Fotografen in Rostock, Quellensammlung

    Zusammengestellt nach den Adressbüchern (=AB) 1856 - 1949/50 (nicht ersch. Jahrgänge: 1857, 59, 1916 nur

    Nachtrag, 1919, 21, 25, 27, 30, 33, 36/37 ein AB, 44-48), Ergänzungen zu den Namen lt. AB stehen in Klammern.

    F a r b s c h e m a :  andere Quellen als das Adressbuch sind blau, bei widersprüchliger Datenlage gelb markiert.

    Selbstständige Tätigkeit der Fotografen (auch ohne Atelier oder anderswo): vor 1900 hellgrün, vor 1880 grüner,

    Wanderphotographen in Rostock ab 1843 und weitere vor AB 1856  rötlich.

    Rufnamen kursiv. Bei eventuellem „ß“ am Ende alle mit Doppel-s geschrieben (Maass, Strauss, ...).

    Gegenwärtig fehlen noch die Daten aus den Warnemünder Adressbüchern u. der Vergleich mit Wolfgang Baier.

    Sonstige Quellen außer AB:                                                           

    Vz. ..:  Volkszählungen: Aug.1819, Dez.1867, Dez.1890, Dez.1900, Okt. 1919 (die 1890er ist nur unvollständig

               erhalten). Zu finden sind die Daten unter Ancestry.de (kostenpflichtig). Erfreulich daran sind die vielen

               Lebensdaten der häufig auswärts geborenen Fotografen, deren Handschrift in den Bögen ab 1867 auch

               gleich dokumentiert ist. Damit steigen im Falle von Notizen auf den Fotos die Chancen der nachträglichen

               Zuordnung bei ungeklärter Urheberschaft (siehe auch Seite „FS“ / Schriftproben).

    SLT:     Sandra Schwede „Mit Licht und Tücke“, Tectum Vlg. 2006, inhaltsreiches Buch

               über die Frühzeit der Fotografie in Mecklenburg-Schwerin (1839 bis 1880)

    StRR / StRW: Sterberegister des Standesamtes Rostock bzw. Warnemünde ab 1876 im Stadtarchiv (AHR)

    RFR:    Webseite www.rostock-frueher.de

    RZ:      Rostocker Zeitung

           *  bei Geburtstag / Lebensdaten

    Anm./A: - eigene Anmerkungen 

    Zur allg. Geschichte der frühen Fotografie ist der Wiki-LINK:  Daguerreotypie ein guter Einstieg.  

    Die Außenansichten einiger Ateliers (1886 von St. Nikolai, 1899 von St. Marien) sind auf Seite FA zu finden.             

                                                                                                                                   (06.04.12 / 05.04.13)


Ahrens, H. (Heinrich)  (*18.02.1824 Goldberg - 14.02.1889 Rostock)

    (Pfingstmarkt 1870) / AB: 1871-89 Kröpelinerstr. 14

        RZ 08.06.1870: „Das Photographische Atelier von H. Ahrens, Goldberg, empfiehlt sich zum diesjährigen

                                   Pfingstmarkte mit Anfertigung jeglicher Art Bilder, Visitenkarten, à Dutzend 1 Thlr.

                                                               Stand: Grubenstraße, hart am Lazareththor.“

        Vz.1867:  in GOLDBERG: Ahrens, Heinrich *1824, „Photograph“, verh. mit Ahrens, Marie *1827 >>> 6 Kinder:

                   Johanna *1852, Marie *1855, Heinrich *1857, Sophie *1861, Friederich *1866, Frieda *1866;

                   in einem anderen Goldberger Haushalt: Vater Joachim *1793, Uhrmacher, Mutter Sophie *1794

                   und deren Tochter Louise *1820, „Wäscherinn“.

        SLT:     Ahrens, Heinrich Georg Friedrich Christian (18.02.1824 Goldberg - ... Rostock?), Photograph in

                   Goldberg und Rostock; 1863 als Wanderphotograph in Ribnitz, mind. 1866 bis um 1870

                   Photograph in Goldberg; 1868 „Ehrenvolle Anerkennung“ für präsentierte Landschaften auf der

                   phot. Ausstellung in Hamburg; 1871 bis mind. 1882 Atelier in Rostock, Kröpelinerstraße 14.

        StRR:   . . . erschien heute (15.02.1889) die Leichenkleiderin Frau Wilhelmina Gerdes, wohnhaft zu Rostock,

                   Kuhstr. 25, und zeigte an, daß der Photograph Heinrich Georg Friedrich Christian Ahrens, 65 Jahre

                   alt, lutherischer Religion, wohnhaft zu Rostock, Kröpelinerstr. 14, geb. zu Goldberg, Ehemann der

                   Marie, geb. Schwartz, zu Rostock, Sohn des zu Goldberg verstorbenen Uhrmachers Joachim Ahrens

                   und dessen zu Rostock verstorbenen Ehefrau Sophie, geb. Schroeder,       zu Rostock am

                   vierzehnten Februar des Jahres tausend acht hundert achtzig und neun Vormittags um zehn Uhr

                   verstorben sei. (StRR 1889/130 im AHR)

        RFR:     siehe LINK:  Rostock frueher » Heinrich Ahrens


Altstadt-Foto

    1943 Grapengießerstr. 41-42


Arnold, A. (Adolph)

    1884-92 Hopfenmarkt 14

        RFR:   siehe LINK:  Rostock frueher » Die Arnolds

Arnold, A. (Adolfine), Wittwe

    1893 Hopfenmarkt 28

Arnold, H. (Hans)

    1894 Hopfenmarkt 28

Arnold, W. (Wilhelm)

    1893 Hopfenmarkt 14


Arppe, Hans  (*09.04.1917 - 03.01.1998 Rostock, Lokalpresse)

    1949/50 Blutstr. 15 (Presse-Foto, Reklame, Bühne, Varieté)

        Vz.1919:  In ROSTOCK: Wilhelm Arppe, *22.05.1872 Rostock; Ehefrau Anna, *28.12.1878 Rostock;

                   Kinder: Wilhelm, *29.10.1913 Rostock; Hans, *09.04.1917 Rostock; Gerda, *27.07.1919 Rostock


Auerbach, Paul  (*28.05.1885 Mannheim - . . . )

    1924-26 Windmühlenstr. 1 (1923 u. 27 k. AB)

        Vz.1919:  Paul Auerbach, „Pfotograph“, *28.05.1885 Mannheim; Ehefrau Berta, *26.12.1885 Rostock


Baath, Gertrud  (*12.08.1914 Damerow/Lübz ? - . . . )

    1940-43 Wismarsche Str. 73 (Inh. der Fa. „Photomaton“, 1944-48 k. AB)

        Vz.1919:  Otto Bath, *11.07.1879 Krakow; Ehefrau Ida, *18.07.1879 Klingendorf;

                  Sohn Herbert, *14.05.1910 Lübz; Tochter Gertrud Bath, *12.08.1914 Damerow

                  Anm.: ob die Abweichung beim Nachnamen nur ein Schreibfehler ist, wurde noch nicht geprüft


Bachmann, Johann Jacob  (* . . . Zürich ? - . . . )

    1843 in Rostock

        SLT:    Herkunft: Zürich, Danzig (Wanderdaguerreotypist aus Zürich, wohnhaft in Danzig) /

                  Besonderheiten: 1841 und 43 Dag.-apparate u. Unterricht / Beruf: Mechanicus und Photograph /

                  Stationen: 1841 Boizenburg, 1843 HRO

          In Wilhelm Weimar „Die Daguerreotypie in Hamburg, 1839 - 1860“, steht auf S.35 über Bachmann folgendes:

          „Von dem Mechanikus Bachmann aus Zürich, der sich auch ‚Typeur à la Daguerre‘ nannte und durch viele schwulstige

          Anzeigen in den Hamburger Nachrichten auffiel, mögen einige sonderbare Beispiele Erwähnung finden. ‚Bachmann‘s

          Daguerreotyp wird heute, Vormittags um 11 Uhr, im Alster-Pavillon, bei Hr. Dürst, experimentiren, und den alsdann

          sehr günstig beleuchteten neuen Jungfernstieg aufnehmen, wozu Kunstfreunde hierdurch ergebenst eingeladen werden.

          Es ist Einrichtung getroffen, dass auch Damen an dieser Vorstellung Theil nehmen können.‘ (14. Mai 1841.)   Oder

          Bachmann ‚experimentirte‘ in der Vorstadt St. Pauli, wo er das neue Schauspielhaus nebst andern Bauten aufnahm.

             Er lud das geehrte Publikum ein, sich zwischen 2 und 3 Uhr im Lokal des Herrn Stelzer, dem Dragoner-Wachposten

          gegenüber, zu versammeln. Eine Vergütung war dem Belieben der geehrten Anwesenden überlassen. (24. Juni 1841).

          Im Garten von Giosti (neue Börse) fertigte Bachmann ‚Portraits durch das Daguerreotyp‘ für 8 Mark (?, Anm.: Symbol

          unklar) an (21. September 1841).“

             Im alphabetischen Verzeichnis noch: „Name und früherer Beruf: Bachmann, J. J., Mechanikus aus Zürich /

          Erste Anzeige: 20. April 1841 / Adresse und Bemerkungen: Ausstellung eines Daguerreotyp-Apparates im Elb-Pavillon

          gegen Eintrittsgeld von 4 ß die Person, experimentierte mit seinem ‚Daguerreotyp‘ in verschiedenen öffentlichen

          Lokalen und ist bis August 1843 mit seinem Atelier in Hamburg-Wandsbeck umhergewandert.“


Baier, Wolfgang (*05.10.1889 Stralsund - 1968)

              . . .


Bake, Dr. Else, geb. Tiensch (*11.05.1884 Wankendorf i. H. - . . . )

    1922 Doberaner Str. 8 (Werkstätte für moderne Lichtbilder, 1921 u. 23 k. AB)

        Vz.1919:  In ROSTOCK im gemeins. Haush.: Otto Tiensch, *11.02.1854 Hoya a. W., Ehefrau Emma Tiensch,

                   *23.08.1860 Winsen a. L., Else Bake geb. Tiensch (A.: Wiedergabe Trensel), Wittwe (A.: u. vermutlich

                   Tochter von Otto Tiensch), *11.05.1884 Wankendorf i. H. und deren Töchter

                   Ursula Bake, *23.05.1911 Rostock u. Elisabeth Bake, *25.06.1912 Lankwitz bei Berlin.


Bastian, Carl

    1909 Kröpeliner Str. 23


Becker, A., Wittwe

    1894-97 Ulmenstr. 24 / 1898-99 Ulmenstr. 27


Becker, Alexander  (*16.08.1872 Gnesen / Posen - !943 oder später)

    1911-43 Fritz-Reuter-Str. 32 (1916 B., Alexander, Restaurateur und Photograph, 1944-48 k. AB)

        Vz.1900:  Becker, Alexander *16.08.1872 Gnesen / Posen, Photograph, selbständig, ledig


Beese, Albert  (*02.03.1868 Petersdorf bei Ribnitz - nach dem 08.10.1919, Marlow?)

    1895-98 Blutstr. 14

        Vz.1919:  in MARLOW: zusätzlich zu Albert, Emma und Tochter Gertrud Beese der Vz.1900 mit ident. Daten die   

                   Tochter Irma Beese, * 07.08.1901 Gehlsdorf/Rostock u. der Sohn Albrecht Beese, *04.12.1907 Marlow.

        RFR:     siehe LINK:  Rostock frueher » Albert Beese  (*02.03.1868 Petersdorf bei Ribnitz)

        Vz.1900:  in MALCHIN: Beese, Albert *02.03.1868 Petersdorf bei Ribnitz, Kaufmann, Manufacturist, Mitinhaber;

                   Ehefrau Emma *26.11.1871 Rostock >>> Tochter Gertrud *16.02.1897 Rostock

                   Anm.: Der Name Beese ist eine mittlere Massenerscheinung, in Verbindung mit Albert werden bei

                          Vz.00 in Meckl.-Schw. noch 13 angezeigt. Von denen scheiden 6 wg. doppelter Nennung aus

                          und 6 wg. Alters (2) oder klarer Verb. zur Ldw. (Müllergeselle ...), so dass der Kaufm. Albert

                          in Malchin allein nach Vz. mit hoher Wahrscheinlichkeit der vormalige Fotograf sein dürfte.

        Vz.1867:  vermutlich das 7. oder auch 8. Kind des Büdners Albrecht Beese *1825 und der Ehefrau Marie *1823,

                   Anm.: einzige Familie Beese unter Petersdorf . . . Volkszählung 3 Monate „zu früh“ für Klarheit


Behrens, J. (* . . . - . . . )

    1849 u. 1850 in Rostock

        SLT:     Herkunft: Wanderdaguerreotypist aus Hamburg / Besonderheiten: 1849 beheizter Glaspavillon /

                   Beruf: Daguerreotypist / Stationen: 1848 Parchim, 1850 HWI, 1848 u. 49 GÜ (7.6. bis 28.8.1849

                   in Güstrow, führt dort Friedrich Wilde in die Photographie ein), 1849 u. 50 HRO,

                   (Anf. November) 1849 in Gadebusch.

          In Wilh. Weimar „Die Daguerreotypie in Hamburg, 1839 - 1860“, auf S.38 zwei Einträge über Behrens, J.:

          „Behrens, J. / Erste Anzeige: 12. Dezember 1846 / Daguerreotyp-Atelier: Gänsemarkt 11, bis Dezember 1847.“  u n d

          „Behrens, J., Photograph / Erste Anzeige: 30. Oktober 1858 / Photographisches Atelier: Poststraße 4, Bilder auf Papier,

          Glas, Wachstuch, Leder.“


Berteau, Richard

    1908 Kröpeliner Str. 39


Best, August  (*24.05.1837 Wittenburg/Meckl. - nach dem 01.12.1900)

    1874-87 Hopfenmarkt 28 / 1888-92 Blutstr. 14

        SLT:     Best, August Ernst Carl (*24.5.1837 Wittenburg/Meckl., Lehrer und Photograph; 1873 Übersiedlung

                   von Dassow nach Rostock, 1873 bis 1888 Atelier in Rostock, Hopfenmarkt 28; photographische

                   Arbeiten für Kliniken der Ober- und Geheim-Medizinalräte Prof. Schatz und Madelung; 1887

                   Zuerkennung des Hofphotographentitels, 1888 bis 1892 Atelier und Wohnhaus in Blutstr. 14.

        Vz.1867:  in WITTENBURG: Nachtrag z. Liste, enthaltend die „aus ihrer gewöhnlichen Behausung abwesenden

                   Personen“: 4x Best o. Angabe der Verwandschaft: Gottlieb *1804 (Vater?), Marie *1844 (beide

                   „vermutlich in Lübtheen“), August Best *1836 („Lehrer in Dassow“), Ludwig *1853 („Hagenow“)

        Vz.1900:  in ROSTOCK: August Best *24.05.1837 Wittenburg, Privatier, früher Hofphotogr., Blutstr. 14;

                   dort auch Ehefrau Olga Best und Pauline Klähn, Dienstmädchen.


Blohm, Fritz (Blohm, August Heinrich Hugo Friedrich) (*07.03.1873 Rostock - 1936 oder später)

    1899-1929 Blutstr. 14 / 1931 Breite Str. 24 / 1932-36,37 Schnickmannstr. 6 (1930 k. AB)

        Vz.1919:  Ehepaar Fritz u. Clara Blohm wie Vz.00; deren Sohn Fritz jetzt *17.10.1900; außerdem Töchter Else,

                   *25.07.1905 Rostock u. Gerda, *01.11.1906 R.; Dienstmädchen Agnes Adam, *17.10.1899 Altrese

        Vz.1900:  „versteckt“ unter Beohm, Fritz (vielleicht auch wg. Blohm´s schwungvoller Handschrift, siehe Abb.)

                   *07.03.1873 Rostock, Photograph; Ehefrau Clara *19.01.1877 Rostock

                   >>> Sohn: Fritz *17.09.1900 Rostock

        Schubert: Bürgerbucheintrag 07.02.1902, Blohm, August Heinrich Hugo Friedrich, *07.03.1873 Rostock


Boeck, Dr. K.

    1889-90 Breite Str. 21 („P. Schneider Nachf.“)


Bolik, Gerhard

     (Photomeister) 1939-43 Inh. des „Leica-Photo-Ateliers“ Blutstr. 21 (1944-48 K. AB)


Böttcher, Bernhard  (*19.09.1917 Weisin / Lübz - . . . )

    1949/50 Parkstr. 15

        Vz.1919: in WEISIN / LÜBZ: Berhard Böttcher, *19.09.1917 Weisin; Anzeige 2x falsch: Bernford u. 1914

                  Anm.: einziger Bernhard Böttcher in Meckl. bei 263 Einträgen


Brauer, Margarete (Fanny Hedwig Hermine) (*12.02.1897 Güstrow - 11.07.1966 Rostock)

    1938-49/50 Ziegenmarkt 4 („Lichtbildnerin“,1936/37 ein AB)

        Vz.1919: in ROSTOCK: Die vww. Mutter der Photographin hieß ebenfalls Margarete Brauer (*15.12.1860

                   Pasewalk - 1938 oder später), im Haush. weiterhin eine 2. ledige Tochter Charlotte (*21.03.1899

                   Güstrow - ...)

        Vz.1900:  in GÜSTROW: Vater Carl Brauer ohne Berufsangabe, Söhne Rudolf und Achim, Schwestern Margarete

                   und Lotte

        AB 1938: vermutlich gemeinsame Whg. Oldendorpstr. 14 der Mutter und Tochter gleichen Namens,

                   im selben AB unter geschäftlich Margarete mit „th“

        StRR:   (1966, Nr. 1149) Rostock, den 13. Juli 1966: Margarete Fanny Hedwig Hermine Brauer, wohnhaft in

                   Rostock, Margaretenstr. 39 ist am 11. Juli 1966 um 17 Uhr 30 Minuten in dieser Wohnung verstorben.

                   Die Verstorbene war geboren am 12. Februar 1897 in Güstrow. Die Verstorbene war nicht verheiratet.

                   Mündlich angezeigt durch: Frau Hertha Parge, wohnhaft in Rostock. ...


Brucksch, Karl  (*29.06.1866 Breslau - . . . )

    (vor 1901 auch Carl) 1895-1.4.1900 Krämerstr. 13 / 1.4.1900-06 Hopfenmarkt 28

        Vz.1900:  Brucksch, Karl *29.06.1866 Breslau / Schlesien, Photograph, Hopfenmarkt 28, Inhaber;

                   Ehefrau Martha *28.02.1867 Zeitz / Sachsen >>>

                   2 Söhne: Arthur *02.12.1892 Aschersleben / Sachsen; Walther *27.10.1898 Rostock


Brunswig, G. F. (Gottfried Friedrich) (*21.08.1793 Rostock - nach dem 03.12.1867)

    (4.12.1853 . . . ) / 1856 Strandstr. 24 / 1858-60 beim grünen Thor 3 (1857 k. AB)

        Vz.1867:  Brunswig, Gottfr. Frid. Michel *1793, Gold-Arbeiter, Lange Str.6, Vorderhaus, 1. Et.,

                   verh. mit Brunswig, Amd. Dorothea Christin. *1806.

        SLT:     Brunswig, Gottfried Friedrich Michael (21.8.1793 Rostock - wohl 1861 Rostock)

                   Gold- und Silberarbeiter und Photograph. Familienname ´Braunschweig`1826 offiziell in `Brunswig`

                   geändert, 1823 Meister als Gold- und Silberarbeiter, 12.12.1823 Bürger von Rostock als Goldschmied;

                   4.12.1853 erste Anzeige als Photograph, Atelier 1856 Strandstr. 24 und 1860 Beim grünen Thor 3;

                   1860 noch beide Berufe parallel, 1861 nicht mehr im Rostocker Adressbuch verzeichnet;

                   Lit.: Scheffler „Goldschmiede Mittel- und Nordostdeutschlands“, 1980

        RZ 05.08.1855 (auch 02.09.1855):        „Das Daguerrotÿp=Atelier (Lichtbilder auf Platte)

                                                               am Burgwall-Thor ist täglich geöffnet bei G. Brunswig.“

                   Anm.: Schreibweise mit y-Umlaut: Hintergrund ?

                          ... am Burgwall-Thor ... nur eine andere Bezeichnung für Strandstr. 24 lt. AB


Burmeister, L.

    1865 Grubenstr. 54


Bursch, Carl

    1907-09 Hopfenmarkt 28 („K. Brucksch Nachf.“)


Dethleff, Franz Heinrich  (*26.06.1812 Rostock - 16.08.1873 Rostock)    / Stand 26.06.2012

    1856 im AB mit „Lithograph. Anstalt“, die lt. Eröffnungsanzeige am 07.04.1857 mit einem photograph. Atelier

    verbunden und bis zum 16.08.1873 (Tod durch „Schlagfluss“) in der Poststr.=Krämerstr. 13 (ab 1884) betrieben

    wurde. 1874 Dethleff, Auguste, Wittwe (*1822 - 18.05.1898 Rostock)

        AB 1812, z. Vgl. mit Vz.1819: Kein Dethleff, sondern 5x Dethloff in der Liste, wovon 3 Drechsler sind und nur

                   einer in der 4ten Bürger-Fahne vorkommt (mit Flb.-Nr. 469 > AB 1936 = Breite Str. 12), dieser ist an

                   gleicher Stelle bei Tarnow 1780/90 noch wieder anders als „Dethlof“ benannt (2012 Kaufhof-Bereich).

