------------

Knull, Hans und Hermann   1931 - 2011

         1949/50 Knull, Gebr.

1931  Petridamm 15

-------------------------------------------------------------------

Never, Hans   1940 - 1949/50

1940  Rostock-Dierkow (Mühle älter als der neue Eintrag)

1949/50  R.-Dierkow, Büdnerei 7

-------------------------------------------------------------------

Meyer, Hugo   1940 - 1949/50

         1940 Inh.: Grete Meyer, Wwe.

         1949/50 Meyer, Gerhard

1940  Warnemünde, Mühlenstr. 44

         (Mühle älter als der neue Eintrag)

======================================

Grube   AdrB. 1856 nur

1856  am Mühlendamm beim Fischerbruch

(der selbe wie Grube, J. ?)

Grube, J.   AdrB. 1864 - 1871

1864   am Mühlendamm 4

1865   Fischerbruch 46

1866  Alexandrinenstr.

Die chronologischen „Bausteine“ der beiden Mühlen vor dem Steintor, 1836 - 1893,

zusammengestellt aus den Adressbüchern und der Volkszählung von 1867, siehe auch ganz unten.

Alexandrinenstraße 35 Vz.1867

Wienke, Ludwig, 1821 (46), Müllermeister       

Wienke, Maria, 1832 (35), Ehefrau

Conrady, Carl, 1844 (23), Geselle

Mahn, Wilhelm, 1846 (21), Geselle

Osterich, Ernst, 1849 (18), Geselle

Ruge, Christian, 1845 (22), Knecht

zu X20 Schwaaner Landstr.

Bützower Landstr. (= Schwaaner L .) Vz.1867

Neue Loh- und Knochenmühle

Grube, Johann, 1825 (42), Müller

Grube, Lisette, 1834 (33) 

Kempe, Hermann, 1840 (27), Geselle

Schönrögge, Fritz, 1849 (18), Knecht

zu X19 Dalwitzhöfer Weg

(Die „Iben‘sche Windmühle“ / Ludw. Krause)

Bahl, J.A.   AdrB. 1856 und 1858

1856 Alexandrinenstr.

Behncke, H.   AdrB. 1875 - 1879/80

                     1876  Behncke, F.H.

                     1880  Behncke, Caroline, Wittwe

1875  Alexandrinenstr. 35

Wiencke, Ludw.   AdrB. 1860 - 1872/73

                          1873  Wiencke, Wittwe

1860  Alexandrinenstr. 31b

1861  Alexandrinenstr. 31c

1865  Alexandrinenstr. 33

1867  Alexandrinenstr. 35

Freundlicherweise zeigt dieser Ausschnitt des Saniterplanes

von 1872 an der heutigen Ecke Blücherstr. / Talstr. mit den

Nummern 34 u. 35 das Ende des „benannten“ Teiles der

damaligen Alexandrinenstraße. Darüber hinaus darf man die

Alexandrinenstr. aber auch als Sammelbegriff für die weiter

draußen liegenden Objekte ohne Hausnummer verstehen,

selbst wenn in der Volkszählung im Gegensatz zum Adressbuch

der Müller Grube unter Bützower Landstr. geführt wird (X20,

auch im Plan hier „nach Bützow“). Und die Mühle im heutigen

Dalwitzhöfer Weg (X19) sah man trotz einigen Abstandes wohl

einfach als Zubehör der Wohnadresse Alexandrinenstr. 35 von Müller Wiencke (an der Ecke zur heutigen Graf-Schack-Straße).

Der Weg mit Strichlinie zeigt die Zufahrt zu seiner Mühle, was

vor dem Bau der Fr.-Franz-Eisenbahn der Dalwitzhöfer Weg war.

Der Sprung von Nr. 33 auf 35 lt. AdrB.1867 lässt vermuten, dass

die Häuser 33/34 (2011=34/35) ca. 1866 errichtet worden sind.

