Riesenrad-Aussicht 16.04.2009

Wozu ?  Gibt es in der Rostocker Stadtverwaltung kein Sicherungssystem gegen solchen Dekorationsschrott ?  Hier

hat jemand das Steintor mit einem Eigenheim verwechselt (wo manch abenteuerliche Verschönerungen möglich sind) 

und niemand hat die Notbremse gezogen.

Mehr noch: Angeblich soll die gedankliche Verbindung zwischen dem Steintor und der wenige Meter entfernt endenden

Stadtmauer hergestellt oder unterstützt werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Initiatoren dieser höchst

überflüssigen Installation den gewöhnlichen Passanten für debil halten. Hinzu kommt eine Irritation durch die Säulen

an sich, die der zufällige Betrachter mit sonst was, nur nicht mit einem Mauerwerk in Verbindung bringen kann - zumal

die Säulen dem ehemaligen Mauerstück weder in der Höhe, noch in der Stärke entsprechen. Allein andersfarbige Steine

im Pflaster hätten völlig ausgereicht, um den Mauerverlauf wesentlich einleuchtender, preiswerter und pflegeleichter

darzustellen - von den 24 Leuchten der insgesamt 12 Säulen waren am 25.04.09 neun außer Betrieb.

Ein Rätsel bleibt auch, wie man die zusätzliche Einengung des sowieso schon schmalen Gehweges durch die beiden

direkt am Tor stehenden Säulen für gut befinden konnte (Haltestellenbereich mit hoher Kante). Ein Abriss aller Säulen

bei nächster Gelegenheit wäre auch aus Rücksicht auf das ehrwürdige Steintor eine begrüßenswerte Entscheidung. 

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28.06.2011

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Volltreffer oder Blattschuss wären passende Metaphern. Hier verschwindet eine klassische Silhouette hinter klotziger Moderne. Dagegen waren selbst die Baracken von „Obst und Gammel“ noch ein Segen.

Ausschnitt eines Gemäldes von C. Gantzel 1892, Kulturhistorisches Museum Rostock.