        Vz.1819:  unter 4te Bürger-Fahne, 1te Corporalschaft Rostock / Lfd. Nr.:

                   Nr. 154 Franz And. Dethloff *1749 Rostock, Holzdrechsler;

                   Nr. 155 F. H. Dethloff *1783 Rostock, dessen Sohn;

                   Nr. 156 Maria Dethloff *1783 Rostock, dessen Sohn Frau;

                   Nr. 157 Franz Dethloff *1812 Rostock, dessen Sohn Sohn;

                   Nr. 158 Carl Dethloff *1814 Rostock, dessen Sohn Sohn;

                   Nr. 159 David Dethloff *1816 Rostock, dessen Sohn Sohn.

                   Anm.: Franz Dethloff = F. H. Dethleff, vor 1836 o/e-Wandel (AB 1856, 60 Dethleff, 1858 Dethloff).

                          2 jüngere Brüder. Großvater Holzdrechsler. Unlogisch ist die Spalte „Wie lange er schon hier ist“:

                          Bei allen steht die Angabe „2 Jahr“, obwohl alle in Rostock geboren sind.
        AB 1836, merkwürdige Entwicklung im Vgl. zum AB 1812: 1812 heißen alle 3 Drechsler noch „
Dethloff“,

                   während 1836 unter Drechsler nur der Name „Dethleff“ (3x) vorkommt. Die Adresse Breite Str. 12 ist

                   nicht mehr dabei und Franz Heinrich D. scheint (wie im Nachruf zu lesen) auf Wanderschaft zu sein.

        Nach einer bei „Artnet“ abgebildeten Lithographie „Norderney von der Ost-Seite“ (25 x 42,5 cm /

                   J. E. Minig pub.) scheint sich F. H. Dethleff 1840 auf genannter Insel aufgehalten zu haben.

        AHR:    Mappe  „D. 1844 Sptbr 6. Concessionirung des Lithographen F. H. Dethleff“, ausgefüllter Vordruck:

                   „Daß Vorzeiger dieses, der Lithograph Franz Heinrich Dethleff sich zur Gewinnung des Bürger-Rechts

                   gemeldet, und zum Bürger receptionsfähig (= aufnahmefähig) befunden sey, wird hiedurch vorläufig

                   bescheiniget.            

                   Rostock den 28ten August 1844.                                   Janentzky, Director Aerarium“

        Rostocker Bürgerbuch: „Dethleff, Franz Heinrich, Lithograph.  d. 30. Sept. 1844“

        Konzessionsakte im Stadtarchiv: Die wirtschaftlichen Anfänge Dethleffs scheinen schwierig gewesen zu sein,

                   zwischen dem 22.04.1845 und dem 15.04.1846 finden sich verschiedene städtische Notizen über

                   Zahlungsaufschub und Verwarnungsgebühr bei der Begleichung der 4 vereinbarten Raten der Gebühren.

                   Im Widerspruch dazu steht der Kauf des Hauses Poststraße 13 im Sommer 1846.

        RZ (noch „Auszug der neuesten Zeitungen“) 30.06.1846: Bericht über Gewerbe-Ausstellung in Rostock, ...

                   Tiedemann ..., „Auch die Erzeugnisse der vor nicht langer Zeit errichteten lithographischen Anstalt

                   des Herrn Dethleff haben verdienten Beifall gefunden; sie stellte vorzüglich hübsche Empfehlungskarten,

                   so wie Ansichten von Straßen und Häusern in sehr getreuen Zeichnungen.“

        RZ (AdnZ.) 05.07.1846: „Lokal-Veränderung. Von heute an wohne ich nicht mehr bei Herrn F. Georg Ahlers

                   an der Waage, sondern in dem von mir von der Wittwe Dobbertin gekauften Hause in der Poststraße,

                   wohin ich also meine lithographische Anstalt verlegt.  F. H. Dethleff.“

                   „Ich empfehle zugleich mein Lager von fertigen Arbeiten, als: Wechsel, Sola-Wechsel, Anweisungen,

                   Connoissemente (deutsch und engl.), Frachtbriefe, Rechnungen, Zinsquitungen, Entbindungs-Anzeigen,

                   Gratulations- und Trauerkarten, Tuch-Etiquetts und Borden zu Musterbüchern, Wein-Etiquetts in großer

                   Auswahl, Briefbögen mit der neuen Straße (Anm.: E.-Barlach) u. s. m., so angelegentlichst als

                   gehorsamst.  F. H. Dethleff.“

                   „Mich auf obige Annoncen beziehend, danke ich einem geehrten Publicum bestens für das mir bisher

                   bewiesene Wohlwollen und bitte ich, mir solches auch fernerhin zu erhalten.  F. H. Dethleff.“

        RZ 01.11.1846: „Zu vermiethen habe ich zu Weihnachten d. J. in der zweiten Etage nach hinten das von

                   dem Herrn Landes-Archivar Doctor Becker bisher bewohnte Local, bestehend aus drei durcheinander

                   gehenden Stuben, nämlich einem Saal, Wohn- und Nebenzimmer, ohne Mobilien.

                   Rostock, den 15. October 1846.    F. H. Dethleff.     Poststraße.“

        1852:  „Silberne Medaille“ auf einer Ausstellung in Güstrow lt. Foto-Rückseite

        RZ 07.04.1857: „Neues photographisches Atelier. Mit dem heutigen Tage habe ich mit meiner hier seit einer

                   Reihe von Jahren bestehenden lithographischen Anstalt ein photographisches Atelier verbunden, und

                   empfehle ich dasselbe zur Aufnahme und Anfertigung von Portraits, einzeln und in Gruppen, incl.

                   Kinder zartesten Alters, in jeder gewünschten Größe, auf Glas, Leinewand und Papier, nach den neu-

                   esten englischen und französischen Erfindungen, ferner zur Anfertigung von Medaillons, Stereoskop-

                   Portraits, Landschaften, Kupferstichen etc., unter Garantie der vollkommensten Ausführung, ganz

                   ergebenst.         Rostock, den 7. April 1857                              F. H. Dethleff.    Poststraße Nr. 13."

        RZ 14.06.1857: "Neues photographisches Atelier von F. H. Dethleff, 13 Poststraße 13, empfiehlt als ganz 

                   Neues Papierbilder ohne Retouche, neueste Erfindung. Diese Vervollkommnung der Photographie

                   liefert ein in jeder Beziehung getreues und auch zartes Portrait und ist dem geehrten Publicum ganz

                   besonders zu empfehlen. Portraits auf Glas und Leinen, Medaillons werden zu jeder Tageszeit

                   angefertigt."

                   Anm.:Mit der angezeigten „neuesten Erfindung“ ist vermutlich das Albuminpapier als Nachfolger des

                          Salzpapieres gemeint und entgegen dem Versprechen wird umfangreiche „Retouche“ wenigstens

                          bei einigen frühen Fotos von Dethleff ein nahezu sicheres Erkennungsmerkmal bleiben.

        RZ 15.08.1858: „Das neue photographische Atelier von F.H. Dethleff, 13 Poststraße 13, ist während der

                   Warnemünder Bade-Saison in Rostock nur Morgens von 9 bis 12 geöffnet.“

        1858: „Die Trilobiten Meklenburgs von Dethleff mit Zusätzen von E. Boll“ S. 155 in

                  „Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg Band 12 / 1858“

        RZ 30.01.1859: "Das neue photographische Atelier von F. H. Dethleff, 13 Poststraße 13, empfiehlt sich zur

                   Aufnahme von Portraits in allen Größen und in jeder Manier. Sitzung zu jeder Tageszeit im geheizten

                   Glashause."

        1861:  „Silberne Medaille“ auf einer Ausstellung in Schwerin lt. Foto-Rückseite

        1862:  Teilnahme an der Weltaustellung in London,  „Ehrenpreis“ lt. Foto-Rückseite

        1865:  „Ehrenvolle Anerkennung“ auf einer fotografischen oder Gewerbe-Ausstellung in Paris

        Vz.1867:  z.Hh. außer „Franz Heinr. Dethleff *1812, Lithograph Princip.“, Ehefrau Auguste *1822, Töchtern

                   Anna *1852 + Meta *1855 auch Seelmeyer, Wilhelm *1836, „Gehülfe, Lithograph, aus Hanover“.

                   Anm.: Trotz der bereits am 07.04.1857 erfolgten Anzeige, dass er seine lithographische Anstalt mit

                          einem photographischen Atelier verbunden hat, steht 10 Jahre später noch allein die Bezeichnung

                         „Lithograph Principal“ in dem von ihm selbst ausgefüllten Fragebogen.

        RZ 29.05.1870: „Die Steindruckerei von F. W. Seelmeyer, Kistenmacherstraße 26, empfiehlt sich zur

                          sauberen und geschmackvollen Anfertigung von allen lithogr. Drucksachen. Karten jeder Art

                          werden bei billigst gestellten Preisen rasch und elegant angefertigt.“

        RZ 07.05.1870: „Photographische Ansichten der alten Waage sind vorräthig bei F.H. Dethleff, Poststraße 13.“

        RZ 26. u. 31.05.1870, unter „Kirchliche Nachrichten aus Rostock, St. Marien, Gestorben: am 25.05.1870

                   der Drechsler-Aelteste C. J. M. Dethleff, 73½ J.“ (A.: vermutlich Onkel 2. Grades von F. H. Dethleff)

                   Vz.1867: Christian Dethleff *1796, „in Kost“ beim Sohn Robert Dethleff *1832, Kaufmann-Principal. 

                   Vz.1819, 1te Bürger-Fahne, 4te Corporalschaft Rostock:

                          Nr. 180 Ernst Hartwig Dethloff *17.09.1757 Rostock, Drechsler;

                          Nr. 181 Anna Doroth. Dethloff *06.11.1764 Rostock, dessen Frau;

                          Nr. 182 Christian Dethloff *14.12.1796 Rostock, Drechsler-Mstr., ledig; alle drei „3½ Jahr hier“.

                   Anm.: Es fällt auf, dass auch in diesem Zweig der Familie sich der Name von Dethloff auf Dethleff

                          änderte. Demnach wäre es keine große Überraschung, wenn ursprünglich auch der „SchiffZMstr.“

                          Emanuel Dethloff *1769 und dessen Sohn, der „Schiffs-Baumeister“ Friedrich Dethloff *1799, zur

                          gleichen Familie gehörten. Möglicherweise hatte (s. AB 1812) der Großvater von F. H. Dethleff vier

                          Brüder, die samt Nachwuchs beruflich vielfach mit dem Thema Holz verbunden waren. Insgesamt

                          scheint der Wandel des einen Buchstabens jedoch nur geringe Teile der Dethloffs in Rostock zu

                          betreffen: Das AB 1886 verzeichnet 4x Dethleff und 34x Dethloff.

        RZ 21.06.1870: „Auf mehrfachen Wunsch habe ich die so vielfach Interesse erregende Zigeuner-Bande, welche

                   auf dem Cramon beim Einsiedler weilte, in verschiedenen Gruppen und Special-Portraits photographirt

                   und empfehle solche à Blatt zu 24 ß ergebenst.       F. H. Dethleff.      Poststr. Nr. 13.“

        RZ 26.06.1870: „Rostock 25. Juni. Der Photograph Herr Dethleff hat Bilder des Zigeunerlagers in den

                   Cramonstannen, welches hier so vielfaches Interesse erweckte, aufgenommen, welche als sehr

                   wohlgelungen zu bezeichnen sind. Namentlich erregen das Interesse eine Kindergruppe und das

                   Bild einer jungen schmucken Zigeunerin, welche sehr sorgfältig ausgeführt sind. -- Wir erwähnen

                   ferner, daß Herr D. auch das neue Thalia-Theater mit Garten photographisch aufgenommen hat.“  

                   (Die ausführlichen Meldungen der RZ zu den Zigeunern unter Zeittafel ab 11.06.1870.)

        RZ So., 17.08.1873: „Statt besonderer Meldung. Plötzlich und unerwartet endete ein Schlagfluß heute

                   Morgen 3 Uhr das thätige Leben unseres lieben Gatten und Vaters,

                   des Lithographen F. H. Dethleff, in seinem 62. Lebensjahre, tief betrauert von

                   seinen Hinterbliebenen.                                         Rostock, den 16. August 1873.“

                   In derselben Zeitung erschien noch eine kleine Annonce des bereits am Vortage verstorbenen

                   Dethleff:  „Durch neue Einrichtung kann ich Photographien à Dtzd. von 1 Thlr. an liefern.

                                                                                       Photograph. Atelier F. H. Dethleff, Poststr. 13.“

        RZ 22.08.1873, kurze Würdigung eines unbekannten Autors:

                     „Rostock, 21. Aug.   Am 16. d. M. starb hier  F r a n z  D e t h l e f f,  Besitzer einer lithographischen

                   und photographischen Anstalt, als Mensch und Bürger geachtet. Derselbe war hier und auch in weiteren

                   Kreisen wegen seiner archäologischen, naturhistorischen, Gemälde-, Kupferstich- und Handzeichnungs-

                   Sammlung bekannt, und hat sich auch um die Wissenschaft durch die Entdeckung der  ‚T r i l o b i t e n‘ 

                   in dem in Mecklenburg vorkommenden Gestein verdient gemacht.  Möchten seine Sammlungen den

                   hiesigen öffentlichen Instituten erhalten bleiben ! -- Dethleff, 1812 zu Rostock geboren, war durchaus

                   Autodidakt.  Er war von hier als Holzdrechsler auf die Wanderschaft gegangen, hatte sich dann der

                   Lithographie zugewandt und sich in Kunst und Wissen auszubilden gesucht.  Nach mancherlei Lebens-

                   schicksalen war er 1844 hierher zurückgekehrt und hatte seine lithographische Anstalt gegründet.“  

        AB 1874, Poststr. 13, Wittwe Auguste Dethleff. Sie überlebte ihren Mann um 25 Jahre und starb lt. Urkunde

                   am 18.05.1898 im Alter von 75 Jahren. Die Tochter Meta evt. nach Vz.1900 verh. mit Dr. Rich. Niewerth,

                   Augustenstr. 31, 2 Töchter; bei Anna wenigstens 5 Möglichkeiten. (Meta und Anna könnten bei der

                   Sicht von der Fischerbastion um 1865 die beiden stehenden Mädchen im Vordergrund sein.)


Dinesen, Emil

    1904 Krämerstr. 13

        Vz.1900:  keine ähnlichen Namen in Mecklenburg-Schwerin


Dobbertin, Gebr.

    (Inh.: A. u. W. Dobbertin) 1903-04 Doberaner Str. 154


--Dreesen, Heinrich (*21.10.1878 Schleswig - . . . )

        Vz.1900:  Dreesen, Heinrich *21.10.1878 Schleswig, Photograph, Stellung: Gehülfe (Hh. 14, ZsNr. 87), ledig;

                   siehe auch Vz.00: Sewohl, Friedrich: dort als Gehülfe

Dreesen, Wilhelm  (*31.03.1840 Rendsburg - 18.12.1926 Flensburg)

    ab 1870 in Schleswig-Holstein, Norddeutschland und Skandinavien als Landschaftsfotograf unterwegs; 1893 in

    Rostock u. Warnemünde für Aufnahmen zur Fotomappe „Bilder aus Mecklenburg“ (Wismar: Hinstorff 1894)

        LINK:   Wilhelm Dreesen – Wikipedia

        LINK:   http://d-nb.info/579314804/04   (Inhalts-Verz. der gen. Fotomappe)

        LINK:   Image400.21.jpg oder  WM - Mühlenseite, X 24 - die auf Bl. 14 gen. Aufn. v. Fischerbruch

                   Anm.: Der vorher notierte Heinrich Dreesen könnte nach Alter und Herkunft evt. ein

                          Sohn von Wilhelm Dreesen sein, eine Bestätigung war jedoch nicht zu finden.


Eggers, Carl  (*03.08.1877 ? Schwerin ? - . . . )

    1916 Hopfenmarkt 10 / 1917,18 Baustr. 2-3 / 1920-28 Blücherplatz 1 / 1929-49/50 Blutstr. 24 =Kröp. Str. 94

    und 1938 auch Inh. v. „Leica-Photo-Atelier“, Blutstr. 21     (1919,21,30,44-48 k. AB; 36/37 ein AB), 

        Anm.:  das Geschäft „Foto-Eggers“, Kröpeliner Str. 94, gab es bis in die 1990er Jahre (Ergänzungsbedarf)

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Carl Eggers, *03.08.1877 (A.: Wiedergabe 1874) Schwerin; Ehefrau Grete Eggers,

                   *16.08.1885 Schwerin und Sohn Hermann Eggers, *27.05.1908 Schwerin;

                   zu Besuch Adelgunde Schwenn, *30.08.1857 Schwerin, die Mutter von Grete Eggers (Vz.00 Schwenn)

                   Anm.: Da der Name Eggers sehr häufig vorkommt, ist ein Fehler nicht völlig auszuschließen. Für 1877

                             spricht jedoch, dass Carl Eggers vor 1916 bereits in Schwerin als Photograph tätig war.


Engler, Wilhelm  (*27.07.1881 Charlottenburg - . . . )

    1908 Breite Str. 24

       Vz.1919: in BÜTZOW: am 07.10.1919 mit Aufenthalt in Charlottenburg:

                   Wilhelm Engler, *27.07.1881 Charlottenburg; Ehefrau Erna, *01.08.1894 Vorbeck / Schwaan


Erdmann, Amandus  (*28.12.1889 Hamburg - . . . )

    1920 Breite Str. 24 (1919,21 k. AB)

       Vz.1919:  in ROSTOCK: Amandus Erdmann, *28.12.1889 Hamburg und

                   Ehefrau Luise, geb. Winter, *01.08.1892 Quedlinburg;


Eschenburg, Karl (*20.05.1900 Rostock - 05.11.1947 Warnemünde)

                  ca. 1930-1939 als Photograph selbständig


Ferber, J. D. J.  (* . . . - . . . )

    1843 in Rostock

        SLT:     Wph., Herkunft: HRO? / Besonderheiten: Miniaturdaguerreotypien /

                   Beruf: akad. Fecht- und Gymnastiklehrer / Station: 1843 HRO

        Vz.XX:  Anm.: eher nicht aus Rostock stammend; in Meckl.-Schw. einige „von Ferber“


Fleischer, B. (Bernhard?) C. (*21.09.1863 Röbel ? - . . . )

    1895 Lange Str. 64

        Vz.1900:  in Meckl. kein B. Fleischer notiert

        Vz.1919:  in ROSTOCK: ein Bernhard Fleischer, *21.09.1863 Röbel, o. Berufsangabe; Ehefrau Karoline(a),

                  *26.06.1867 Rostock; Tochter Käte, *08.06.1893 Rostock


Fuhrmann, A.  (*. . . - . . . )

    Dez. 1852 in Rostock

        Inserate in der RZ vom 14.-28.12.1852: (14. und 15.12.1852: „Lichtbilder, vollkommen ähnlich, werden auch

        bei trübem Wetter von 9 bis 3 Uhr angefertigt im geheizten Saale des Herrn Schlepegrell, vor dem Steinthore.“

        (Anm.: damals Restaurant Ecke Alexandrinenstr. u. Lindenstr.)

        21.12.1852: „A. Fuhrmann aus Berlin. Lichtbilder werden täglich von 9 bis 3 Uhr angefertigt bei Herrn

        Schlepegrell, vor dem Steinthore.“ 24.12.1852: A. Fuhrmann aus Berlin empfiehlt sich zur Anfertigung von

        Lichtbildern in allen Größen. Das Atelier ist am 25. December bis 3 Uhr geöffnet, am 26. und 27. bleibt es

        geschlossen.“ 26.12.1852: „... in allen Größen. Das Atelier bleibt am 26. und 27. d. M. geschlossen.“

        28.12.1852: „A. Fuhrmann empfiehlt sich zur Anfertigung von Lichtbildern. Auch empfehle ich eine Auswahl

        von eleganten Rähmen, Medaillons, Brochen, Tuchnadeln u. s. w.     D. O.“

        Anm.: RZ ab Jan. 1853 evt. mit weiteren Inseraten.

        SLT:     Wph., Herkunft: Berlin / Besonderheiten: k. A. / Beruf: k. A. / Station: 1853 Bützow


Garloff, Heinrich 

    1910 Breite Str. 24

        Vz.1900:  4x Heinrich Garloff zur Auswahl, in ROSTOCK: 1. der 1919 notierte, *1851, Tischlermeister; 2. ein

                   Matrose, *26.05.1876 Rostock (eher nicht); in SCHWAAN: 3. ein Arbeitsmann, *28.06.1864 Letschow;

                   4. ein Sohn, *24.12.1890 Schwaan

                   Willhelm Garloff * 15.06.1886 Letschow / Schwaan „Photograph Lehrling“ (Hh. 5, ZsNr. 179),

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Heinrich Garloff, *21.04.1851 (Gebj. 1868 durchgestrichen) Neu-Wiendorf/Schwaan;

                   Ehefrau Sophie, *25.04.1871 Tarnow/Bützow; Tochter Marie Toltzien, *09.06.1895 Teterow


Geist, Fr. (Friederich) (*28.06.1822 Bützow - nach dem 01.12.1900 Bützow?)