Carl Conrady hat nach den Angaben der Vz.1867

bei Wiencke im Dalwitzhöfer Weg als Geselle

gearbeitet, bevor er 1872 im Alter von 28 Jahren

dann die Mühle von Johann Grube in der Schwaaner

Landstraße übernahm. Ob Wiencke das geärgert hat

(wurde ca. 51 / 1873 Wiencke, Wittwe)?

Als weiter auswärts stehende Mühle hatte sie 1880

noch keine Hausnummer unter Alexandrinenstraße.

   In der Volkszählung per 02.08.1819 (Schriftenreihe

des Archivs d. HRO, S. 78) ist ein frisch zugezogener Heinrich Conrady (*12.03.1800 Stralsund) als Goldschmiedegeselle notiert, vermutlich der Vater.

Die Müller Grube 1836 + Bahl 1856 dürften wohl

zum Dalwitzhöfer Weg gehören, weil die andere

Mühle noch nicht existierte. Eventuell ist dieser

Grube von 1836 auch identisch mit dem Müller-

meister Grube, Hans Jac. (Volksz.1819, *1790 in Volckenshagen, vermutlicher Vater des 1825 geb. Johann Grube /X20). Weiterhin wohnte vor dem

Steintor damals noch ein Müller Dethloff, David (*1789 in Rostock).

   Nach den Angaben in den Adressbüchern ist der

Betrieb der Mühle vermutlich 1889 eingestellt

worden. Auf dem Gemälde von C. Gantzel, datiert

mit 1892, ist sie jedoch am äußersten linken Rand

und halb verdeckt vom Rahmen noch erkennbar.

   Die von Ludw. Krause stammende Bezeichnung

„Iben‘sche Windmühle“ wird wahrscheinlich den

Namen des Besitzers betreffen, der an den

jeweiligen Müller verpachtet hat. Im Adressbuch

1886 finden sich als denkbare Kandidaten ein

Iben, L., Gutsbesitzer, (Ziesendorf), Alexandrinenstr. 64 und ein Iben, Hermann,

Kaufmann, in Firma: J.C. Iben, Augustenstr. 112.

ST.1872

<< Wienke-    

       Wohnung

<Weg zur

  Mühle

Wann genau abgerissen ??

Schwager, J.   AdrB. 1887 - 1889

1887  Alexandrinenstr. 40

         (wohl Zicker-Nachf. + Ende X19)

Zicker, Fritz   AdrB. 1881 - 1886

1881  Alexandrinenstr. 40

         (Umbenennung?, wohl Behncke-Nachf.)

AdrB. 1836 (das nächste 1856), S. 46 (UB.: Mk-10673)

„Windmühlen.   ...  2. Vor dem Steinthor.

Grube, Kornmühle, Steinthor Vorstadt.“

(kann nur diese, die ältere Mühle sein)

Adressbücher 1812 - 1949/50,

Jahrgänge und Jahre, Unregelmäßigkeiten:


1812   ohne Jg.

1836   ohne Jg.


1856   1. Jg.

1858   2. Jg.

1860   3. Jg.

1861   4. Jg. und jährlich weiter bis

1915  58. Jg.


1916  Nachtrag, ohne Jg.

1917  59. Jg.

1918  60. Jg.

1920  61. Jg.

1922  62. Jg.

1923  63. Jg.

1924  64. Jg.

1926  65. Jg.

1928  66. Jg.

1929  67. Jg.

1931  68. Jg.

1932  69. Jg.

1934  70. Jg.

1935  71. Jg.

1936/37  72. Jg.

1938  73. Jg.

1939  74. Jg.

1940  75. Jg.

1943  76. Jg.

1949/50  77. Jg.

Conradi, Carl  *1844, 1872 - 1902 ... / bis 1949/50

             (Geselle bei Wienke 1867, Vz.)