    1870-72 Gr. Scharrenstr. 3 / 1873-86 Alexandrinenstr. 64

        Vz.1867:  in BÜTZOW: Geist, Friederich *1822, Hausherr, Malermeister; Ehefrau Caroline *1827 >>>

                   Kinder: Franziska *1853, Clara *1861, Otto *1865;

                   zHh.: Minna Sievert *1851, Dienstmädchen und Carl Prange *1851, Maler-Lehrling

        Vz.1900:  in ROSTOCK: Franziska Braun, verw. Sachs, geb. Geist *01.03.1853 Bützow, Ehemann Ernst Braun

                   25.04.1857 Myslowitz / Schl., Inh. einer Papierhandlung; Tochter Margarethe Sachs *29.06.1879 R.;

                   zweite Tochter v. Friederich Geist als Clara Westphal *27.10.1861 Bützow; interessanter Ehemann

                   Richard Westphal *10.10.1855 Unruhstadt / Posen (auch Karge, Kargowo, heute Kargowa),

                   Kaufmann, Inhaber und Leiter >>> 4 Söhne: Carl Richard, Hans, Otto, Wilhelm;

                   zHh.: Johanna Eggers, Dienstm.  u n d  der Sohn von Fr. Geist: Otto Geist *11.06.1865 Bützow;

                   Ehefrau Hedwig >>> Sohn Otto, Tochter Anneliese; alle 11 Pers. Alexandrinenstr. 64 (siehe oben).

        AB 1900: Alex. 64: R. Westphal, Kaufmann. e / Westphal, R.: „Kaufm., Kohlen-Handlung, Dampfsägerei,

                   Augusten- und Alexandrinenstraßen-Ecke 64. Fernsprecher Nr. 1 (!, Anm.: später Cafe Drude).

                   Anm.: Unklar ist noch der Verbleib von Friederich Geist: In der Whg. Westphal / Geist in Rostock

                          steckt er nicht, auch nicht im Rostocker Sterberegister (1893-1921 gründlich durchgesehen).

                          Möglicherweise lebte er nach dem Tode seiner Frau Caroline am 31.01.1893 lt. Vz. 1900 in

                          zweiter Ehe in Bützow, Gr. Kirchenstr. 152, mit Ehefrau Johanna Geist nebst 4 „Enkelin“nen:

                          Anna Marie, Amelie, Johanna und Mathilde Stamm, alle o. Geburtsjahr, für den Haushaltungs-

                          vorstand „Fridrich Geist“ geschrieben und unterschrieben hat Enkelin Anna Marie Stamm.

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Dorothea Steinbrecher, w. i. Ro., Nicolaikirchhof No. 3, und

                   zeigte an, daß Caroline Luise Lisette Gustave Geist, geb. Passow, 65 Jahre alt, lutherischer Religion,

                   wohnh. zu Ro., Alexandrinenstraße 64, geb. zu Hagenow, Ehefrau des Malermeisters Friedrich Geist

                   zu Rostock, Tochter des Amtmanns Gustav Passow und dessen Ehefrau Franziska, geb. Becker,

                   beide zu Rostock verstorben, zu Rostock am ein und dreißigsten Januar des Jahres tausend acht

                   hundert neunzig und drei Nachmittags um zwölf ein halb Uhr verstorben sei. (StRR 1893/107 im AHR)

        SLT:     Geist, Friedrich Carl Gottlieb (*28.6.1822 Bützow - . . . ), Maler und Photograph in Bützow und

                   Rostock; vor 1851 photographische Ausbildung in Frankfurt/M.; 1870 bis 1873 Atelier in Rostock,

                   Gr. Scharrenstraße 3, 1874 bis mind. 1882 Alexandrinenstraße 64


--Gerds, Heinrich  (*03.07.1834 Niendorf bei Rostock - . . . )

        Vz.1867:  Gerds, Heinrich *1834, „Gehülfe“ (bei Siems, Joachim), led., gleichzeitig in Niendorf abwesend

        Vz.1900:  in ROSTOCK: Gerds, Heinrich *03.07.1834 Niendorf bei Rostock, Restaurateur (also k. Photograph)


--Gertner, Hermann  (*29.07.1877 Rostock - . . . )

        Vz.1900:  Gertner, Hermann *29.07.1877 Rostock, Photograph, Stellung: Gehülfe (Hh. 31, ZsNr. 211), ledig


Goeckel, Heinz

    1936/37-38 Kröpeliner Str. 24-25 / 1939-43 Doberaner Str. 10-12 (1936/37 ein AB, 44-48 k. AB)


--Gögge, Carl  (*12.01.1885 Trent/Rg. - . . . )

        Vz.1900:  Gögge, Carl *12.01.1885 Trent, Bez. Stralsund; Beruf: Photograph, Stellg.: Photographen-Lehrling

                   (Anzeige: „Tograpf Gotograhfm Lehrling“), siehe auch Sewohl, Friedrich


> Götte > siehe Schulz, Hans


Grass, H. 

    1894-98 Hopfenmarkt 14 (1898 „vorm. A. Arnold“)


Grimm, Louise  (* . . . - . . . )

    1849 in Rostock

        SLT:    Herkunft: HH / 49 HRO / k. weit. Ang.

         In Wilhelm Weimar „Die Daguerreotypie in Hamburg, 1839 - 1860“, steht auf S. 41 über L. Grimm folgendes:

         „Grimm, Louise, Porträtmalerin (Miniaturmalerin) / Erste Anzeige: 30. März 1847 /

         Daguerreotyp-Porträts, Herrengraben 36.“


--Grneb, Robert  (*06.02.1880 Eilsleben - . . . )

        Vz.1900:  Grneb, Robert *06.02.1880 Eilsleben, Photograph, Stellung: Gehilfe (Hh. 10, ZsNr. 186), ledig


Günther, Wilh.

    1893 Ulmenstr. 24


Gürschner, Paul

    1896-97 Lange Str. 64

        Vz.XX:  vermutlich nicht aus Meckl.-Schw., Name nicht vertreten


Gürschner, Paul, Nachf.

    1898-99 Lange Str. 64


Hahn, Otto  (*11.02.1877 Doberan - nach Vz. 08.10.1919, Güstrow?)

    1906-12 Hopfenmarkt 4

        Vz.1900:  sofern schon 1900 in Rostock wohnend vermutlich Hahn, Otto *11.02.1877 Doberan, Malergehülfe;

                   2 weitere Otto Hahn in Rostock u. Wmde. wären zu jung (*1893/99, Atelier 1906-12).

        Vz.1919:  In GÜSTROW: Otto Hahn, *11.02.1877 Doberan; Ehefrau Berta, *03.08.1882 Teterow; Kinder:

                   Lotte, *03.11.1907 Rostock; Ilse, 02.10.1909 Rostock; Grete, 27.01.1913 Güstrow

                   Anm.: Es läuft auf den schon nach der Vz.1900 vermuteten Otto Hahn *1877 hinaus. Der Geburtsort

                             Rostock der beiden ersten Töchter passt in den zeitlichen Rahmen seines Ateliers in Rostock.


Harder, Fr. Carl > siehe Strauss & Harder


Hauschild, Erich

    1934-42 Breite Str. 21 / 1943 Breite Str. 27 / 1949/50 Breite Str.2-3 (1933, 44-48 k. AB)


--Heiland, Hugo (*17.06.1884 Güstrow - . . . )

       Vz.1900: Zufallsfund, in Rostock: Hugo Heiland, *17.06.1884 Güstrow, Photographen-Lehrling


Heiland, Wilhelm  (*11.08.1867 Güstrow - . . . )

    1908-12 Krämerstr. 13 / 1913 Neuer Markt 8 / 1914 Glatter Aal 1 / 1915-1.4.16 Neuer Markt 8 /

    1.4.1916-18 Breite Str. 24 (1916 „Porträtmaler und Photograph“, 1919 k. AB)

        Vz.1867:  in GÜSTROW: Schuhmachermeister Wilhelm Heiland *1838; Ehefrau Wihelmine *1839 >>>

                   2 Söhne: Ludwig *1865, Wilhelm *1867

        Vz.1900:  in ROSTOCK: Heiland, Wilhelm *11.8.1867 Güstrow, Porträtmaler, selbständig, Whg. Hopfenmarkt 8

                   (im Hh. 16, Zb. 187); Ehefrau Alice *20.06.1880 Hamburg / St. Pauli; keine Kinder

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Wilhelm und Alice Heiland (Anzeige: Hailand) wie Vz.1900; außerdem als „Stütze“

                   Elisabeth Vick, *20.05.1898 Doberan


Helenkiewicz, W.

    1940-43 Kröpeliner Str. 21 (1944-48 k. AB)


Hesse, J. G. (Julius Gebhardt)  (*21.11.1827 Rostock - 18.02.1902 Rostock)

    1863-72 Poststr. (=Krämerstr.) 15 / „Kaufmann“ 

        Vz.1867:  Hesse, Julius *1827, Kaufmann, Poststr.15, Vorderhaus, pt. + 1. Et.,

                   verh. mit Hesse, Marie *1828, Kinder: Anna *1853, Antonie *1855, Hermann *1858, Adolph *1860,

                   zHh. auch: Fiedler, Anna *1851, Dienstmädchen u. Krohn, Franz *1839, (Chg.?), Buchhalter.

        RZ 29.05.1870: „Ein in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Mädchen wird zu Johannis gesucht.

                                                                                                                      M. Hesse. Poststraße 15.“

        Vz.1900:  Hesse, Julius *21.11.1827 Rostock, „Agent und Zeitungs-Berichterstatter“, verw., wohnt Neuer

                   Markt 20 o. 29 bei der verw. Tochter Anna Tiedemann *17.10.1853 Rostock, „Haushaltungs-Vorstand

                   ohne Erwerb“, wo auch die led. Tochter Antonie *27.11.1855 Rostock, Lehrerin lebt und viertens noch

                   der Sohn von Anna: August Tiedemann * . . .

        AB 1900:   Anna Tiedemann, geb. Hesse, Kaufm.-Wwe. ist noch unter Wokrenter Str. 36 notiert, unter

                   gleicher Adresse auch Hesse, J. G., Kaufm., Bücher-Revisor und Hesse, Antonie, Frl., Lehrerin;

                   Lt. AB 1913 wohnen die Schwestern am Neuen Markt nicht mehr, sondern im Barnsdorfer Weg 28.

        SLT:     Hesse, Gebhardt Constantin Julyus (21.11.1827 Rostock - . . .)

                   Schreibwarenhändler und Photograph, 25.7.1853 Bürger von Rostock,

                   1863 bis 1872 Photoatelier in Rostock, Poststraße 15.

        Anm.:   Nach den Initialen „J. G.“ im AB wurden die Vornamen Julius Gebhardt (Vz.+SLT.) oben eingesetzt.

                   Julius Hesse erinnert mit den wechselnden Professionen etwas an Hans Lindemann / Wmde.

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Dorothea Kröger, wohnhaft in Rostock, Aalstecherstraße No. 6,

                   und zeigte an, daß der Kaufmann Gebhardt Constantin Julius Hesse (Anm.: Julius unterstrichen),

                   74 Jahre alt, lutherischer Religion, wohnhaft in Rostock, Patriotischerweg No. 112, geb. zu Rostock,

                   Wittwer der zu Rostock verstorbenen Marie, geb. Steffen, Sohn des Zimmermeisters Anton Hesse und

                   dessen Ehefrau Lisette, geb. Bauer, beide zu Rostock verstorben, zu Rostock am achtzehnten Februar

                   des Jahres tausend neunhundert zwei Nachmittags um sechseinhalb Uhr verstorben sei. (StRR / AHR)


Hille, Rudolf

    1949/50 Inh. von Eggers, Carl, Blutstr. 24 (1944-48 k. AB)


Hoell, R. (Rudolph)  (* . . . - . . . )

    Aug. 1855 - Jan. 1856 ..., AB: 1856 Poststr. 15 (1857 k. AB)

        Vz.1867:  kein Eintrag

        SLT:     Hoell, Rudolph ( . . . - . . . ), (Herkunft: Stettin), Porträtmaler und Photograph, Dezember 1850 in

                   Woldegk, Oktober bis Dezember 1854 und März 1855 in Güstrow, November 1855 bis Januar in

                   Rostock ansässig, 1857 in Güstrow, Bützow, Teterow, Malchin und Waren, 1857 bis 1860 in Parchim

                   ansässig, 1859 in Crivitz und Sternberg; `Parchimer Zeitung`, 7.6.1859: Bericht über den Bau eines

                   Flugapparates, „ ... gefahrlos und zuverlässig ...“, der von Hoell auch zum Kauf angeboten wird.

        RZ, August und September 1855 mehrfach gleiche Inserate von R. Hoell: „Photographien (Lichtbilder jeder

                   Art), auf Wunsch im natürlichen Colorit, werden täglich angefertigt von R. Hoell, nahe der Post.“

                   Anm.: Mit „nahe der Post“, 1855 und Poststr. 15, 1856 dürfte dasselbe Atelier gemeint sein.


Hoell´s, R. Nachf.

    1858-62 Poststr. 15 (1860 mit Zusatz ´J. C. Siems´, siehe auch Siems, 1857 u. 59 k. AB)


Hornemann, C. (Carl)  (*25.07.1807 Wismar - nach dem 03.12.1867)

        Anm.:   Das bei Sandra Schwede vermerkte Photographen-Duo „C. Hornemann & Sohn“ trifft sich bei der Vz.

                   1867 erfreulicherweise wieder: Im Haushalt des „Photographen“ George Hornemann in Rostock ist

                   der „Vater“ Carl Hornemann *1808 als „Gast aus Stavenhagen“ eingetragen. 48 Jahre früher (bei der

                   Vz. 1819) ist in Rostock derselbe „Carl Hornemann *1807 July 25 in Wismar“ als eines von 3 Kindern

                   im Hh. von „Joh. Ludw. Hornemann *1778 März 25 in Zurow, Mahler, 13 Jahr hier“ deutlich lesbar.

                   George H. hat sich wohl demnach 1867 beim Ausfüllen des Fragebogens mit 1808 um ein Jahr vertan.

                   Vermutlich wurde von ihm das Geburtsjahr des Vaters mit dem Umzugsjahr des Großvaters von

                   Wismar nach Rostock (1808?) verwechselt: Onkel Heinrich H. und Vater Carl H. sind 1805 / 07 noch

                   in Wismar geboren. Carl Hornemanns Vater Johann Ludwig H. ist 1812 im allerersten Adressbuch

                   Rostocks wohl identisch mit dem einzigen „Hornemann“, „Portrait-Maler, Steinstraße 13“ (13=Flb.Nr.,

                   nach Tarnow auf der Ostseite der Steinstr., Höhe Johannisstr.). Im Kulturhist. Museum hängen drei

                   Rostock-Motive von Joh. Ludw. Hornemann aus den Jahren 1816 - 1819 und dem Sohn Carl wird der

                   Blick auf den Chor der Johanniskirche, die erst 1832 abgerissen wurde, nicht ganz fremd gewesen sein.

                      Die Hornemann-Ahnenreihe, soweit ersichtlich aus den Volkszählungen 1819, 1867 und 1900:

                   Erstens: Johann Ludwig Hornemann *25.03.1778 Zurow bei Wismar (Pastorensohn?), Maler;

                      Ehefrau Christina *16.09.1789 Rostock >>> 3 Kinder:

                      Heinrich *25.07.1805 Wismar, Carl *25.07.1807 Wismar, Wilh(elmine) *Nov. 1811 Rostock.

                   Zweitens: Carl Hornemann *25.07.1807 Wismar und Frau Marianne H. *1805 >>>

                      Sohn: George *16.01.1837 in Stavenhagen.

                   Drittens: George H. und Frau Marie *1843 >>> Sohn: Sohn Georg *1864 (in Vz.00 nicht zu finden).

        Vz.1819:  Der „Mahler“ Joh. Ludw. Hornemann *25.03.1778 Zurow bei Wismar und „dessen Frau“ Christina

                   *16.09.1789 Rostock: >>> 3 Kinder: Heinrich *25.07.1805 Wismar (hoppla, Mutter erst 15),

                   Carl *25.07.1807 Wismar (Anm.: beide *25.07.) und Tochter Wilh.(elmine) *Nov. 1811 Rostock.

                   Familie seit „13 Jahr hier“ (in Rostock, vielleicht ist 13 etwas zuviel: 1807 + 13 wäre schon 1820).

        SLT:     Hornemann, C. ( . . . - . . . ), Maler und Photograph, 1856 bis 1860 als wandernder

                   Photograph „C. Hornemann & Sohn“ durch Mecklenburg gezogen (1856 Teterow, 1856 und 1857

                   Malchin, 1857 Ribnitz, 1857 und 1859 Stavenhagen, 1858 Röbel und Bützow, 1860 Grevesmühlen

                   und Klütz); mind. von 1860 bis 1862 in Stavenhagen als Photograph ansässig.   (und in Tabelle:)

                   Herk.: Stavenhagen, Rostock / Besonderheiten: ab 1856 Kollodium auf „Papier, Glas und Leinewand“.

        Anm.:   Nach Auskunft des Standesamtes Stavenhagen ist dort kein Sterbeeintrag für Carl H. zu finden . . . ?

Hornemann, George (Heinr. Werner) (*06.01. oder 16.01.1837 Stavenhagen - nach dem 01.12.1900)

                   (09.07.1863 im Bürgerbuch eingetragen als Photograph) 1864 - Ostern 1867 Hopfenmarkt 13 /

                   Ostern 1867-94 Blücherstr. 13 / 1895 St. Georgstr. 54

        Vz.1867:  (als DATEI) Hornemann, George *1837, Photograph, Blücherstr. 13, Vorderhaus 1. Et.; 

                   Ehefrau Marie *1843 >>> Sohn Georg *1864; zHh.: Rickloff, Louise *1849, Köchin.

                   (als SCHRIFTBILD) Ideales Datum der 1867er Volkszählung: vermerkt sind im Hh. Ehefrau u. Sohn

                   von George und als „Gast in der Familie“ Vater Carl H. *1808 u. Mutter Marianne *1805 aus

                   Stavenhagen nebst Schwägerin Florine Deilais *1853 aus Paris / Frankr. und Köchin Louise Rickloht.

        Vz.1900:  In ROSTOCK: „Hornemann, Georg_ (!) *06.01.1837 Stavenhagen, Photograph“; Photograph ist

                   durchgestrichen und mit anderer Handschrift „Rentier“ vermerkt, auf anderem Blatt: St. Georgstr. 54,

                   mit Ehefrau Marie. Sohn Georg *1864 (Vz.1867) nicht zu finden.

        Anm.:   Im Rostocker Bürgerbuch 1851 - 1870 wurde am 09.07.1863 der „Photograph“

                   Hornemann, Georg Heinrich Werner eingetragen; StRR und StRW 1900 bis 1930 ohne Eintrag . . .

        SLT:     Hornemann, George Heinrich Werner (16.1.1837 Stavenhagen - . . . ) Photograph in Rostock;

                   Porträts und Landschaften; 1864 bis 1866 Hopfenmarkt 13, 1867 bis 1894 Blücherstraße 13,

                   1895 St. Georgstraße 54.

        Schubert: Bürgerbucheintrag Juli 1863, Hornemann, Georg Heinrich Werner, *06.01.1837 Stavenhagen


Hoth, Hermann

    1909 Breite Str. 24

        Vz.1900:  evt. verwandt? mit Hoth, Max *18.02.1855 Rostock, Privatier (Anm.: Besitzer Hotel „Rostocker Hof“)


Hüttemüller, Otto

    1910 Wokrenter Str. 35


Jahncke, J. C. (2 Kandidaten)

    1866-68 Burgwall 11

        Vz.1867:  Jahncke, Johann *1830,  Glasermeister, Burgwall 22, Vorderhaus pt.,

                   verh. mit Jahncke, Henriette *1836, z.Hh. auch Stübe, Wilhelm *1853, Glaserlehrling

                   oder:

                   Jahncke, J. C. Theodor *1812, Glasermeister, Kuhstr. 27, Vorderhaus pt.,

                   verh. mit Jahncke, Friederike, geb. Hartmann *1812, Kinder: Friedr. Franz *1842, Glaser-Gehülfe,

                   Emil *1848, Matrose, Navigationsschüler; in Quartier Hossmann, Friedrich *1838, Hornist b. Regiment.

        SLT:     Jahncke, Johann Christian Theodor (9.7.1830 Rostock - . . . )

                   Glasermeister und Photograph, 31.8.1857 als Glasermeister Bürger von Rostock geworden, 1866 bis

                   1868 im Adressbuch der Stadt Rostock als Betreiber eines photographischen Ateliers aufgeführt.

                   Anm.:  Der in SLT genannte erscheint wie eine Zusammenfassung aus

                         Geburtsjahr des 1. Jahncke in der Vz.1867 und Vornamen des dortigen 2. Jahncke.


Jahns, W.

    1887 Patriotischer Weg 3


Jahns, Wilhelm  (*10.05.1844 Obernjesa / Hildesheim - 03.01.1922 Rostock)

    1912-13 Burgwall 1

        Vz.1900:  In GÜSTROW (Rostockerstr. No. 1): Jahns, Wilhelm *10.05.1844 Obernjesa / Hildesheim,

                   „Photograph, selbstständig“; Ehefrau Emmy geb. Schröder *15.12.1857 Rostock >>> 3 Kinder:

                   Otto *15.06.1883 Alsleben / Sachsen; Karl *22.10.1894 Giebichenstein / Sachsen; Margarethe *...

                   Anm.:  Es ist zu vermuten, dass es sich bei „Jahns, W.“ um denselben

                         umzugsfreudigen Wilhelm handelt.

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Johanna Grau, wohnhaft in Rostock, Pümperstraße No. 7,

                   und zeigte an, daß der Photograph Heinrich Friedrich Wilhelm Jans, 77 Jahre alt, wohnhaft in Rostock,

                   Pümperstraße No. 18, geboren zu Obernjesa, Ehemann der Emmi, geb. Schröder in Rostock,

                   zu Rostock am dritten Januar des Jahres tausend neunhundert zwanzig und zwei nachmittags um

                   sechs einhalb Uhr verstorben sei. (StRR 1922/13 im AHR) (Anm.: Heinrich unterstrichen)


Jenssen & Bergener

    1854 in Rostock

        SLT:     Herk.: k.A. / Besonderheiten: Daguerreotypien / Station: 54 HRO


Jenß(ss)en, F.

    Nur ein Foto (ca.24x30) vom Aug. 1925 als Beleg, rs. Stempel: „F. Jenßen, Rostock, Fr. Reuterstr. 37“


Kappel, Erich

    1932 Breite Str. 21 (1933 k. AB)


Karsten, H.  ( . . . - . . . )

    1848 - 1851 in Rostock, 1848 in Warnemünde

        SLT:      Herk. unbek. / Stationen: 1848 - 1851 HRO, 1849 Gnoien / k. weiteren Angaben

        AB 1812:  insges. 7x Karsten o. Vornamen: 1 Prof. der . . . / 1 Dr. Jur., Senator / 2 Bäcker /

                     1 Maler, Möncherstraße 1270 / 1 Schneider, Möncherstraße 1271 / 1 Friseur.

        AB 1836:  unter „Maler“ die Einträge „Karsten, Maler, Breitestraße 468“ und

                     „Karsten, Wittwe, beim Mönchenthore 1270“, Vornamen keine dabei.

        Vz.1819:    landesweit 3x Karsten, H.: in Röbel K., Heinrich *01.02.1813 Röbel / bei Lübz K., Heinrich *1811

                    in Rutenbeck / in Rostock K., Heinrich *29.09.1815 Rostock (4. Sohn eines Bäckers). Dieser

                    Bäckersohn Heinrich K. ist 1819 in Rostock der einzige, auf den das „H.“ passt.

                    Anm.: Vermutlich ist aus dem 1815 geb. Bäckersohn nicht der 1836er Maler geworden (zu jung?

                          mit 21), wobei die Maler als Berufsgruppe (Porträt o. Dekoration?) trotz einer gewissen Häufung

                          natürlich nicht automatisch die einzigen Kandidaten für eine Entwicklung zum Photographen sind.

                          Fazit: Datenlage nicht ganz hoffnungslos, aber noch viel zu vage bei Karsten, H. *1815 Ro.


Keilmann, Egon

    1932-49/50 Eschenstr. 2

        Anm.:   von Keilmann stammt eine der 3 bekannten Aufnahmen vom Mai 1933 zu Schandpfahl und

                    Bücherverbrennung in Rostock.  


Kinder, H.

    1878-84 Poststr. (=Krämerstr.) 13

        Vz.1900:  In GOLDBERG: Kinder, Wilhelm *24.05.1853 Colbatz, Greifenhagen / Pommern, Photograph,

                   Inhaber; Ehefrau Sophie, geb. Köpcke >>>

                   3 Kinder: Tochter Fritze, Otto *20.04.1889 Goldberg, Marie

                   Anm.:  Kinder, Wilhelm steht sicher in familiärer Beziehung zu Kinder, H. in Rostock:

                         2 etwas unterschiedlich aufgemachte Fotos mit gleichem Schriftzug sprechen dafür.


Klaunig, O.

    1888-89 Gr. Mönchenstr. 9

        Vz.xx:   In keiner der Mecklenburg-Schwerinschen Volkszählungen auch nur der Nachnahme zu finden.


Kleesath, (Joachim) (*1811 - 09.08.1874)

    1856-67 im anat. Museum am Blücherplatz

        Vz.1867:  Kleesath, Joachim *1811, Hausverwalter, Whg.: Blücherplatz, Das geologisch-zoologische Museum,

                   pt., verw., z.Hh.: Kröger, Minna *1842, Dienstmädchen

        SLT:     Kleesath, Joachim (* . . . - 9.8.1874), 1856 bis 1867 Photograph im Anatomischen Museum am

                   Blücherplatz, dort auch Aufseher und Verwalter des Museums und Diener im chem. Laboratorium.

                   Anm.:  evenntuell aus der Stavenhagener Gegend (1819 Briggow: ein Johann, 9 Jahr) stammend.

                         Die Angabe Vz.1867: Joachim *1811 steht nur in einer Dateiversion der Vz., online nicht zu finden.


Kleffel, Ludwig Louis Gustav (*13.07.1807 Goldberg - 29.09.1885 Rostock)

        SLT:     Kaufmann, Photograph, Phototheoretiker und Händler mit photogr. Zubehör in Goldberg;

                   1848/49 Mitglied der meckl. Abgeordnetenkammer; 1857 Eröffnung eines Photoateliers in Goldberg;

                   1858 Gründung der Firma „L. G. Kleffel“ für Photozubehör; 1859 erscheint die erste Auflage des

                   „Handbuches der Praktischen Photographie“, 1860 Übersetzung ins Französiche, 1862 die vierte dt.

                   Auflage, 1863 die fünfte, 1867 die sechste, 1873 die siebente und 1879 die achte Auflage; mind. seit

                   1860 ‚Photogr. Lehrinstitut‘ in Goldberg mit theoretischem und vor allem praktischen Unterricht;

                   1867 Übersiedlung nach Berlin, dort Fortführung der Firma „L. G. Kleffel & Sohn“; 1868 Sitz in Jury

                   der Preisverleihung der Hamburger Photoausstellung; Mitglied im Vorstand des „Photographischen

                   Vereins zu Berlin“ und Redakteur der Vereinszeitung ‚Licht‘; nach gesundheitlichen Problemen

                   Alterssitz in Rostock.


Klodt, Hartwig  (*23.10.1827 Klütz - 17.12.1872 Rostock)

    1860 - 1863 Gr. Wasserstr. 8 / 1864 - 1872 Burgwall 14

        Vz.1867:  Klodt, Hartwig *1827, ledig, Photograph Prinzipal

        SLT:     Klodt, Joachim Hartwig Friedrich (*23.10.1827 Klütz -17.12.1872 Rostock), Ausbildung zum

                   Photographen in Berlin, Weiterbildung in London, Paris, Wien und Berlin, Spezialisierung auf

                   Stadtansichten und Kunstreproduktionen, 1858 Konzesssionsantrag in Rostock, 1860 bis 1863

                   Atelier in Großer Wasserstraße 8, 1864 bis 1872 Atelier in Burgwall 14; Tod durch Nierenkrankheit,

                   typisch für Photographen.

        RZ 02.06.1870: zur Sitzg. des 1. Quartiers: „... Der Photograf Klodt wünscht am dritten Stock seines Hauses

                   am Burgwall einen Balcon anzulegen und wird eine bezügliche Zeichnung vorgelegt. Es wird der Antrag

                   auf Vorschlag E. E. Raths genehmigt, jedoch auf beliebigen Widerruf.“

                   Anm.: Gemeint ist ein Balkon am Burgwall 14, der 2012 noch (und gut restauriert) vorhanden ist.

                          Klodt lebte nicht mehr lange: Lt. Kirchenbuch-Kopie der Marien-Gemeinde (im AHR) wird

                          Hartwig Klodt, 42 Jahre alt, am 21.12.1872 beerdigt, also 4 Tage nach seinem Tod.

         Hilfegesuch v. Hartwig Klodt „an E. E. Rath ... wider das löbliche Polizeiamt“, 10.12.1858 (in 1.1.3.20./627, AHR),

         lesenswerter Text eines selbstbewussten und kämpferischen Mannes; Unterstreichungen aus Original übernommen).

         „Damnum in mora! (A: Schaden durch Verzug), Rekurs (A: ca. Hilfeersuchen) des Photographen H. Klodt aus Klütz, zur

         Zeit hieselbst Recurrenten (A: Hilfesuchender) wider das löbliche Polizeiamt hieselbst, Mit Anlagen 1-3., Rekursen soto

         (A: bezahlt), Gestattung des Aufenthalts. An E. E. Rath hieselbst.“

            „Nachdem ich in Berlin die Kunst des Photographirens erlernt, und mich auf meinen Reisen in den größten Städten

         Europa‘s, namentlich in London, Paris und Wien darin so weit ausgebildet, daß ich ohne Scheu mich den besten Künstlern

         dieser Gattung zur Seite stellen kann, kam ich, versehen mit einem Reisepasse des hohen Großherzoglichen Ministerii

         des Innern zu Schwerin hier an, um am hiesigen Orte meine Kunst auszuüben.

            Ich ahnte nicht, und konnte nicht ahnen, daß der Ausführung dieser Absicht irgendwie Schwirigkeiten in den Weg ge-

         legt würden, da bisher Photographen, sowohl Inländern als Ausländern Jahre lang die Ausübung ihrer Kunst am hiesigen

         Orte gestattet worden. Nichts desto weniger wurde mir vom löblichen Polizeiamte, auf meine mündlich vorgetragene

         Bitte, zurückgegeben, daß mir der Aufenthalt hier, zwecks Ausübung meiner Kunst, nicht gestattet werden könne, ja es

         wurde mir sogar in einer Privatunterredung mit dem Herrn Polizeidirector die mündliche Weisung (A: ... erteilt), daß ich

         binnen drei bis vier Tagen bei Vermeidung ‚anderer Maßregeln‘ die Stadt verlassen solle, und wurde von demselben

         meinem am hiesigen Orte wohnenden Schwager auf dessen Entgegnung, daß mir doch gestattet sein müsse, mich bei

         ihm zum Besuche aufzuhalten, erwiedert: ‚wir hätten uns ja nun lange genug gesehen und gesprochen‘.

            Als Grund des abschlägigen Bescheides führte der Herr Polizeidirector an: daß mehrere hiesige Bürger sich mit Aus-

         übung der Photographie beschäftigten, denen namentlich zur Weihnachtszeit keine Concurrenz bereitet werden solle. Auf

         mein schriftlich noch einmal wiederholtes Gesuch, daß mir wenigstens zu meiner weiteren Ausbildung in der Photographie,

         als dem in meinem Reisepasse angegebenen Zwecke, der Aufenthalt hier gestattet werden möge, wurde mir in einem am

         9ten dieses Monats abgehaltenen Polizeitermine zu Protokoll die Weisung (A: ... gegeben), daß ich bei Vermeidung

         anderer Maßregeln die Stadt binnen acht Tagen zu verlassen habe. Bei diesem Verfahren des löblichen Polizeiamtes kann

         ich mich nicht beruhigen, habe auch sofort in termino erklärt: daß ich dagegen Rekurs an E. E. Rath ergreifen würde,

         welches hiemittelst geschieht, indem ich zur Begründung desselben Nachstehendes auszuführen mir erlaube.

            In allen Ländern, auch hier in Rostock, ist das Photographiren bisher als eine freie Kunst betrachtet, deren Ausübung

         durch keinen Zunftzwang beschränkt worden. Mag es nun auch gerechtfertigt erscheinen, wenn städtische Bürger, welche

         sich ausschließlich mit Ausübung einer freien Kunst beschäftigen, im Intresse der Commune vor Concurrenz durch

         Auswärtige so viel wie möglich geschützt werden, so ist doch zu bezweifeln, ob es im Intresse der Commune liegt, zu

         Gunsten Einzelner, die noch dazu die Betreibung dieser Kunst als Nebenerwerb betrachten, das Publikum, namentlich das

         gebildete Publikum, zu veranlassen, dasjenige auswärts zu suchen, was sie am hiesigen Orte nicht finden können, und so

         das Geld dem Verkehr der Stadt zu entziehen, von dem Nachtheile, welcher Kunst und Wissenschaft aus einem solchen

         Verfahren erwächst, gänzlich zu geschweigen.

            Ein Blick auf die von hiesigen Bürgern, welche die Photographie ausüben, in ihren Schaukästen ausgehängten Bilder

         genügt, um zu ersehen, was von denselben in der Photographie geleistet wird; was ich in derselben leiste wolle E. E. Rath

         aus denjenigen Bildern, welche ich sub Nrs 1 bis 3 hier anzulegen mir erlaube, hochgeneigtest ersehen und darnach

         ermessen, ob ich den hiesigen Bürgern in ihrem Wirkungskreise Concurrenz mache; ich darf nur auf das gebildetere

         Publikum hoffen, welches die künstlerische Ausführung eines Bildes zu würdigen weiß, und sich ohnehin von den hiesigen

         Photographen schwerlich Bilder machen läßt, wogegen ich gerne auf dasjenige Publikum verzichte, welches mit jeder

         Photographie, wenn es nur ein Bild ist, sich zufrieden giebt. Nach Ausweis der angeschlossenen, von mir verfertigten

         Bilder, führe ich dieselben nicht nur in schwarz, sondern auch in Aquarell gemalt, aus, fertige auch Photographien, wie

         das sub No. 3 anliegende noch unvollendete Porträt ergiebt, auf Elfenbein, welches Letztere meines Wissens, außer in

         Wien, nirgends in Deutschland, also auch nicht in Rostock, geschieht; auch retouchire ich die Photographien in Oelfarben.

            Ferner beabsichtige ich, mich hauptsächlich hier mit Aufnahme von Ansichten hiesiger Stadt und Umgegend, sowie mit

         dem Photographiren von Oelgemälden, Kupfer- und Stahlstichen zu beschäftigen, wozu ich durch den Besitz der besten

         und werthvollsten Maschinen im Stande bin. In diesem Genre darf keiner der hiesigen Bürger meine Concurrenz fürchten,

         weil dieselben hierin meines Wissens bisher Nichts geleistet haben. Es scheint mir im Uebrigen eine Inkonsequenz darin

         zu liegen, daß mir der Aufenthalt hier untersagt wird, während anderen fremden Photographen die Ausübung ihrer Kunst

         am hiesigen Orte gestattet ist, die laut öffentlicher Anzeige nicht einmal im Stande sind, alle Aufträge auszuführen.

            Was im Uebrigen die für die  Weihnachtszeit  den hiesigen Bürgern von mir eventualiter zu machende Concurrenz

         betrifft, so erlaube ich mir die gehorsamste Bemerkung, daß ich darauf verzichten will, vor Weihnacht meine Kunst hier

         in der Weise auszuüben, daß dadurch am hiesigen Orte irgend Jemanden Etwas entzogen wird; einestheils bin ich mit

         einem zur Aufnahme von Photographien nöthigen Glashause noch nicht versehen, anderntheils aber bin ich mit Aufträgen

         zur Copirung und weiterer Ausführung von Bildern von Berlin aus, wo ich mich zuletzt aufgehalten habe, überhäuft, daß

         ich nicht einmal im Stande bin, hiesige Aufträge auszuführen.

            Ehrerbietigst gehorsamst bitte ich, E. E. Rath wolle geneigen, dem löblichen Polizeiamte aufzugeben, mir den Aufent-

         halt am hiesigen Orte zur Ausübung meiner Kunst, wenn auch Letzteres erst nach Weihnacht dieses Jahres, zu gestatten.

         Sollte wider Erwarten dieser meiner ehrerbietigst gehorsamsten Bitte nicht deferirt (A: Statt gegeben) werden können, so

         darf ich doch auf Gewährung meiner ferneren ehrerbietigst gehorsamsten Bitte: E. E. Rath wolle geneigen, dem löblichen

         Polizeiamte aufzugeben, mir zu meiner weiteren Ausbildung den Aufenthalt in hiesiger Stadt zu gestatten, hoffen.

            Wie vorstehend von mir vorgetragen, bin ich mit Aufträgen zur Copirung und weiterer Ausführung von Bildern von Ber-

         lin aus reichlich versehen, und eben durch die Praxis ist eine genügende Ausbildung in dieser Kunst zu erreichen. Ueber-

         dies ist die Photographie eine Kunst, welche noch in der Wiege liegt, und fast täglich durch neue Erfindungen vervoll-

         kommnet wird. Ich beabsichtige, es zur höchst möglichen Vollkommenheit in dieser Kunst zu bringen, wozu mir meine

         Verbindungen mit den bedeutendsten Photographen Europa‘s und deren Mittheilungen über alles Neue in dieser Kunst die

         Mittel geben, muß aber, um das Praktische dieser neuen Erfindungen prüfen und beurtheilen zu können, Aufenthalt in

         einer Stadt haben, wo Intelligenz und Bildung herscht, und wo mir Gelegenheit (A: ... gegeben) wird, mit Sachkennern

         Rücksprache zu halten.

            Ueber meine Heimathsverhältnisse habe ich dem löblichen Polizeiamte, bei welchem auch mein Reisepaß deponirt ist,

         genügende Auskunft gegeben, und bemerke, daß mir die Mittel zu meiner Subsistenz (A: Lebensunterhalt) am hiesigen

         Orte, so weit ich diese nicht selbst besitze, von meinem Schwager, dem Copiist Grapentien hieselbst, gewährt werden.

         (Vgl. Vz.1867: Grapentien, Heinrich *1823, inzwischen Notar; Klodt‘s Schwester Doris *1825; >>> 4 Kinder, *1852-64).

            In keiner Stadt Europa‘s, wo ich mich zu meiner Ausbildung aufzuhalten beabsichtigte, ist mir der Aufenthalt untersagt

         worden, ich fürchte also nicht, daß in meinem eigenen Vaterlande, in einer Stadt wie Rostock, wo Kunst u. Wissenschaft

         in hoher Blüthe steht, ein Machtspruch der Polizei, welcher mir den Aufenthalt verbietet, durch Beschluß eines E. E.

         Rathes sanctionirt werden wird. Wie soll in einem Lande Kunst und Wissenschaft gedeihen, wenn einem fortstrebenden

         unbescholtenen Manne allenthalben von Polizei wegen ein Hemmschuh angelegt wird. Ein Land, in dem solches Verfahren

         der Polizei durch die höheren Behörden sanctionirt wird, wird und muß in den Zustand der Rohheit und Ungebildetheit

         zurück versinken.

            Indem ich schließlich mir noch die ehrerbietigst gehorsamste Bitte erlaube: E. E. Rath wolle geneigen, mittelst

         beschleunigter Verfügung dem löblichen Polizeiamte hieselbst die Einstellung der mir angedrohten ‚anderen

         Maßregeln‘ aufzugeben und ferner um hochgeneigte Retradition (A: Rückgabe) der angeschlossenen Bilder bitte,

         verharre ich in vollkommenster Hochachtung als E. E. Rathes ganz gehorsamster H. Klodt.

         Rostock, d. 10ten Dec. 1858.“    (Anm.: ein vollendeter Spagat zwischen äußerster Höflichkeit und scharfer Forderung)


Kloerss, Friedrich  (*18.02.1879 Rostock - 1936 oder später)

    1905-12 Doberaner Str. 158, 1913-18 Haedgestr. 2 / 1920-34 Friedrichstr.34 / 1935 August-Brackmannstr. 5 /

    1936/37 August-Brackmannstr. (=Friedrichstr.) 34

        Vz.1919: In ROSTOCK: Friedrich Kloerss, *18.02.1879 Rostock; Ehefrau Henny Kloerss, *14.09.1882 Rostock;

                      ihr Vater Hermann Lange, *10.01.1851 Rostock


Kluth, Fritz  (*12.09.1822 Dargun - . . . )

    Okt. 1858 als Wanderphotograph in Rostock; AB: 1861 Gr. Mönchenstr. 27, 1862 Burgwall 15

        SLT:     Kluth, Friedrich (Fritz) Heinrich Christoph (*12.09.1822 Dargun - . . . ), 1845 in Schwerin Mitglied

                   des Großh. Hoftheaters als Tenor; Operation an Halsdrüsen, daher Hinwendung zur Porträtmalerei

                   und Photographie; 1855 Kammersänger des Fürsten von Hohenzollern-Hechingen in Löwenberg und

                   Photograph; 18.12.1857 Eröffnung eines Photoateliers inSchwerin, Apothekerstr. 511, dieses bis

                   1860 betrieben; 31.3.1858 Bürgerbrief als Photograph in Schwerin;

                   Oktober 1858 als Wanderphotograph in Rostock; 1861 bis 1863 Photoatelier in Rostock;

                   danach vermutlich nach Wien (als Sänger?)

        Vz.1867:  nicht zu finden in Meckl.-Schw.: sicher im Zusammenhang mit einer „angetragenen Stelle bei Wien“:

         Gemeinsamer Antrag von Fritz Kluth und Nicolaus Nissen wg. Aufenthaltserlaubnis für Nissen, 07.10.1862:

         „Damnum in mora (A.: Schaden durch Verzug), Dringlicher Vortrag und Bitte des Photographen Fritz Kluth zu Rostock,

         und des Hofphotographen Nissen aus Potsdam wegen Ertheilung des Aufenthaltsconsenses für Letzteren, an E. E. Rath

         hieselbst.

            Zwischen den unterzeichneten Hofphotographen Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Carl von Preussen,

         Nicolaus Nissen aus Potsdam, und der Ehefrau des unterzeichneten Photographen Fritz Kluth hieselbst, ist heute eine

         Uebereinkunft getroffen, wonach der Erstere das von Letzterem bisher verwaltete photographische Geschäft in vollem

         Betriebe käuflich übernehmen würde, wenn ihm die Fortführung desselben in bisheriger Weise am hiesigen Orte gestat-

         tet würde. Der unterzeichnete p Nissen beabsichtigt demnächst die Erwerbung des hiesigen Bürgerrechts, und die

         Naturalisation als mecklenburgischer Unterthan zu beantragen, und ist im Stande, ein ausreichendes eigenes Vermögen

         nachzuweisen, welches voraussichtlich der Gewährung dieser Anträge das Wort reden dürfte.