         1903 - 1911 Conrady, Carl (ab 1903 mit „y“)

         1912 - 1929/30 Conrady, Carl und Wilhelm

         1931 - 1932/33 Conrady, Carl,

                                 Inh.: Wilhelm Conrady

         1934 - 1940 Conrady, Carl

         1943 und 1949/50 (letztes AdrB.) wie zuvor

1872  Alexandrinenstr.

1892  Schwaaner Landstraße (Umbenennung)

1928  Schwaaner Landstraße 14 (Umbeng.)

ca. 1870

X22

Nachtrag X2, Klosterbachstr. 8a

bisher kein Foto der alten Mühle vor 1900 bekannt

X1

P

2011

>

Ausschnitt aus der genannten

Zeichnung von 1856 mit der

Mühle auf der Lithografie.

                               

X5

X4

Saniter / Graff 1856, mit Nachtrag

   der 1887 eröffn. Frauenklinik,

     oben die Alte Werderstraße

X1

2011

Z

Adressbücher:

Lange, J.    1856 - 1863 (1858  Lange, J., Aeltester)

                 1864 - 1875 Lange, Sophie, Wittwe

Lange, Hermann  *1848,  1876 - 1882    

1856  Doberaner Chaussee

1863  Doberaner Chaussee 14 (Benennung)

1870  Doberaner Chaussee 39 (Umbenennung)

1882  zuletzt notiert (unter Müller, 1883 keine Wwe.).

Hinzu kommt 1883 eine Umbenennung von Nr. 39

auf 52 oder 53, beide Nrn. „Bauplätze“. Es ist also

kaum anzunehmen (H. Beltz), dass die Mühle noch

1887 in Betrieb befindlich fotografiert wurde.

Ausschnitt Paul Tischbein 1843, Kulturhist. Mus. Rostock. Rostock mit Spitta‘schem Gartenhaus, von der Lange‘schen Mühle aus.

Zum Foto entgegengesetzte Blickrichtung, auch gut vergleichbar mit d. folg. Zeichn. v. 1856 (Nachtrag der Frauenklinik v. 1887).

Unklar ist, wann der Pavillon durch die Schalburg‘sche Villa ersetzt wurde, der 1872er Plan zeigt eine wohl veraltete Darstellung

mit Pavillon - Dethleff starb 1873.

Z

P

Z

X.alt   Niklotstr. / Ecke Ottostr., alter Mühlenhügel bei Saniter / Graff 1856

Saniter / Graff 1856

V.1911

X2

X2

X. alt

X. alt

X.?

X.?

<<<<<<X6 

In der 1856er Zeichnung (AHRO 3.01.928) von Saniter / Graff findet sich ein alter Mühlenhügel, der in dem

gedruckten Stadtplan von 1859 nicht mehr vorkommt. Um den Standort einigermaßen zu bestimmen, wurde

ein Ausschnitt des 1911er Planes in etwa gleicher Größe und Ausrichtung gegenübergestellt und das Kreuz

übertragen, welches übrigens zur höchsten Stelle der Niklotstraße passt. Etwas verdächtig sieht auch das

andere Böschungsgebilde weiter rechts aus. Die heutigen Straßenverläufe kommen mit Ausnahme des

Barnstorfer Weges (re.) und der Dob. Str. (oben li.) 1856 noch nicht vor. Die Margaretenstraße endet 1911

etwas westlicher, die Leonhardtstr. und Ottostr. enden südlicher, beide auf die Mühlen zulaufend.

Mit den zauberhaften Saniter / Graff - Zeichnungen der Vorstädte aus den 1850er Jahren (im Stadtarchiv)

ließen sich auch bei Schmettau einige Wege genauer bestimmen und auf die Neuzeit übersetzen.

Dob.

Ba.W.

X1

>

<<<<<< X6

Schm.1788

Bitte

etwas

Ladezeit

abwarten

X1

Aufn. 1887, Abbr. 1888 (lt. Hans Beltz, Mühlen 1956,       s. auch links).

Unbek. Fotograf. Traumhaft schöne Nahaufnahme.

Der Rest an alten Fotobelegen von Rostocker

Windmühlen ist häufig ein Fall für die Lupe.

Wer steht mit Zylinder links auf der Galerie ?

Herm. Lange (*1848) ??,

gest. 1881/82 ?




Von der Galerie hatte

man eine exzellente Sicht

auf die Stadt, wie im folg.

Gemälde v. Paul Tischbein 

zu sehen.

^

                    Von Südosten:

       Nach Sonnenstand und

     der im Plan erkennbaren

   Auffahrt zur Mühle stehen

  rechts Häuser des Patriot.

Weges im Bereich Nr. 26/30.

vermutlicher

Standort  von

Tischbein 1843       

^

X2

X4

C. Gantzel 1892, Ausschnitt, Kulturhist. Museum Rostock. Links die Bornhöft‘sche Mühle, rechts die Kloster-Windmühle.

Frauenklinik und Augenklinik sind als Gebäude vorhanden, die erst 1898/99 gebaute HNO richtigerweise noch nicht.

Auf der weiter unten folgenden Aussicht von der Marienkirche (1899) fehlt X2 bereits. Die Lange‘sche Mühle (X1) kann

hier nicht mehr dabei sein (1880er abgebrochen), im folgenden Litho ist sie noch vorhanden.

               

X19

X22

X20

Gemäldeausschn. C. Gantzel 1892, ebenfalls Kulturhist. Museum Rostock. Die Mühle am Dalwitzhöfer Weg halb verdeckt vom

Rahmen (spätester Bildnachweis), daneben Conradi und dicht dabei noch ein Flügelkreuz in der Ferne, das der Richtung nach

zu der „auf dem Sandkrug“ passen könnte. Vermutlich hatte Gantzel ein Fernglas dabei. Etwas links der Mitte „Bellevue“.

Gantzel stand bei seinem Blick vom Dierkower Hang schätzungsweise auf halber Strecke der heutigen Gutenbergstraße.

Schemenhaft, aber erkennbar: die Mühle am Dalwitzhöfer Weg, 1816. Ausschnitt eines Gemäldes von Johann Ludwig Hornemann,

Kulturhistorisches Museum Rostock. Frühester Bildnachweis der Mühle, wenn man von der Schmettau-Karte absieht.

Vorne rechts am Petridamm Wohnhaus und 2 Scheunen auf dem Grundstück der heutigen Mühle Knull. Davor der Abzweig des Riekdahler Weges, wo die ambulanten Fotografen gerne auf hochwertige Bilder hoffen.

X19

Ein fast unglaubliches Gruppenfoto der 3 Mühlen X15, X16 und X17 - bisher ist von keiner der 3 überhaupt eins bekannt. Auf

diesen beiden Ausschnittsvergrößerungen der 1898er Turmaussicht von der Marienkirche (Archiv der HRO) sieht man sie hier

hinter Stampfmüllerstr. und Altem Friedhof am Horizont in Reihe stehen. Die Mühle Schliemannstr. 15 auf dem hinteren Ende

des noch vorhandenen Hofgebäudes besaß ähnlich riesenhaft wie die Klostermühle Budapester 79 drei Untergeschosse.

X15

X16

X17

X4

X8

X7

X24

X26

X25

X30

<<  X39

1898 von der Marienkirche, hinter der Mühle die Allee

der heutigen Maßmannstraße, weiter hinten Barnstorf.

?

1898 von der Marienkirche, einziges mir bekanntes Foto der Walkmühle X25.

1898 die Neu Roggentiner Windmühle vom Turm der Marienkirche aus. Die Mühle stand stadtauswärts links der Straße

nach Sanitz und ca. 200m vor der Straße nach Neuendorf. Unten die Allee des Verbindungsweges und der Gerberbruch.

<<X30

HK.1918

X32

Sprungturm der Städtischen Badeanstalt bei der Faulen Str.

B e n t w i s c h

1898 von der Marienkirche, mit Carlshof, ohne heutigen Warnowarm, Dierkower Damm und

Holzhalbinsel (hier noch Sumpfgebiet).

X38

1898 von der Marienkirche, Archiv der HRO.

N i e n h a g e n  ?

H i n r i c h s d o r f  ?

Unterwarnow

1898 von der Marienkirche, Archiv der HRO.

D i e r c k o w

^

?? CAFE CORDULA,

Hinrichsdorfer Str. 2

^