            Dem unterzeichneten p Kluth ist dringend daran gelegen, das Geschäft, da er die ihm angetragene Stelle bei Wien

         ehebaldigst antreten möchte, baldmöglichst einem zahlungsfähigen Nachfolger zu übergeben, und ist es daher unser

         beider Wunsch, daß dem Käufer in gleicher Weise, wie bisher dem unterzeichneten p Kluth, einstweilen der Aufenthalt

         hieselbst gestattet, und Concession zum Fortbetrieb des Geschäfts ertheilt werde.

            Derselbe würde selbstverständlich einen Heimathsschein von der Behörde zu Potsdam beibringen, nach welchem er

         dort jeder Zeit, so lange er nicht, diesseits naturalisirt und recipirt ist, wieder Aufnahme fände, und richten wir an E. E.

         Rath die dringende Bitte derselbe wolle dem unterzeichneten Hofphotographen N. Nissen, gegen einen von ihm beizu-

         bringenden Revers seiner Heimathsbehörde, vorläufig auf 1 Jahr gestatten, am hiesigen Orte seinen Aufenthalt zu neh-

         men, und nach käuflicher Uebernahme des gedachten photographischen Geschäfts in den Betrieb desselben einzutreten.

            Um thunlichst beschleunigte Verfügung bittend beharren wir  E. E. Raths  gehorsamste  N. Nissen.  Fritz Kluth.

         Rostock, den 7. October 1862“       (in 1.1.3.20./627 im AHR)


Koch, Gerhard  (*06.12.1915 - 01.10.2007 Rostock, Lokalpresse)

    . . .  „FOTO-KOCH“, Kröpeliner Str. 25 (ex Hopfenmarkt 10)


Koch, Hermann (*27.02.1833 Schwaberow bei Wittenburg - nach dem 01.12.1900)

        Anm.:   1861-1929 Blutstr. 26 (=Kröp. Str. 96), „Buch- und Kunsthandlung Hermann Koch“ (u. Verlag) in

                   Familienbesitz. Hermann Koch oder Söhne sind zwar nicht als Berufsfotografen wie die anderen hier

                   vermerkt, verdienen aber Anerkennung als Verleger einer großen Zahl von Rostocker Ansichtskarten

                   und Fotos um 1900. Erwähnenswert ist insbesondere die großformatige 1898er Rundsicht vom Turm

                   der Marienkirche mit bestechender Auflösung; Fotos mit gleichnamigen Prägestempel um 1900, die

                   jedoch teils (?) von Friedrich Miede waren

        Vz.1867:  Haush.Vorstand der Firmengründer Koch, Hermann *1833, Frau K., Albertine *1830 >>>

                   4 Söhne: Hermann *1861, Wilhelm *1863, Richard *1865, Ulrich *1866, ...,

                   auch eine Koch, Sophie *1791 mit dem Vermerk: „empfängt das Gnadenbrot“, insges. 13 Pers.

        Vz.1900:  Koch, Hermann *27.02.1833 Schwaberow bei Wittenburg, verw., „Senator der Stadt Rostock“.

                   AB 1900: Blutstr. 26: R. Koch (Anm.: also Richard K.), Buchhändler, Eigentümer des Hauses,

                   „Hermann Koch‘s Buchhandlung“


Köppe, Ernst

     1897 Hopfenmarkt 14


--Kosinski, Hugo  (*ca.1893 Preylowen / Allenstein, Ostpr. - 28.01.1926 Rostock)

        StRR:   . . . das hiesige Krankenhaus zeigte an, daß der Photograph Hugo Eduard Kosinski, 32 Jahr alt,

                   wohnhaft in Rostock, Luisenstraße 9, geboren zu Preylowen, Kreis Allenstein, ledigen Standes,

                   zu Rostock, im Krankenhause am acht und zwanzigsten Januar des Jahres tausend neun hundert

                   zwanzig und sechs nachmittags um elf Uhr verstorben sei. (StRR 1926/104 im AHR)

                   Anm.:  Zufallsfund im Sterbereg., ein mir völlig unbekannter Name, wahrscheinlich Gehilfe gewesen.


Kotelmann, Dr. Paul  (*16.08.1878 Altentreptow - 15.10.1926 Rostock)

        Vz.1919:  Paul Kotelmann, *16.08.1878 Treptow; Ehefrau Grete, *17.09.1883 Treptow;

                   Liesbeth Winter, *03.04.1898 als Hausmädchen und Oskar Kleybölker als „Zimmerabmieter“

        Vz.1900:  Kotelmann, Paul *16.08.1878 Treptow an der Tollense (ab 1939 =Altentreptow), Pharmazeut, led.,

                   ein Paul Kotelmann in Ulmenstr. 26 „in Pension“.

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Johanna Grau, wohnhaft in Rostock, Pümperstraße 7, und

                   zeigte an, daß der Apotheker Dr. Paul Emil Fritz Kotelmann, 48 Jahre alt, wohnhaft in Rostock,

                   Augustenstraße 33a, geboren zu Treptow an der Tollense, Ehemann der Margarete Anna Marie,

                   geborene Kröplin, in Rostock zu Rostock am fünfzehnten Oktober des Jahres tausend neun hundert

                   zwanzig und sechs nachmittags um dreieinhalb Uhr verstorben sei (StRR 1926/1090 im AHR).

        Anm.:   starke photographische Ambitionen; viele stimmungsvolle Aufnahmen von Rostock (um 1915),

                   einige vom Fischland; gehört zweifellos in die Liste aufgenommen, obwohl er im AB nicht als       

                   Photograph verzeichnet ist, sondern mit Drogerie Kotelmann (später Drogerie Riedel).

                   War bekannt / befreundet mit dem Maler Egon Tschirch.


Kraatz, Alexander  (*02.02.1869 Bantin oder Berlin? - 1922 oder später)

    1914-22 Barnstorfer Weg 23

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Alexander Kraatz, *02.02.1869 Bantin/Berlin?; Ehefrau Wilhelmine, *26.05.1877

                   Rostock; Neffe Willi Schefferling, *07.05.1899 Rostock


Kramer, Georg  (*26.02.1871 Ribnitz - nach dem 08.10.1919 Wismar?)

    1890-93 Lange Str. 64 / 1894-97 Kröpeliner Str. 40

        Vz.1900:  in GREVESMÜHLEN: Georg Kramer, *26.02.1871 Ribnitz, Drogenhändler, selbstständig;

                   Ehefrau Elisabeth, *15.09.1877 Berlin; Sohn Werner Kramer, *02.05.1897 Grevesmühlen

        Vz.1919:  in WISMAR: Georg Kramer, *26.02.1871 Ribnitz, Kaufmann; Elisabeth Kramer, *15.09.1877 ...;

                   Louise Bannow, *03.01.1849 Berlin, Schwiegermutter; Agnes Niethe, 27.07.1859 Berlin, Tante

                   Anm.: kein Werner Kramer, kein 1897 geborener Kramer > 1. Wk ?

        Vz.1867: in RIBNITZ: Eltern und Geschwister vermutlich: Goldarbeiter Georg Kramer jun., *1832; Ehefrau

                   Louise Kramer, *1846; Sohn Ludwig, *08.08.1867; dieser Georg *1832 vermutlich wiederum Sohn

                   des Georg Kramer *1800, Goldarbeiter-Principal und der Marie Kramer, *1810

        Vz.1819: in ROSTOCK: Georg Kramer, *Jun.1800 Rostock, Lehrling;

                                        Georg Kramer, *Febr.1764 Rostock, Bäckenschläger


Krug, Carl Daniel  (*31.03.1809 Hamburg - . . . )

    1843-44 in Warnemünde

        SLT:     Porträtmaler, 12.3.1838 als Zeichenlehrer Bürger von Rostock geworden; 13.7.1843 erste Anzeige

                   als Daguerreotypist mit Verweis auf sommerlichen Aufenthalt in Warnemünde; vermutlich erster

                   ansässiger Daguerreotypist von Mecklenburg-Schwerin; 30.5.1844 letzte Anzeige

        Vz.1819:  der Schuster Carl Krug *1756 Boizenburg und Sohn Friedr. *1796 kommen nicht in Frage

        Vz.1867:  ein Carl Krug *1809 nebst Frau und 2 Töchtern als Gastwirth in Plau

                   Anm.: 1867 in Meckl.-Schw. der einzige männliche Krug *1809, etwas wunderlich wäre die

                          Entwicklung vom Zeichenlehrer und Bürger Rostocks 1838 zum Gastwirth in Plau 1867.

                          Andererseits kann der Fotograf Krug zw. 1844 u. 1867 auch gestorben sein.


Lappe, Franz  (*18.06.1879 Velgast - . . . )

    1934-42 Schmiedestr. 9 / 1943 Richard-Wagner-Str. 13 (1933 k. AB)

        Vz.1919: in ROSTOCK: als „Patient“ im „Universitäts-Krankenhaus“ Franz Lappe, *18.06.1879 Velgast;

                   Anm.: Berufsende 1942 wäre mit 63 möglich


Lehmann (Leman), H. / auch Lehmann, W.

    (ab 1853/54 in Rostock), 1856 Burgwall 11,  Michaelis 1856 Vogelsang 6 / 1858 Kl. Mönchenstr. 4 (1857, 59 k. AB)

        RZ 03.10.1855: „Von Warnemünde zurückgekehrt, empfehle ich gehorsamst einem geehrten Publico mein

                   photographisches Atelier für Talbotypie. Ich werde mich auch ferner bemühen, meinem mir

                   hier seit zwei Jahren erworbenen Renommée stets zu entsprechen. Rostock, den 1. October 1855.

                   Leman, Portraitmaler aus Berlin. Burgwall, im Schulz‘schen Hause.“ (Anm.: = Burgwall 11)

        AB 1856: uneinheitlicher Name: A-Z: Lehmann, W. / geschäftl. und Str.Verz.: Lehmann, H.

        SLT:     Lehmann / Leman, H., Porträtmaler und Photograph; mind. seit 1856 Photograph in Rostock;

                   verschiedene Ateliers wie oben; 1857 als Wanderphotograph in Waren

        Anm.:   vor 1863 als (?) H. Lehmann & Co. in Berlin, unter den Linden No. 51, Inh. Louis Mankiewicz (s. dort),

                   der nicht im AB zu finden ist, jedoch am 19.07.1863 einen Konzessionsantrag stellte: „Gehorsamster

                    Vortrag und Bitte des Photographen Louis Mankiewicz jetzt zu Berlin unter der Firma H. Lehmann & Co,

                   Supplicanten betreffend die Ertheilung einer Concession zur Ausübung eines photographischen

                   Geschäfts, An E. E. Rath zu Rostock, . . .  Ich bin amerikanischer Bürger aber seit längerer Zeit

                   in Berlin und Inhaber des dort unter den Linden No. 51 betriebenen photographischen Geschäfts unter

                   der Firma H. Lehmann & Co. Ueber meine Heimathsberechtigung in Amerika . . .“  

                      Desweiteren findet sich im Internet noch ein „Hugo Leman - um die Jahrhundertwende Photograph

                   am Königsplatz in Berlin.“

       Beleg:   undat. Photo mit Rs. „H. Lehmann & Co., Berlin, Unter den Linden No. 51, 2 Treppen,

                   KÖNIGLICHE  HOF-PHOTOGRAPHEN“

       Zwischenergebnis: Die Frage, ob der aus Berlin stammende und mit 3 Varianten des Namens in Rostock

                   (RZ, AB 1855/56) ansässige Le(h)man(n), H. (W.) identisch ist mit dem in der späteren Firma

                   „H. Lehmann & Co. in Berlin“ Anfang der 1860er Jahre, lässt sich trotz einer gewissen

                   Wahrscheinlichkeit noch nicht eindeutig beantworten.

                   Vielleicht existiert ein Berliner Konzessionsantrag von Lehmann mit Rostock-Hinweis . . .


„Leica-Photo-Atelier“ > siehe Eggers, Carl und > Bolik, Gerhard


Lemmerich, Ilse (*13.11.1895 Rostock - 23.03.1983 Rostock, Grabstein)

    1931-42 Altschmiedestr. 5, 1943-49/50 und später Alexandrinenstr. 88/89 (2012 =Blücherstr.)

        Vz.1919:  Bei ihren Eltern wohnend, ein weiterer Bruder: Hans Ludwig Lemmerich, *07.09.1902 Rostock

        Vz.1900:  Eltern und Geschwister: Christian Alfons L. *04.12.1862, Lohgerbermeister, Altschmiedestr. 10;

                   Ehefrau Marie *05.06.1874 >>> Ilse *13.11.1895, Hermann *05.02.1897, Friedrich * . . .

        Vz.1867:  Großvater Joh. Heinr. Zach. L. *1818, Lohgerbermeister;  Ehefrau Ilsabe *1824 >>> 6 Kinder

                   (Vater Christian Alfons L. das 6. Kind nach 4 Töchtern und 1. Sohn)

        Vz.1819:  Großvater *02.05.1818, Ur-Großvater Joh. Casten L. *20.01.1789 Rostock, Gerbermeister . . .

                   Anm.:  Väterlicherseits gingen der Fotografin also seit dem 18.Jh. wenigstens 3 Generationen Gerber

                          voraus. Erinnere mich an ihre lebendige Schilderung einer versuchten Innenaufnahme der ehem.

                          Lohmühle mit Langzeitbelichtung: Der Lohmüller hatte den aufgestellten Apparat während Ilse

                          Lemmerichs Abwesenheit angerempelt, versicherte aber bei ihrer Rückkehr, dass ... er alles

                          genauso wieder hingestellt hätte. Sie war über Jahrzehnte eine geschätzte Porträtfotografin. Ein

                          Foto von ihr selbst folgt hier später.   Das Atelier Altschmiedestr. 5 wurde 1942 ausgebombt. 


Levermann-Westerholz, Hildegard  (*14.06.1922 Prenzlau - 17.08.2000 Marnitz)

        Anm.:   Stadtgeschichtlich bedeutsam sind ihre Nachkriegsaufnahmen der Rostocker Innenstadt. Häufig sind

                   bestimmte Motive von gleichen Aufnahmestandpunkten aus über mehrere Jahre hinweg festgehalten

                   worden. Bekannt sind Aufnahmen der Anfang der 1950er Jahre abgerissenen Stadtmauer nördlich

                   des Kröpeliner Tores und des Petritores kurz nach dessen Sprengung.

        Lebensdaten lt. Neuer Friedhof Rostock


Lindemann, Hans (Joachim Jacob)  (*05.02.1823 Warnemünde - 18.02.1900 Warnemünde)

        SLT:     ( . . . - . . . ), Kaufmann, Maler und Photograph in Warnemünde;

                   1867 Photographische Anstalt in Warnemünde, Rostocker Ende No. 51

        Vz.1819:  In WARNEMÜNDE:  Vater Joch. Jacob Lindemann *23.04.1787, Seefahrer; Mutter Jane Lindemann,

                   geb. Sulivan *26.02.1793 Kingsholl(?) / Irland (im StReg. unten als „JEHN geb. Sillewand“); die

                   Halbschwester Catharine Lindemann *17.02.1815 (auch Irland, beide 3 Jahre „hier“) und Bruder

                   Joh. Jac. Lindemann *24.04.1817 Warnemünde („seit d. Geb. hier“), ...// Hans L. dann *1823,

                   aufgewachsen in einer eher aufgeschlossenen Umgebung mit Warnem. Platt und irischen Wortfetzen.

        Vz.1867:  Lindemann, Hans *1823, „Kleinkrämer, Gastwirth“ (vermutlich), Ehefrau Lindemann, Juliane *1837

                   (= Julie ... geb. Kröger)  >>> Kinder: Hans *1859, Martha Clara *1866, unben. Sohn *12.11.1867;

                   zHh.: als Gast aus „Margafenheide“ Schwägerin Eliese Kröger *1845

                   Anm.:  Bei der Vz. 1867 sind für Warnemünde nur diese beiden Hans Lindemann hier vermerkt. Der

                          Bezug zur Photogr. Anstalt fehlt zwar in der Vz.67, doch das Sammelsurium der Berufsbezeich-

                          nungen zeigt wenigstens 2x den Maler an und zw. Kleinkrämer und Kaufmann besteht auch keine

                          schreiende Differenz. Vielleicht finden sich noch Details zum ungewöhlichen Schicksal seiner

                          irischen Mutter „JEHN“.

        1872, 13. Nov.: schwere Sturmflut, danach wird es viel Arbeit gegeben haben ... 1890 „Malermeister“

        Vz.1890Lindemann, Hans *05.02.1823 Warnemünde, Maler / Malermeister, Wohnort: Alexandrinenstr. 23;

                   Ehefrau „Julie“ *13.05.1837 Markgrafenheide, Lindemann, Hans  *02.12.1859, Seemann,

                   Steuermann, z.Z. auf Seereise und die ledige Tochter Clara L. *18.10.1866 Warnemünde.

                   Der 1867 noch unbenannte Sohn ist unter Warnem. nicht dabei.

        Vz.1900:  Julie Lindemann *13.05.1837 als „Wittwe“ verzeichnet, Wohnort Warnemünde.

        StRW:  . . . erschien heute (19.02.1900), . . . , der Malermeister Ernst Lindemann (*21.10.1871, led. Sohn)

                   wohnhaft zu Warnemünde Alexandrinenstraße No. 23 und zeigte an, daß der Malermeister

                   Hans Joachim Jacob Lindemann, 77 Jahre alt, lutherischer Religion, wohnhaft zu Warnemünde

                   Alexandrinenstr. No. 23, geboren zu Warnem., verheirathet mit  Julie Dorothea Sophie geb. Kröger,

                   wohnhaft zu Warnem., Sohn des Bürgers Joachim Jacob Lindemann und dessen „Ehefrau Jehn geb.

                   Sillewand“, beide verstorben zu Warnemünde,          zu Warnemünde Alexandrinenstraße No. 23 am

                   achtzehnten Februar des Jahres tausend neun hundert morgens um acht Uhr verstorben sei.


Lühr, Eduard

    1893-94 Blutsstr. 14


Lüthges, Harry

    1912 Breite Str. 24


Maass, Sebastian (*05.04.1853 Reichenhall / Oberbayern - 06.02.1932 Rostock)

    1899-31 Hopfenmarkt 14 / 1932 Maßmannstr.87 (1933 k. AB)

        Vz.1900:  Maass, Sebastian *05.04.1853 Reichenhall / Oberbayern, Photograph, selbständig; Ehefrau Martha

                   *21.07.1854 Rostock, Haupterwerb: „Photographie, Hülfe im Geschäfte“, keine Kinder

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Bertha Drögmöller, wohnhaft in Rostock, Waldemarstraße 2

                   und zeigte an, daß der frühere Photograph Sebastian Maass, 78 Jahre alt, wohnhaft in Rostock,

                   Maßmannstraße 87, geboren zu Reichenhall, Ehemann der Martha Henriette Dorette, geb. Wendt,

                   in Rostock zu Rostock am sechsten Februar des Jahres tausend neun hundert dreißig und zwei

                   vormittags um etwa sieben Uhr verstorben sei.


Manger, Franz von

    1895 Breite Str. 24


Mankiewicz, Louis

        nicht im AB zu finden, Konzessionsantrag: „Gehorsamster Vortrag u. Bitte des Photographen Louis Mankiewicz

        jetzt zu Berlin unter der Firma H. Lehmann & Co, Supplicanten betreffend die Ertheilung einer Concession zur

        Ausübung eines photographischen Geschäfts, An E. E. Rath zu Rostock“, 19.07.1863 (in 1.1.3.20./627 AHR)

         „Auf gute Emphelungen bauend hatte ich mich eingerichtet, diesen Sommer nach Heiligendamm zu gehen, um dort

         während der Saison ein photographisches Atelier zu begründen. Wie ich ankomme erfahre ich aber zu meinem Bedau-

         ern, daß dem Flecken Doberan ein Privilegium eingeräumt ist, nach welchem Geschäfte am Damm nicht betrieben

         werden dürfen. Ich konnte also meinen Zweck nicht erreichen und ging darauf da in Doberan selbst Nichts zu machen

         ist nach Warnemünde. Hier höre ich, daß der unterzeichnete Sachwalt, das Atelier des von hier fort gegangenen

         Photographen Nissen zu veräußern habe, und einigte ich mich mit demselben auf der Durchreise heute Morgen, daß

         ich gegen Zahlung der Nissen‘schen Schulden im Belauf von 340 ... in vollen Besitz des Ateliers pp. gesetzt werden

         solle, wofern ich nur von E. E. Rath die Concession zum Aufenthalt und Geschäftsbetrieb in Rostock erlange.

            Augenblicklich auf einer nothwendigen Geschäftsreise, wird mir nun mitgetheilt, daß, falls ich baldige Entschließung

         wünsche, ich beschleunigt der Ferien wegen, meine Bitten stellen müsse, da sonst erst nach den Ferien auf mein

         Gesuch entschieden werden könne. Leider bin ich aber augenblicklich nicht im Besitz meiner Legitimationspapiere, da

         ich auf den vorkommenden Fall nicht vorbereit war, habe auch meinen Sachwalt nur mündlich ersuchen können, mein

         Gesuch an E. E. Rath zu bringen. Ich muß daher zunächst Vorlage meiner Beglaubigungspapiere und Vollmacht

         subscripti (?) reserviren und bemerke nur das Folgende.

            Ich bin amerikanischer Bürger aber seit längerer Zeit in Berlin und Inhaber des dort unter den Linden No. 51

         betriebenen photographischen Geschäfts unter der Firma H. Lehmann & Co. Ueber meine Heimathsberechtigung in

         Amerika weist mich mein Paß aus, den ich fördersamst bei meiner Rückkehr vorlegen werde. Ueber meine Vermögens-

         verhältnisse werde ich mich durch die nöthigen Anweisungen auf ein hiesiges Geschäftshaus ausweisen. Eine Probe

         meiner Arbeiten schließe ich hier an, die mich in Bezug auf meine Fähigkeiten hoffentlich legitimirt.

            Meine ganz gehorsamste Bitte geht nun dahin, E. E. Rath wolle das verehrliche Polizeiamt ermächtigen, mir den Auf-

         enthalt hieselbst und die Ausübung meines Geschäftes auf vorläufig 1 oder 2 Jahre zu gestatten, falls ich mich durch

         die genügenden Papiere über meine Heimath und meine Mittel auszuweisen vermöge. Ich erlaube mir noch darauf auf-

         merksam zu machen, daß durch meine Concessionirung es erreicht würde, daß die Nissen‘schen Gläubiger das Ihrige

         bekämen, und wird E. E. Rath der hiesigen Einwohner wegen auch diesen Umstand nicht unerwogen lassen.

            Ich verharre            gehorsamster Louis Mankiewicz / CHMüller Adv.                        Rostock den 19. July 1863“  


Mevius, Carl

    („Walter Reimer Nachfl.“) 1904-06 Breite Str. 24

        Vz.1900:  in ROSTOCK: ein Carl M. *09.05.1851, „Thurmwächter des Marien-Kirchthurmes“,

                   in GÜSTROW: ein Maurergeselle *1872 und 3.  ein Privatlehrer in GUSTÄVEL, *1878


Miede, Friedrich  (*01.04.1827 Göttingen - 08.05.1906 Rostock)

    15.08.1958-1860 Koßfelderstr. 28 / 1861-64 Glatter Aal 1 / 1865-70 Am Schilde 6 / 1871-79 Eselföterstr. 11 /

    1880-84 Lange Str. 64 / 1885-87 Gr. Wasserstr. 28 / 1888-93 Koßfelderstr. 7 (gleiche Adr. wie Steenbock?) /

    1894-97 Burgwall 13 (siehe Seite „FM“)

        Vz.1867:  „Fritz Miede *1829 (Schreib-/Lesefehler; statt 01.04.1827 lt. Göttinger Kirchenkreisarchiv),

                   ledig, Photograph, Staatsangehörigkeit „Preussen“ (statt „Mecklenburg-Schwerinscher Untertan“)“.

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Theodora Fick, wohnhaft in Rostock, Grapengießerstraße 48,

                   und zeigte an, daß früherer Photograph Friedrich Philipp Georg Miede, 79 Jahre alt, lutherischer

                   Religion, wohnhaft in Rostock, Burgwall Nr. 13, geboren zu Göttingen, ledigen Standes, Sohn des

                   Pastors Karl Heinrich Miede und dessen Ehefrau Johanne Dorothee Elisabeth, geb. John, beide zu

                   Göttingen verstorben, zu Rostock, Paulstraße Nr. 53/54 am achten Mai des Jahres tausend

                   neunhundert sechs vormittags um sieben ein viertel Uhr verstorben sei.   (StRR 1906/460 im AHR)

                   Anm.:  „79 Jahre alt“ übereinstimmend mit Geburtstag 01.04.1827


--Möller, Friedrich  (*24.08.1883 Rostock - . . . )

        Vz.1900:  Möller, Friedrich *24.08.1883 Rostock, „Photograph bei Herrn Ulrich Reinhold, Kröpeliner Str. 40“, led.

        Vz.1919: in MALCHIN: Fritz Möller, Photograph, *24.08.1883 Rostock; Ehefrau Frida, *20.01.1887 Göttingen;

                   Sohn Karl Hans Möller, *06.11.1909 Malchin; Tochter Liselotte, *15.12.1910 Malchin;

                   Sohn Fritz, *31.08.1919 M.;


Neuwerth, A. (Heinrich Alexander)  (*29.09.1840 Hamburg - 15.01.1922 Rostock)

    1881-89 Eselföterstr. 28 / danach in Warnemünde ...

        Anm.:   etwas unklare zeitliche Abgrenzung zu W. Pölck als Nachfolger (siehe auch dort), der unter gleicher

                   Adresse 1890-99 erscheint. 1900 ist dann noch mal Neuwerth, A. unter Eselföter Str. 28 vermerkt:

                   vermutlich wurde nur der Zusatz „Nachfolger“ im AB versäumt.

        Vz.1890:  Neuwerth, Alexander *29.09.1840 Hamburg, verheirathet, Photograph,

                   Stellung: Inhaber, Wohnort: Warnemünde, „Fr. Fr.? Nr. 50/51“, unter gleicher Adresse Ehefrau

                   Neuwerth, Emma *25.02.1847 Schnatermann + vermutl. Tochter Anna *10.01.1873 Wandsbeck

        Vz.1900:  Neuwerth, Alexander Heinrich ... und Ehefrau Neuwerth, Emma ... ein Haushalt

        StRR:   „Ehefrau“ Neuwerth, Emma 1912 gest.

        StRR:   (1922/81) ... erschien die Leichenkleiderin Frau Bertha Holtz, wohnhaft in Rostock, Augustenstraße 

                   Nr. 95 und zeigte an, daß der Rentner Heinrich Alexander Neuwerth, 81 Jahre alt, wohnhaft in Rostock,

                   Eselföterstraße Nr. 28, geboren zu Hamburg, Witwer der zu Rostock verstorbenen Emma, geb. Hinz,

                   zu Rostock am fünfzehnten Januar des Jahres tausend neun hundert zwanzig und zwei nachmittags

                   um ein Uhr verstorben sei. Vorgelesen, ...


Nissen, N. (Nicolaus)  (* . . . wohl Potsdam - . . . )

    1863 Burgwall 15, glztg. ein Geschäft in Warnemünde?, eher nicht. Ende der Geschäftstätigkeit

     vor dem 19.07.1863 (siehe Mankiewicz, Louis), rechnerisch sogar vor dem 05.04.1863 (siehe Prestin, Friedrich)   

        Vz.1867.: k. Eintrag

        SLT.:    Nissen, Nicolaus ( . . . wohl Potsdam - . . . ), Hofphotograph des Prinzen Friedrich Carl von Preußen,

                   1862/1863 in Rostock, verschwindet im Juli 1863 unter Hinterlassung von Schulden.

                   Bezug unter Prestin, Friedrich: . . . 5.10.1863 Konzessionsantrag zur Übernahme des

                   Nissen‘schen Geschäftes in Warnemünde

         Gemeinsamer Antrag von Fritz Kluth und Nicolaus Nissen wg. Aufenthaltserlaubnis für Nissen, 07.10.1862:

         „Damnum in mora (A.: Schaden durch Verzug), Dringlicher Vortrag und Bitte des Photographen Fritz Kluth zu Rostock,

         und des Hofphotographen Nissen aus Potsdam wegen Ertheilung des Aufenthaltsconsenses für Letzteren, an E. E. Rath

         hieselbst.

            Zwischen den unterzeichneten Hofphotographen Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Carl von Preussen,

         Nicolaus Nissen aus Potsdam, und der Ehefrau des unterzeichneten Photographen Fritz Kluth hieselbst, ist heute eine

         Uebereinkunft getroffen, wonach der Erstere das von Letzterem bisher verwaltete photographische Geschäft in vollem

         Betriebe käuflich übernehmen würde, wenn ihm die Fortführung desselben in bisheriger Weise am hiesigen Orte gestat-

         tet würde. Der unterzeichnete p Nissen beabsichtigt demnächst die Erwerbung des hiesigen Bürgerrechts, und die

         Naturalisation als mecklenburgischer Unterthan zu beantragen, und ist im Stande, ein ausreichendes eigenes Vermögen

         nachzuweisen, welches voraussichtlich der Gewährung dieser Anträge das Wort reden dürfte.

            Dem unterzeichneten p Kluth ist dringend daran gelegen, das Geschäft, da er die ihm angetragene Stelle bei Wien

         ehebaldigst antreten möchte, baldmöglichst einem zahlungsfähigen Nachfolger zu übergeben, und ist es daher unser

         beider Wunsch, daß dem Käufer in gleicher Weise, wie bisher dem unterzeichneten p Kluth, einstweilen der Aufenthalt

         hieselbst gestattet, und Concession zum Fortbetrieb des Geschäfts ertheilt werde.

            Derselbe würde selbstverständlich einen Heimathsschein von der Behörde zu Potsdam beibringen, nach welchem er

         dort jeder Zeit, so lange er nicht, diesseits naturalisirt und recipirt ist, wieder Aufnahme fände, und richten wir an E. E.

         Rath die dringende Bitte derselbe wolle dem unterzeichneten Hofphotographen N. Nissen, gegen einen von ihm beizu-

         bringenden Revers seiner Heimathsbehörde, vorläufig auf 1 Jahr gestatten, am hiesigen Orte seinen Aufenthalt zu neh-

         men, und nach käuflicher Uebernahme des gedachten photographischen Geschäfts in den Betrieb desselben einzutreten.

            Um thunlichst beschleunigte Verfügung bittend beharren wir  E. E. Raths  gehorsamste  N. Nissen.  Fritz Kluth.

         Rostock, den 7. October 1862“       (in 1.1.3.20./627 im AHR)


         Aus dem Konzessionsantrag des Photographen Louis Mankiewicz vom 19.07.1863 (in 1.1.3.20./627 AHR)

         „... Ich konnte also meinen Zweck nicht erreichen und ging darauf da in Doberan selbst Nichts zu machen

         ist nach Warnemünde. Hier höre ich, daß der unterzeichnete Sachwalt, das Atelier des von hier fort gegangenen

         Photographen Nissen zu veräußern habe, und einigte ich mich mit demselben auf der Durchreise heute Morgen, daß

         ich gegen Zahlung der Nissen‘schen Schulden im Belauf von 340 ... in vollen Besitz des Ateliers pp. gesetzt werden

         solle, wofern ich nur von E. E. Rath die Concession zum Aufenthalt und Geschäftsbetrieb in Rostock erlange. ...“


         Aus dem Antrag v. Friedrich Prestin auf Aufenthaltserlaubnis an E. E. Rath von 05. October 1863:

         „... so wird den Nissen‘schen Gläubigern nicht minder daran liegen, daß sie das bereits seit einem halben Jahr

         unbenutzt stehende Atelier los werden, da sie sonst riskiren um ihre Forderungen ganz und gar zu kommen ...“

         Anm.: Wenn man die Zeitangaben der drei Anträge vergleicht, kommt für den Betrieb des Ateliers durch Nicolaus

                Nissen nur ein ziemlich kleines Zeitfenster von ca. November 1862 bis rechnerisch 5. April 1863 bei raus. Gut 5

                Monate. Ob Nissen in dieser kurzen Zeit neben dem Atelier Burgwall 15 auch noch ein zweites in Warnemünde

                und zudem außerhalb der Badesaison betrieb, ist eher fraglich: Der betreffende Bezug in dem Antrag des Louis

                Mankiewicz vom 13.07.1863 könnte auch so verstanden werden, daß er in Warnemünde nur von dem vakanten

                Atelier des Nissen erfahren hat - ohne daß es deshalb in Warnemünde gewesen sein muss.

                Auch ist in den 3 Gesuchen Prestins keine Rede von Warnemünde. Dagegen ist das Nissen‘sche Atelier im

                Burgwall 15 durch Adressbucheintrag, gemeinsamen Antrag mit Kluth und obiges Foto belegt.          


Oloff, F. L.

    1869-70 Burgwall 11 / 1871 Koßfelderstr. 15 / 1872-73 Kl. Mönchenstr. 5

        Vz.1867: 4x Oloff (3 Carl, 1 Heinrich) außerhalb von Rostock in Meckl.

        Vz.1900: 14x Oloff in Meckl., teils in Rostock, kein Vorname mit F., evt. aus der Gegend von Laage stammend


Pagels, Carl  (*20.04.1856 Gülzow / Stavenhagen - zw. 1900 u. 1919 Rostock)

    („vorm. H. Springmeier“) 1897-1900 Breite Str. 21

        Vz.1919: in ROSTOCK: Witwe Auguste Pagels, nun geboren 22.08.1850 Rostock

        Vz.1900: in ROSTOCK: Carl Pagels, *20.04.1856 Gülzow / Stavenhagen, „Geschäftsdiener“;

                  Ehefrau Auguste, *22.08.1852 Rostock; Tochter Maria 02.03.1884 Rostock; Wohnung Grubenstr. 38

                  Anm.: einziger Carl Pagels in Rostock, starke Ähnlichkeit des Schriftzuges der Unterschrift beim Blatt

                            „Haushaltungsvorstand“ im Vergleich mit dem oben abgebildeten Radfahrer-Foto  


Palm, Fritz  (*20.11.1874 oder *11.06.1904 ? Fohrde / Havelland - April 1942 ? Rostock)

    1928 Hopfenmarkt 24 / 1929-34 Hopfenmarkt 4 / 1935-40 Neuer Markt 9

        Vz.1919: in ROSTOCK: Vater Fritz Palm, *20.11.1874 Fohrde/Havelland;

                  Sohn Fritz Palm, *11.06.1904 Fohrde/Havelland

        Vz.1900: Vater Fritz Palm noch nicht in Meckl. verzeichnet

                  Anm.: noch etwas „Lotto“ bei der Wahl zwischen Vater und Sohn


Parini, J. ( . . . - . . . )

    1843 in Rostock

        SLT:     k. Herk. / Bes.: Einzelporträts und Gruppen, mit edlen Rahmen / k. Beruf / 43 HRO

        ebay:   am 23.05.2012 eine etwas unverständliche Bieterschlacht (1.820 Euro, der fünfte noch 622) um eine

                   Daguerreotypie (unten auf dem Passepartout bez. mit „Daguerr. v. J. Parini.“), 14 x 16 cm, abgebildet

                   der Greifswalder Theol.-Prof. Johann Christian Friedrich Finelius (*05.01.1787-22.12.1846). Die Aufn.

                   muss wahrscheinlich spätestens im Sommer 1846 (Blumenpott) erfolgt sein und wurde vermutlich

                   auf einem Hof vorgenommen, im Hintergrund ist ein knittriges Tuch als Wandabdeckung erkennbar.


Peters, Gustav  (*09.09.1875 Lüneburg - 1920)

    1902-04 Breite Str.6, Inhaber des väterlichen Geschäfts (Raph. Peters)

        Vz.1900:  Peters, Gustav *09.09.1875 Lüneburg, „Gosülse Im Pfodorf V Geschäft“ = Gehülfe im Photogr. G.,

                   ledig

Peters, Raphael (*21.04.1829 Lüneburg - 23.02.1919 Zappendorf / Sachsen-Anh.)

    (1863-84 Photograph in Lüneburg, dann Umzug nach Rostock)     

    1885-91 Krämerstr.13 / 1891 außerdem Neuer Markt 29 / 1892-1904 Breite Str. 6 (ab 1902 Inh. Sohn Gustav)  

        Vz.1900:  Anzeige: „Raphull Peters, Psotogrags“ (= Photograph), *21.04.1829, Lüneburg;

                   zHh.: Ehefrau Auguste (*13.04.1837 Grünhagen /Prov. Hannover),

                   Tochter Marie (*14.05.1871 Lüneburg), Sohn Gustav (*1875 Lüneburg); mit anderer Wohnung in

                   Rostock (Bleicherstr. 1d): Tochter Anna Zander (geb. Peters) *04.05.1861 Lüneburg; Ehemann

                   Rudolf *15.11.1862 Stavenhagen, Lehrer >>> Töchter: Grete *11.12.1892, Ilse *01.10.1899.

        Anm.:   Bei Raphael Peters könnte der Eindruck entstehen, dass er die Lebensaufgabe für seinen bereits

                   1830 verstorbenen Zwillingsbruder Tizian mit übernommen hat: Nach den Angaben von Heinz Erler

                   (Ur-Enkel) hatte Raphael mit Auguste zusammen 8 Kinder (hier 9?): Anna (s. oben) 1861-1942,

                   Otto 1863-1926, Wilhelm 1864-1929, Julius 1866-1939 (Photograph in HH), Frieda 1868-1944,

                   Marie (s. o.) 1871-1945, Gustav (s. o.) 1875-1920, Hans 1878-1914 (gef. 1.WK), Hugo 1880-1960.

                   Goldene Hochzeit 1909.


„Photomaton“ > siehe Baath, Gertrud


Pölck, Wilhelm (Friedrich Felix) (*14.01.1860 Demmin - ca. 1906?)  und

Pölck, Frieda, geb.Neuwerth (*29.02.1871 Wandsbeck - . . . )

    1890-1906 Eselföterstr. 28, vermutlich durchgängig (Anm.: obwohl 1900/01 noch mal wieder Neuwerth, A.

    notiert ist, siehe auch dort), 1902-06 Neuwerth, A., Inh.: W. Pölck, 1907-11 Neuwerth, A., Inh.: Frieda Pölck.

        Vz.1919:  Wittwe Frieda Pölck, *29.01.1871 Wandsbeck im Haushalt ihres Vaters Alexander Neuwerth

        Vz.1900:  Pölck, Wilhelm *14.01.1860 Demmin, Photograph, Ehefrau Frieda *29.02.1871 Wandsbeck >>>

                   2 Kinder: Wilhelm *03.09.1890 Rostock, Emmi *13.02.1894 Rostock,

                   zHh.: Geppert, Johannis * ..., Gehülfe und Kliefoth, Berta * ..., Dienstmädchen

        Schubert: Bürgerbucheintrag 30.01.1899, Pölck, Wilhelm Friedrich Felix, *14.01.1860 Demmin


Pötsch, Richard

    1910 Leonhardstr. 6, 1912-13 Patriotischer Weg 102a, 1914-17 Schnickmannstr. 26, 1918-20 Patriot. Weg 113,

    1922-24 Barnsdorfer Weg 2, 1926 Stampfmüllerstr. 39, 1928-29 Friedrichstr. 7, 1931 Neue Werderstr. 3

    (1921, 25, 27, 30 k. AB)


Prestin, Friedrich  (auch Prestien, Friederich)  (*1817 Bruel - . . . )

    1865-66 Kröpeliner Str. 13 / 1867-69 Gr. Scharrenstr. 3 (1865-67 als „Prestin, Friedrich & Comp.“ notiert)

        Vz.1819:  in BRUEL: Eltern: „Bäcker u. Brenner“ Christian Prestin *10.06.1770, „49 Jahr“ mit Haus u. Acker;

                   Juliana *24.03.1781, „40 Jahr“ >>> 4 Kinder: Christian 16 J., Maria 8 J., Juliana 4 J., Friedrich 3 J.

        Vz.1867:  in ROSTOCK: Prestin, Friedrich *1817, Gr. Scharrenstr. 3, Photograph-Principal, Ehefrau Marie

                   *1824 >>> 4 Kinder: Edwin *1850, Buchbinderlehrling; Elise *1852; Anna *1854; Louis *1862

        SLT:     Kaufmann und Photograph; 1863 Aufgabe des Kaufmannsberufes in Bruel zugunsten der Photo-

                   graphie, Ausbildung wohl bei L. G. Kleffel in Goldberg; 5.10.1863 Konzessionsantrag zur Übernahme

                   des Nissen‘schen Geschäftes in Warnemünde; 1865 bis 1869 Atelier „Prestin & Comp.“ in Rostock,

                   Kröpelinerstraße 13; Rückkehr nach Bruel?

        Anträge auf Aufenthaltserlaubnis an E. E. Rath zu Rostock vom 05., 14. und 23. October 1863:


         „Gehorsamstes Gesuch des frühern Kaufmanns, jetzigen Photographen Friedrich Prestin zu Bruel, Supplicanten

         betreffend die Erlaubnis zum Aufenthalt in Rostock, mit Anl. 1. u. 2. an E. E. Rath zu Rostock (05.10.1863):

         Früher Kaufmann zu Bruel, habe ich mich meinem einstigen Geschäfte abgewandt, da bei demselben am hiesigen Orte

         wenig zu machen ist, und habe mich weiter entschlossen mein Fortkommen als Photograph zu suchen. Zu dem Ende

         habe ich mir 2 der besten Apparate angeschafft und bin darauf mit den Gläubigern des von Rostock fortgegangenen

         Photographen Nissen wegen Ueberlassung des ihnen zurückgelassenen Ateliers übereingekommen, unter der

         Bedingung, daß mir von E. E. Rath die Erlaubnis zu Theil wird, mich dort aufzuhalten und meine Kunst auszuüben.

            Ich erlaube mir jetzt in Anlage 1. einen Heimathsrevers der Stadt Bruel für mich und meine Familie beizubringen,

         und docire durch Anlage 2., daß ich in dortiger Stadt mit bedeutenden, wenn auch nicht unbelasteten Grundstücken

         angesessen bin, so daß ich der Stadt Rostock nie zur Last fallen werde. Daß mir daran gelegen sein muß, mit meiner

         Kunst in einer größern Stadt aufzutreten, liegt auf der Hand.

            Wenn mir deshalb sehr darum zu thun ist, in Rostock Aufnahme zu finden, so wird den Nissen‘schen Gläubigern nicht

         minder daran liegen, daß sie das bereits seit einem halben Jahr unbenutzt stehende Atelier los werden, da sie sonst

         riskiren um ihre Forderungen ganz und gar zu kommen.

            Unter solchen Umständen bitte ich ganz gehorsamst, E. E. Rath wolle mir den Aufenthalt zu Rostock gestatten und

         die Concession als Photograph gütigst ertheilen. Meinen unterschriebenen Sachwalt legitimirt Anlage 3.:

            Vollmacht vom 29. Septbr. 1863: Ich Unterschriebener bekenne hiermit für mich und meine Erben, daß ich zur

         Führung meiner Receptionssache bei E. E. Rath zu Rostock zu meinem Sachwalte den Herrn Advocat C. H. Müller in

         Rostock erwählet und demselben den gerichtlichen und außergerichtlichen Betrieb dieser Sache unbeschränkt

         übertragen habe. . . .  Bruel am  29. September 1863

            Ich verharre E. E. Raths    ganz gehorsamst    Friedrich Prestin, conc. CHMüller Adv.    Bruel, den 5. October 1863“


         „Erneuertes Gesuch des Photographen früheren Kaufmanns Fr. Prestin zu Bruel, Supplicanten betreffend die Erlaubniß

         zum Aufenthalt in Rostock pp., mit 2 Anlagen, an E. E. Rath zu Rostock (14.10.1863):

         Unerwarteter Weise hat E. E. Rath mein Gesuch um zeitweilige Aufnahme zu Rostock und Ertheilung der Concession

         als Photograph abgeschlagen. Ich erlaube mir gehorsamst die frühere bezügliche Bitte zu erneuern und trage zur

         Unterstützung derselben noch Folgendes vor:

            Erstens, daß ich kein unvermögender Mann bin, folgt aus dem Attest in Anlage 2., außerdem ist die Stadt Rostock

         durch den sub. Anlage 1 angeschlossenen Heimathsrevers gegen meine etwaige Verarmung geschützt.

            Zweitens: Ich beabsichtige nicht ein neues Geschäft hier zu etabliren sondern will nur das Atelier des von hier fortge-

         gangenen Photographen Nissen allerdings unter Benutzung zweier neuer Maschinen übernehmen.

            Drittens: Der Photograph Nissen ließ hier einen Schuldenbestand von circa 380 (A: Thlr. ?) zurück, bei welchem

         vielfach arme Leute betheiligt sind. Sub scriptus, welcher Bevollmächtigter der Gläubiger ist, kann versichern, daß

         letztere fast ganz leer ausgehen müssen, wenn es jetzt nicht gelingt das Atelier unter den gestellten günstigen

         Bedingungen abzusettzen. Indem ich jetzt wiederholt die Anlage 1 und 2. vorlege bitte ich E. E. Rath wolle mir

         nunmehr die Concession als Photograph ertheilen.

            Ich verharre E. E. Raths   gehorsamster Fr. Prestin,  conc. CHMüller Adv.                Rostock den 14. October 1863“


         „Erneuerter Vortrag und Bitte des Photographen Fr. Prestien (A: Prestien!) zu Bruel, Supplicanten betreffend seinen

         Aufenthalt zu Rostock, mit 2 Anlagen, an E. E. Rath zu Rostock (23.10.1863):

         Auch meine Bitte vom 16. d. M. hat bisher Berücksichtigung bei E. E. Rath nicht gefunden. Wie die augenblickliche

         Sachlage ist, muß ich jedoch noch einmal versuchen, durch Vorlegung meiner Gründe ein mir günstigeres Resultat zu

         erzielen. Unter Anschluß beifolgender Anlagen 1 und 2 bemerke ich, daß ich ein nicht ganz unbemittelter Mann bin,

         daß ich jedoch mit meinem früheren Geschäfte nicht recht reüssiren (A: Erfolg haben) konnte, und mich deshalb,

         namentlich infolge meiner Bekanntschaft mit dem bekannten Beförderer der photographischen Kunst, Kaufmann L. G.

         Kleffel zu Goldberg, der Photographie zuwandte. Ausgerüstet mit guten Apparaten und den nöthigen Kenntnissen,

         beabsichtige ich jetzt meine Kunst auszuüben, vorzugsweise zunächst in Rostock, dann aber jeden Orts, wo sich

         Gelegenheit findet.

            Daß ich zunächst Rostock mir ausersah, hat aber den Grund, daß ich wünschen muß, meine Kinder in einer

         ordentlichen Schule unterzubringen, was in meinem jetzigen Wohnorte zur Unmöglichkeit gehört. Ein dauernder

         Aufenthalt in Rostock ist von mir aber durchaus nicht beabsichtigt. Ich wünsche vielmehr nur für die nächsten 2 oder 3

         Jahre hier Aufenthalt zu finden, gedenke aber später nach meinem jetzigen Wohnort, wo ich jedenfalls billiger lebe und

         wo ich meine Grundstücke besitze dauernd zurückzukehren, um von dort aus, wenn es mit der Photographie geht,

         Kunstreisen zu machen.

            Vorläufig habe ich nun leider meine Berechnung ganz darauf gemacht, auf die nächste Zeit nach Rostock zu gehen.

         Ich glaubte, daß unter obwaltenden Umständen E. E. Rath den Nissen‘schen Gläubigern die ja jedenfalls ¾ ihrer

         Forderungen verlieren müssen eine Concession durch meine Aufnahme machen würde. E. E. Rath behält es ja übrigens

         in der Hand meinem Aufenthalt zu Rostock, wenn solches ihm zweckdienlich scheinen sollte, später wieder zu beenden.

            Ich erlaube mir auch darauf aufmerksam zu machen, daß ich vorläufig überall nur einen Heimathsrevers auf 4 Jahre

         erbeten und erhalten habe. Ich unterlasse es auf dasjenige, was ich in meinen früheren Eingaben gesagt habe, hier

         wieder zurückzukommen, richte aber nun noch einmal an E. E. Rath die inständigste Bitte mir den Aufenthalt zu

         Rostock und die Concession als Photograph wenigstens auf 2 Jahre zu ertheilen.

            Ich verharre als E. E. Raths ganz gehorsamster Friederich Prestien, conc. CHMüller Adv., Bruel den 23. October 1863.“

         (in 1.1.3.20. / 627 AHRO)


Reimer, Walter  (*30.10.1867 Königsberg - . . .)

    1896-1903 Breite Str. 24

        Vz.1900:  Reimer, Walter *30.10.1867 Königsberg, Photograph, verheirathet mit Johanna Reimer,

                   *14.04.1867 Straussberg; Kinder: Siegfried, Tochter Ilse, Schwiegermutter Lina Stein u.

                   Dienstmädchen Anna Lorozyn?


Reinholdt, Ulrich  (*12.09.1872 Gnoien - . . . )

    1898-1934 Kröpeliner Str. 40

        Vz.1900:  Reinholdt, Ulrich *12.09.1872 Gnoien, Photograph, Eigenthümer; Ehefrau Sophie *09.01.1876

                   Borby / Eckernförde >>> 2 Söhne: Erich *26.11.1897 Rostock; Ulrich *10.11.1899 Rostock;

                   siehe auch Möller, Friedrich (angestellter Photograph bei Reinholdt)

        Schubert: Bürgerbucheintrag 18.04.1904, Reinholdt, Ulrich *12.09.1872 Gnoien


Atelier „Rembrandt“ > siehe Stuth, Chrysantus


Renard, Arthur

    Im AB nicht verzeichnet, nur belegt durch vorhandenes Porträtfoto (CDV) mit dem rückseitigen Aufdruck:

    „Arthur Renard, Photograph. Anstalt, Rostock, 64 Langestrasse 64“. 1890er ? Jahre


Reunpagé, Louis  ( . . . - . . . )

    1845 in Rostock

        SLT:     Herk.: Berlin / Bes. 1845: Porträts, Repros, Unterricht, Beschaffung der Apparate / k. Beruf / 45 HRO

         In Wilhelm Weimar „Die Daguerreotypie in Hamburg, 1839 - 1860“, steht auf S.38 über Reunpagé im alphabetischen

         Verzeichnis folgendes: „Name und früherer Beruf: Achilles & Reunpagé (August Achilles, Großh. Meckl. Schwer.

         Hofzeichner) / Erste Anzeige: 19. Oktober 1845 / Adresse und Bemerkungen: Poststraße 4, auf dem Asphaltdach der

         Hamburger Weinhalle (von Hocker), Daguerreotyp-Atelier.“

            Anm.: Der Aufenthalt von Louis Reunpagé in Rostock dürfte einige Zeit vor dem 19.10.1845 beendet gewesen sein.


Reuss, W. jun.

    1864-66 Gr. Mönchenstr. 27


Reuter, A.

    (1892 Reuter, A. C.) 1889-90 Schmiedestr. 9 / 1891-93 Ulmenstr. 24 / 1894 k. Eintrag / 1895-96 Fischerstr. 42 /

    1897-1900 Kl. Mönchenstr. 13


Roeper, Margarete

    1916-28 Hopfenmarkt 4 / 1929 k. Eintrag / 1931-32 Alexandrinenstr. 94 /

    1934-36/37 Ad.-Hitler-Str.11 = Rich.-Wagner-Str. 11 (1936/37) (1930, 33 k. AB)


Rüsbüldt, Friedrich  (*21.02.1885 Rostock - . . . )

    1910 Hopfenmarkt 28 / 1911-14 Barnstorfer Weg 47 / 1915-28 Wismarsche Str. 4

        Vz.1900:  Rüsbüldt, Friedrich *21.02.1885 Rostock, „Photographlehrling“, ledig, wohnt 1900 im Haushalt der

                   Eltern Fischerstr. 39: Vater Rüsbüldt, Friedrich *11.12.1845 Sternberg, Schuhmachermeister,

                   als Eigentümer des Hauses im AB 1900 verz., Mutter Rüsbüldt, Sophie *04.01.1852 Rostock.


Salzwedel, H.

    1885 Alexandrinenstr. 3, Inh. im letzten Jahr der Firma „Strauss & Harder“


Schäfer, Erhard  (*31.05.1897 - nach dem 19.11.1984)

    Fotograf in Warnemünde, war selbst im Alter von 87 Jahren noch aktiv: Fotografierte am Fr., dem 13.07.1984

    um 23:45 Uhr noch Schaufenster des Centrum-Warenhauses in der Langen Straße (gegen 0:00 Uhr wurde die

    Schaufensterbeleuchtung ausgemacht). Originalton: „Ich möchte nicht gestört werden, ich muß überlegen.“

    Von einer ähnlichen Aktion Erhard Schäfers am 19.11.1984 existiert eine mittelprächtige eigene Nachtaufnahme.

    Bekannt von ihm sind viele solide Postkartenmotive mit Prägestempel und eine 1946er Aussicht von St. Marien.


Schäfer, H.

    1875-77 Poststr. 13


--Schmidt, Albert (*21.01.1879 Malchin - . . . )

        Vz.1900:  Schmidt, Albert *21.01.1879 Malchin, „Photograph, Volontair“, ledig


Schmidt, A. L. (August Ludwig Friedrich Carl)  (*28.04.1837 - . . . )

    1864-71 Fischbank 7 / 1872-79 Schmiedestr. 9

        Vz.1867:  Schmidt, August *1837, Photograph, Fischbank 7; Ehefrau Luise *1839 >>>

                   Kinder: Hugo *1866, Albert *1867 (Daten nach Dateiversion)

                   Anm.:  in Schwerin gibt es noch einen Photographen August Schmidt *1825 (aus „Preussen“), lebt

                          im Hh. eines Chirurgen Theodor Fischer; scheidet für HRO aus wg. Fischbank 7 im AB u. Volksz.

        Schubert: Eintrag im Bürgerbuch Febr. 1865, Schmidt, Aug. Ludw. Friedr. Carl, *28.04.1837


--Schmoock, Paul  (*02.12.1879 Rostock - . . . )

        Vz.1900:  Schmoock, Paul *02.12.1879 Rostock, Photograph, Lehrling, ledig


Schneider, Paul

    1884-88 Breite Str. 21


Schönherr & Eggers

    1907 Breite Str. 24


Schöppach, Emil

    1905 Hopfenmarkt 4


Schreiber, Rudolf  (*13.04.1855 Bromberg - . . . )

    1901-04 Krämerstr.13

        Vz.1900:  „Schreiber, Rudolf *13.04.1855 Bromberg, Phota(o)graph, Inhaber des Geschäfts“;

                   Ehefrau Marie; Kinder: Margarete, Alfred, Helene; zHh. auch Danielak, Pelagia, Dienstfrau.


Schulz, Hans

    (1903/04 Schultz, Hans im AB) 1903-10 Neuer Markt 5

    1911-42 Hans Schulz Nachf., Inh.: Götte & Selck, Neuer Markt 5 (1942 ausgebombt) //

    1943 Blutstr. 20 (1944-48 k. AB)


Schulze, R.

    1880-83 Koßfelderstr. 36 / 1884 Schmiedestr. 9


--Schultz, Carl (*19.09.1877 Schwerin - . . . )

        Vz.1900:  Schultz, Carl * 19.09.1877 Schwerin, Photograph, Gehülfe (Hh.6, ZsNr. 206), ledig


Seele, G.

    1889 Lange Str. 64


Selck > siehe Schulz, Hans


Sewohl, Friedrich (*19.10.1860 Firnig/Grünberg=Zielona Góra, Schlesien - . . . )

    1886-87 Lange Str. 64 // 1888-91 Hopfenmarkt 28 // 1892 Hopfenmarkt 28 und Doberaner Str. 123b //

    // 1893-96 Doberaner Str. 123b // 1897-1.4.1904 Doberaner Str. 158 // 1.4.1904-1911 Kröpeliner Str. 39

    (1908 k. Eintrag, ab 1909 „Sewohl & Sohn“)

        Vz.1900:  Sewohl, Friedrich *19.10.1860 Firnig/Grünberg (Zielona Góra), Schlesien, „Pfalograpf“;

                   Ehefrau Marie *13.05.1863 Gingst/Rg. >>> 3 Söhne: Waldemar *28.06.1887 Rostock,

                   Ottomar *27.01.1889 Rostock, Erich *17.(evt.14.)03.1891 Rostock; zHh. auch: Heinrich Dreesen

                   (Gehülfe) s. oben, Carl Gögge (Lehrling) *12.01.1885 Trent/Rg. und Anna Runge (Mädchen)


Seyffarth, Max

    1895-1900 Hopfenmarkt 28


Siebert & Radloff

    1853 in Rostock

        SLT:     Herk.: Berlin / Bes.: schw. u. farbige Fotos, Daguerreotypien / Beruf: Porträtmaler, Chemiker,

                   Photograph / 53 HRO


Siems, J. C. (Joachim ...)  (*1828 - . . . )

    1858 Hoell´s, R. Nachfolger, Poststr.15, 1860-62 mit Zusatz ‚J. C. Siems`, Poststr.15 /

    1863-1873 Poststr. 11, Kaufmann (1857 u. 59 k. AB)

        Vz.1867:  Siems, Joachim *1828, Photograph, led., Poststr.11, zum Haushalt gehören:

                   Gerds, Heinrich *1834, Gehülfe / Ramin, Carolina *1836, Köchin / Ziems, Rudolph *1855, Schüler

        Vz.1900: in ROSTOCK: Heinrich Gerds, *03.07.1834 Niendorf bei Rostock, als selbstständiger Restaurateur

        SLT:     Siems, J.C. (...-...), Kaufmann und Photograph in Rostock; 1861 als ‚Hoell´s Nachfolger´Atelier in

                   Poststr. 15; 1863 bis 1873 eigenständiges Atelier in Poststr. 11.

        Anm.:   der 1858 noch anonyme Nachfolger dürfte wohl auch Joachim Siems sein


Spach, Rudolf  (*01.03.1871 Stolp/Pommern - . . . )

    1900 Lange Str. 64 / 1901-02 Doberaner Str. 154 / 1903-06 Lange Str. 64 / 1907-32 Lange Str. 67 /

    1934-43 Lange Str. 61 (evt. 1942 ausgebombt)

        Vz.1900:  Spach, Rudolf *01.03.1871 Stolp/Pommern, Photograph (Anzeige: „Pfotegropf Sebständig“),

                   selbständig, Ehefrau Ida *17.02.1876 Rostock

        Vz.1919: Rudolf und Ida Spach wie 1900; dazu Kinder: Kurt, *03.11.1901 Rostock; Käte, 14.04.1906 Rostock;

                   Schwiegermutter Helene Rahtz, *21.03.1835 Rostock

        Anm.:   Von Rudolf Spach stammen zahlreiche Gebäudeaufnahmen und Ansichten rückwärtiger Giebel.


Springmeier, Hugo

    (Dr. K. Boeck Nachf.) 1891-95 Breite Str. 21

        Vz.1900 und Vz.1919 nicht notiert in Meckl.


Steenbock, Franz (Sievert Louis) (*03.05.1861 Rostock - 25.05.1945 Kühlungsborn)

        Vz.1867:  Vater Steenbock, Sievert *1821/27?, Photograph; Mutter Anna *1819; Bruder Ernst *1850

        Heirathsregister 1889, Nr. 6:  Rostock am vierten Januar tausend acht hundert achtzig und neun (04.01.1889):

                   Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschienen heute zum Zweck der Eheschließung:

                   Erstens der Photograph Franz Sievert Louis Steenbock, der Persönlichkeit nach bekannt, lutherischer

                       Religion, geboren den dritten Mai tausend acht hundert, sechszig und ein zu Rostock, wohnhaft zu

                       Rostock, Sohn des Portraitmalers und Photographen Sievert Steenbock und dessen zu Rostock

                       verstorbenen Ehefrau Anna geb. Petersen, Ersterer wohnhaft und letztere wohnhaft zuletzt zu Rostock

                   Zweitens die Bertha Carolina Mathilde Regina Zelck, der Persönlichkeit nach bekannt, lutherischer

                       Religion, geboren den ein und zwanzigsten Mai des Jahres tausend acht hundert siebenzig zu Rostock,

                       wohnhaft zu Rostock, Tochter des Kaufmannes Friedrich Zelck und dessen Ehefrau Henriette geb.

                       Kundt (o. Rundt o. Rendt ?), beide wohnhaft zu Rostock.

                   Als Zeugen waren zugezogen und erschienen:

                   Drittens der Portraitmaler und Photograph Sievert Steenbock, der Persönlichkeit nach bekannt,

                       sieben und sechszig Jahre alt, wohnhaft zu Rostock

                   Viertens der Landgerichts-Sekretair Hermann Brockhoff, der Persönlichkeit nach bekannt,

                       neun und dreizig Jahre alt, wohnhaft zu Rostock.

                   In Gegenwart der Zeugen richtete der Standesbeamte an die Verlobten einzeln und nach einander die

                   Frage: ob sie erklären, daß sie ... er sie nunmehr ... für rechtmäßig verbundene  Eheleute erkläre.

                   Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben ... (A.: Ähnlichkeit der Handschriften v. Franz u. Sievert St.).

                   Nachträge auf der Urkunde: Der Ehemann ist am 25. Mai 1945 im Ostseebad Kühlungsborn verstorben,

                                                            die Ehefrau am 14. Juli 1945, ebenfalls in Kühlungsborn.

        Vz.1900:  Steenbock, Franz *03.05.1861 Rostock, „Hof-Photograph“, Stellung: Eigenthümer,

                   Whg. Hopfenmarkt 4; Ehefrau Bertha *21.05.1870 Rostock, Hausfrau >>> Sohn Curt * . . .,

                   zHh.: Dienstmädchen Elise Loth

        Schubert: Bürgerbucheintrag 03.04.1909

        Vz.1919:  Franz (mit  falscher Anzeige *01.05.) und Bertha (mit Gebj. 1871 statt 1870) Steenbock; 2 Mieter;

                   Kein Sohn Curt Steenbock in Meckl.

Steenbock, S. (Sievert)  (*07.05.1822 Adelbye bei Flensburg - 08.03.1904 Rostock)

    Eröffnungsanzeige RZ 21.09.1855 ohne Adr. / 1856-62 Eselföterstr. 7 /

    1863-93 Koßfelderstr. 7 (ab 1885 „Steenbock & Sohn“) / 1894-1903 Hopfenmarkt 4 / 1904 Koßfelderstr. 7 /

    1905-22 Steenbock, Franz (Firma: „Steenbock & Sohn“) Koßfelderstr. 7 (1923 k. AB)

        Vz.1867:  Steenbock, Sievert *182x , Ehefrau Anna *1819 >>> 2 Söhne:

                   Ernst *1850, „Architeckt“, Franz *1861, Koßfelderstr. 7

                   Anm.: Von Renate Seemann (Müritzeum, Waren) kam der Hinweis auf den 2. Sohn  u. Lebensdaten,

                         der ebenso wie der erstgeborene Sohn Ernst im besten Alter von 28 Jahren starb:

                         Ernst Heinrich Jacob St. (*10.11.1850 Rostock, gest. 06.06.1878 Rostock), Architekt, verh.;

                         Wilhelm Emil Joachim St. (*23.11.1852 Rostock, gest. 20.06.1881 Rostock), Steuermann, led.;

                         Franz Sievert Louis (*03.05.1861, gest. 25.05.1945 Kühlungsborn), Hofphotograph, verh.

        Vz.1900:  „S. Steenbock *07.05.1821 Flensburg, Photograph & Portraitmaler, Kossfelder Strasse No. 7“,

                   verw., Solo-Haushalt

                   Anm.: Bisher gilt 1822 als gesichertes Geburtsjahr von Sievert Steenbock. Die handschriftlichen

                         Eintragungen von ihm im Formular (1867 und 1900) sehen jedoch weit eher nach 1821 aus,

                         wobei die 1900er Ziffer 1 vielleicht noch als verunglückte 2 durchgehen könnte.

        SLT:     Steenbock, Sievert Nicolai (7.5.1822 Flensburg - 8.3.1904 Rostock), Porträtmaler, Lithograph,

                   Photograph und Präparator in Rostock; Volksschule und Maler- und Lithographielehre in Flensburg,

                   ein Jahr als Porträtmaler in Aalsen, neun Monate in Hamburg, seit Ende 1846 als Porträtmaler in

                   Rostock, 1849 Konzession als Lithograph in Rostock; 1852 Gründung des ersten photographischen

                   Ateliers in Rostock, Langestraße 64, Michaelis 1856 bis 1862 Eselpföterstraße, 1863 - 1893

                   Koßfelderstraße 7, seit 1886 ‚Steenbock & Sohn‘ 1892 Zuerkennung des Hofphotographentitels als

                   Anerkennung der Leistungen auf der Industrieausstellung Rostock; 1850 bis 1863 Konservator der

                   Zoologischen Sammlung der Universität Rostock.

                   Anm.: 1852 hieße ca. 3 Jahre früher als mir bisher bekannt (21.09.1855); zum Beginn der fotogr.

                         Tätigkeit sind bei Wolfgang Baier, Welch herrliches Helldunkel!, S. 58 u. 143 die widersprüchlichen

                         Angaben 1856 und 1852 enthalten. Die folgende Eröffnungsanzeige in der RZ v. 21.09.1855

                         schließt einen bereits 1852 erfolgten Atelier-Start nicht gänzlich aus, zu vermuten wäre dann

                         jedoch eher ein Versuch als Daguerreotypist.

                         Die unzutreffende Angabe 1856 ist wohl als Ansatzpunkt aus dem ersten AB entstanden.

        RZ 21.09.1855:  „Neues photographisches Atelier. Mit dem heutigen Tage eröffnete der Unterzeichnete sein

                   photographisches Atelier, in welchem bei jeder Witterung die bekannten Lichtbilder auf Papier in

                   beliebiger Größe und zu verschiedenem Preise angefertigt werden. Proben aus demselben sind bei

                   dem Hofvergolder Herrn Collignon, in der Blutstraße, ausgelegt worden, und wird das verehrte

                   Publicum freundlichst ersucht, dieselben gefälligst in Augenschein zu nehmen. Daß Niemand zur

                   Annahme eines weniger gelungenen Bildes verpflichtet ist, braucht wohl kaum bemerkt zu werden,

                   da die Lieferung eines guten Exemplars im Interesse des Photographen selbst liegt. Um zahlreichen

                   Besuch bittet ergebenst S. Steenbock, Portraitmaler.             Rostock, den 21. September 1855.“

                   Anm.:  Das gen. Ausstellungslokal war das westl. Eckhaus zum Ziegenmarkt (frühere Lotto-Annahme).

        AB 1880, im Geschäfts-Anzeiger:

                   „Alle Arten Vögel werden auf das Beste in jeder gewünschten Stellung, naturgetreu zu

                   civilen Preisen ausgestopft.          Rostock.          Koßfelderstraße Nr. 7, 1 Treppe.“

                   (A.: ohne Namensangabe, kann aber von der Sache und der Adresse her nur von S. Steenbock sein)

        StRR:   . . . erschien die Leichenkleiderin Frau Elise Möller, wohnhaft in Rostock, Margarethenstraße 34, und

                   zeigte an, daß der Hofphotograph Sievert Nicolai Steenbock, 81 Jahre alt, lutherischer Religion,

                   wohnhaft in Rostock, Kosfelderstraße 7, geboren zu Adelbye, verheiratet gewesen mit der zu Rostock

                   verstorbenen Anna Margaretha, geb. Petersen, Sohn des Schiffers Jochim Steenbock und dessen

                   Ehefrau Sophia Henriette, geb. Mattzen (Anm.: evt. geb. Madsen - nach dem Beispiel der irischen

                   Mutter ‚Jehn‘ bei Hans Lindemann könnte hier ein vermutlich dänischer Name gelitten haben), beide

                   verstorben, Sterbeort unbekannt, zu Rostock am achten März des Jahres tausend neunhundert vier

                   vormittags um drei Uhr verstorben sei.

                   Anm.:  Die Altersangabe „81 Jahre alt“ kann nur zum Geburtsjahr 1822 passen

        Schubert: Bürgerbucheintrag 09.01.1850, Steenbock, Nic. Sievert, Lithograph, *07.05.1822 Adelbye

                            

Steffens, H. (Heinrich)  (*1819 - vor dem 01.12.1900)

    1860-63 Schnickmannstr. 7 / 1864-66 Eselföterstr. 11 / 1867 Blücherstr. 13 (2012 Rungestr.) /

    1868-70 Blutstr. 13 (1859 k. AB)

        Vz.1867:  Steffens, Heinrich *1819, Buchbinder und Photograph, Blutstr. 13, verh.;

                   Ehefrau Marie *1819, Tochter Doris *1859

        Vz.1900:  Wittwe Marie Steffens *05.08.1820 Rostock (k. zweite in Meckl.-Schw.), HRO, Heiligengeisthof 12


Strauss, E.

    1856 Lange Str. 85 (1857 k. AB)


Strauss, G. C.

    1858 Burgwall 10 (1857 u. 59 k. AB), ab 04.07.1858 lt. RZ Hopfenmarkt 19

        RZ v. 04.07.1858: „Wohnungs-Veränderung. Die Eröffnung seines photographischen Ateliers von heute ab

                                   Hopfenmarkt Nr.19 zeigt ganz ergebenst an   G. C. Strauss.“

        Rz v. 06.07.1858: „Das photographische Atelier von G. C. Strauss, jetzt Hopfenmarkt Nr. 19, empfiehlt sich

                                   zur Anfertigung von Portraits in jeder Größe, vom kleinsten Medaillon an.“


(Strauss & Harder)

Strauss, Carl Siegfried  (*1817 ...  o d e r   *04.03.1824 Neustrelitz - . . . )  und

Harder, Fr. Carl  (Carl Johann Friedrich) (*30.08.1842 Rostock - 29.10.1926 Rostock)

    (Ende 1867 beide in Schwerin), Rostock: 1871-Ostern 1873 Am Schilde 4 / Ostern 1873-83 Breite Str. 21 /

    1884-85 Alexandrinenstr. 3 (1885 Inh.: Salzwedel, H.)

        StRR:  (1926/1122) ... erschien die Leichenkleiderin Frau Frieda Struck, wohnhaft in Rostock, Altschmiedestr. 6

                   und zeigte an, daß der Registrator a.D. Carl Johann Friedrich Harder, 84 Jahre alt, wohnhaft in Rostock,

                   Zochstr. Nr. 5, geboren zu Rostock, Witwer der zu Rostock verstorbenen Auguste Sophie Karoline geb.

                   Diederichs, zu Rostock am neun und zwanzigsten Oktober des Jahres tausend neun hundert zwanzig

                   und sechs nachmittags um elf Uhr verstorben sei. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben ...

        StRR:  (1920/427) ... erschien die Leichenkleiderin Frau Frieda Struck, wohnhaft in Rostock, Altschmiedestr. 6

                   und zeigte an, daß Auguste Sophie Karoline Harder, verw. Ruwoldt, geb. Diederichs, 76 Jahre alt,

                   lutherischer Religion, wohnhaft in Rostock, Hartestrasse N. 2, geboren zu Rostock, Ehefrau des

                   Registrators a.D. Carl Johann Friedrich Harder in Rostock, Tochter des Pantoffelmachermeisters Wilhelm

                   Christian Ludwig Diederichs und dessen Ehefrau Marie Luise geb. Holzerlandt, beide zu Rostock

                   verstorben, zu Rostock am vier und zwanzigsten März des jahres tausend neun hundert zwanzig

                   nachmittags um sieben Uhr verstorben sei.  Vorgelesen, ...

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Unterschrift 08.10.1919: Fr. Carl Harder, Registrator a.D.;

                   sonst gleiche Angaben wie Vz.1900

        Vz.1900:  in ROSTOCK: Fr. Carl Harder, *30.08.1842 Rostock, Gewetts-Protokollist;

                   Ehefrau Auguste Harder, geb. Diederichs, *26.02.1844 - 24.03.1920 Rostock; Wohnung Hartestr. 2

        Vz.1867:  in SCHWERIN: Carl Siegfried Strauss / Eltern: k.A. / *1817 / Haushaltsvorstand;

                   Handschrift in Tabelle: Strauss, Carl Siegfried *1817, „Photograf“   u n d

                                                    Harder, Carl *1842, „Photograf (Gehülfe)“

                   in ROSTOCK: ein Briefträger a.D. (unles.), Vater Harder, Carl *1802 (evt. identisch mit Harder,

                   Carl Fried. *25.12.1802 Penzliner Gegend in Vz.19), verh. mit Harder, Louise *1814

        SLT:     Strauss, Carl Siegfried Gabriel Martin (*4.3.1824 Neustrelitz - ... ), Porträtmaler und Photograph in

                   Schwerin und Rostock; um 1850 Hinwendung zur Photographie, erlernt außerhalb Schwerins die

                   Visitenkartenphotographie, 1860 bis 1864 Anstellung bei Hofphotograph Emil Tesch zur Ausführung

                   der Visitenkartenphotographie; 1864 Bürgerbrief der Stadt Schwerin; 1865 bis 1870 eigenständiges

                   Atelier in Schwerin, Fließgrabenstraße 20 und Blücherstraße 5 (1869/70); 1871 bis 1873 in Rostock

                   Atelier „Strauss & Harder“ Am Schilde 4 (Fr. Carl Harder ist Sohn des Rostocker Briefträgers Harder),

                   1874 bis 1884 in Breitestraße 21; 12.9.1871 Zuerkennung des Hofphotographentitels.

                   Harder, Fr. Carl (...-...), Sohn eines Rostocker Briefträgers, Photograph in Rostock,

                   1871 bis 1874 Atelier Strauß & Harder in Am Schilde 4, 1874 bis 1884 Breitestraße 21.


Stuth, Chrysant(h)us (Herrman)  (*24.11.1887 Berlin - 13.07.1978 Rostock)

    1922-24 Baustr. 2/3 / 1926-36/37 Atelier, Photohaus „Rembrandt“, Inh.: Chrysantus Stuth, Baustr. 2/3,

    auch mit Zusatz ‚Am Kröpeliner Tor´ / 1938-42 Barnstorfer Weg 7 (unklar, ob Baustr. 2/3 außerdem) /

    1943 Barnstorfer Weg 11, Lichtbildwerkstätte Wismarsche Str. 4 III. Et., Stuth, Chrysantus, vorm. „Rembrandt“

    (1921, 25, 44-48 k. AB), nach einer nicht genauer vermerkten Reklame „gegr. 1914“

        Anm.:   Lebensdaten aus: Chrysanthus, Günther & Edith Stuth, Rostock - Mit unseren Augen gesehen,

                   Scheunen-Verlag 2007

        Vz.1919:  in ROSTOCK: Chrysantus Stuth, *24.11.1887 Berlin und Ehefrau Johanna, *02.06.1895 Zwickau  

Stuth, Edith

    geb. Neumann (Ehefrau von Günther Stuth), 1952 „jüngste Fotografenmeisterin des Landes“

Stuth, Günther  (*20.12.1920 - . . . Rostock)

    Sohn von Crysanthus Stuth, Geschäftseröffnung (zus. mit Ehefrau) 04.08.1955 Rostock, Richard-Wagner-Str. 4a


--Sutor, Hans  (*09.05.1880 Dortmund - . . . )

        Vz.1900:  in ROSTOCK: Sutor, Hans *09.05.1880 Dortmund, Photograph, Gehülfe (unbek. wo), ledig

        Vz.1919:  in ARENDSEE: Hans Sutor, *09.05.1880 Dortmund; Ehefrau Cilie, *23.05.1894 Crefeld?;

                   Tochter Ingeborg, 20.06.1918 Arendsee


Tockoss, J.

    1900 Ulmenstr. 27


Vahlendick, D.

    (1893 Vahlendick, Aug. Diederici) 1892-94 Krämerstr. 13


Völlner, Johann(es) Anton  ( . . . - . . . )

    Mai - Juli 1843 in Rostock

        SLT:     Wanderdaguerreotypist aus Berlin; Ausbildung in Daguerreotypie bei Philipp Graff in Berlin;

                   1843 in Rostock, biete auch Anreise zu den meckl. Herrenhäusern an; Juli 1843 zur Badesaison

                   in Doberan; 1844 bis 1860 in Hamburg in verschiedenen Adressen ansässig, 1857 kurzfristige

                   Zusammenarbeiten mit Wolff und Fraenkel, sowie L. Wittorf.

                   Literatur: v.DEWITZ/KEMPE, 1983, S.274; Baier-Manuskript.

                   zusätzl. Tabellenangaben: Besonderheiten: 1843 Dag. in 10 bis 30 Sek., Repros, Unterricht u.

                   Beschaffung der App., erwärmtes Treibhaus / Stat.: Mai bis Juli 43 HRO, Aug. 43 Doberan; 43 SN

        Hamburgisches Adress-Buch für 1847: „Völlner, Johannes, Daguerreotypist, Poststr. no 4“

        In Wilhelm Weimar „Die Daguerreotypie in Hamburg, 1839 - 1860“, ersch. 1915, steht über J. Völlner folgendes:

         „Weniger durch die Erfolge seiner künstlerischen Leistungen in der Lichtbildnerei als durch sein Auftreten in der Öffent-

         lichkeit mit Reklamen in der Tageszeitung hat sich Völlner unter den Mitlebenden einen Namen gemacht. Keiner der

         Lichtbildner in Hamburg hat so häufig die Wohnung gewechselt, keiner den Anzeigenteil der Hamburger Nachrichten so

         reichlich in Nahrung gesetzt wie Völlner; er war erfinderisch in der wechselnden Abfassung der Ankündigungen, um

         ständig die Aufmerksamkeit des ‚hochgeehrten Publikums‘ auf sein Atelier zu lenken.

            Er kam aus Berlin und machte das erstemal in den Hamburger Nachrichten den 18. April 1844 bekannt:

         ‚Daguerreotyp-Portraits werden täglich von mir sowohl bei trüber als heller Witterung angefertigt. Auch ertheile ich

         Unterricht hierin und verbinde damit auch zugleich die Fabrikation der dazu nöthigen Präparate, welches vorzüglich für

         denjenigen seyn wird, der ausserhalb Hamburg damit Geschäfte zu machen gedenkt.

         Atelier: Am Pferdemarkt No. 67.  J. Völlner aus Berlin.‘ Von diesem Zeitpunkt ab bis Ende des Jahres 1860 ist Völlner

         durch nicht weniger als 344 Anzeigen in den Hamburger Nachrichten vertreten, und er hat gewiß einen großen Teil

         seines Einkommens der Reklame geopfert.

            Im Anfang Dezember 1845 verlegte Völlner sein Atelier nach dem ersten Stock der Hamburger Weinhalle von

         Wilhelm Hocker, Poststraße 4 (jetzt Haus Hübner). Er daguerreotypierte hier bis Ende des Jahres 1847.

         ...(über W.Hocker) ... Das Atelier von Völlner treffen wir 1851 im Garten des Grundstücks Alter Jungfernstieg Nr. 6, wo

         1853 bei dem ‚Daguerreotyp-Atelier‘ noch ein ‚photographisches Atelier‘ eröffnet wird und bis Oktober 1855 in Betrieb

         bleibt. Den 23. Juni 1856 geht die Eröffnung des neu erbauten Ateliers für Daguerreotypie und Photographie Große

         Bleichen Nr. 11 im Garten vor sich.

            Wir lesen dann mehrmals die Anzeige: ‚Diejenigen Herren, welche zu Pferde abgenommen zu sein wünschen, wollen

         sich jetzt gefälligst bei mir melden. Die Aufnahme mit Pferden geschieht im Garten von Morgens 8 - 10 Uhr. Mehrere

         Bilder bekannter Herren (zu Pferde) stehen bei mir zur Ansicht.‘ Aus der Reihe der vielartigen, oft volltönigen Anzeigen

         möge zum Schluss noch ein Beispiel vom 10. Februar 1858 erwähnt sein: ‚Photographisches Atelier von J. Völlner, a. d.

         Lombardsbrücke, Inhaber keiner Medaille, aber Verfertiger der rühmlichst bekannten Photographien u. Daguerreotypen

         empfiehlt sich hiermit einem geehrten Publicum ergebenst. Kinder jeden Alters werden abgenommen.‘

            Die Ehren-Münze, die der Daguerreotypist Fielitz auf der Münchener Ausstellung 1854 erhielt (s.S. 32), ließ

         anscheinend Völlner keine Ruhe, und so war ihm auch dieses Mittel genehm, um die Blicke der Allgemeinheit als

         ‚Inhaber keiner Medaille‘ auf sich zu lenken.“

            Im alphabetischen Verzeichnis der Lichtbildner ist Völlner, J., aus Berlin mit 19 verschiedenen Hamburger Adressen

         zwischen 1844 und 1860 aufgeführt.

          LINK: daguerreotype-gallery, ein forum zur daguerreotypie und photographiegeschichte

         Text:   „mittig: Porträt Robert Schumanns, Daguerreotypie von Johann Anton Völlner im zugehörigen Etui,

                   aufgenommen in Hamburg am 20. März 1850. Der Hamburger Daguerreotypist Völlner, ein gebürtiger

                   Berliner, begann 1844 in der Elbestadt seine Arbeit als Lichtbildner und zählt heute zu den Großen der

                   Photographiegeschichte. Sein Schumann-Porträt diente als Vorlage für die bekannte Zeichnung Eduard

                   Bendemanns, die allerdings erst viele Jahre später 1859 entstand.“


Wickboldt, L. (Ludwig)  (*1838 Teterow? - vor 1890/1900)    

    1882 Lohmühlenweg 3

        Vz.1867:  In NOSSENTINER HÜTTE: Wickboldt, Ludwig *1838, „Glaser u. Photograph“,

                   „Mecklenburg-Schwerinscher Unterthan“ und Gast des Büdners und Krügers Joachim Beggerow.

                   In TETEROW (auch Vz.67!): Wickboldt, Ludwig *1838, „Glaser und Photograph“;

                   Ehefrau Sophie *1834 >>> 3 Kinder: Minna *1856, Wilhelm *23.09.1864 (Vz.90 in SN), Carl *1866

                   Anm.:  Eindruck von Doppelzählung; unter Vz.90 und Vz.00 nicht mehr zu finden.


Zabel, Heinrich  (*13.06.1873 Wismar - 1931 oder später)

    1901-31 Breite Str. 21

        Vz.1890:  in WISMAR: Zabel, Heinrich *13.06.1873 Wismar, Photograph, Lehrling

        Vz.1900:  undurchsichtig, kein Heinrich *1873 zu finden in Wismar oder Rostock, der Heinrich *17.09.1845,

                   Schuhmacher in Wismar, könnte der Vater sein; ein Heinrich Z. ohne Gebj. steckt noch als

                   „Strählung“ = Sträfling im Amtsgerichts-Gefängniß (Rathhaus) in Laage.

        Vz.1919: in ROSTOCK: Heinrich Zabel, *13.06.1873 Wismar; Ehefrau Nina Zabel, *01.09.1874 Friedland i. Schl.;

                   Sohn Kurt Zabel, *02.07.1914 Rostock


Zerk, Rudolph  (*1838 - . . . )

    1864-65 Burgwall 5

        Vz.1867:  Zerk, Rudolph *1838, Portraitmaler, Wohnung: Am Kuhberg 4 (2012 Ständehaus-Grundstück),

                   verh. mit Zerk, Dora *1843, Tochter Dora *Juni 1867 > „wahrscheinlich vorübergehend abwesend

                   in Hamburg“, Vater o. Onkel unter anderer Adresse: Zerk, Joachim *1808, Organist St. Marien







Photographen in Rostock,

    chronologisch nach bekannten Geburtsjahren (81 von ca. 153),

    Farben wie oben nach Tätigkeit im Zeitraum ...; >>> zur Kennzeichnung der wenigen Frauen

    

Brunswig, G. F. (Gottfried Friedrich)  (*21.08.1793 Rostock - nach dem 03.12.1867)


Kleffel, Ludwig Louis Gustav  (*13.07.1807 Goldberg - 29.09.1885 Rostock)

Hornemann, C. (Carl)  (*25.07.1807 Wismar - nach dem 03.12.1867)

Krug, Carl Daniel  (*31.03.1809 Hamburg - . . . )


Kleesath, Joachim (*1811 - 09.08.1874)

Dethleff, Franz Heinrich  (*26.06.1812 Rostock - 16.08.1873 Rostock)

Prestin, Friedrich  (*1817 Bruel - . . . )

Strauss, Carl Siegfried  (*1817 ...  o d e r   *04.03.1824 Neustrelitz - . . . )

Steffens, H. (Heinrich)  (*1819 - vor dem 01.12.1900)


Steenbock, S. (Sievert)  (*07.05.1822 Adelbye bei Flensburg - 08.03.1904 Rostock)

Geist, Fr. (Friederich) (*28.06.1822 Bützow - nach dem 01.12.1900 Bützow?)

Kluth, Fritz  (*12.09.1822 Dargun - . . . )

Lindemann, Hans (Joachim Jacob)  (*05.02.1823 Warnemünde - 18.02.1900 Warnemünde)

Ahrens, H. (Heinrich)  (*18.02.1824 Goldberg - 14.02.1889 Rostock)

Miede, Friedrich  (*01.04.1827 Göttingen - 08.05.1906 Rostock)

Klodt, Hartwig  (*23.10.1827 Klütz - 17.12.1872 Rostock)

Hesse, J. G. (Julius Gebhardt)  (*21.11.1827 Rostock - 18.02.1902 Rostock)

Siems, J. C. (Joachim ...)  (*1828 - . . . )

Peters, Raphael (*21.04.1829 Lüneburg - 23.02.1919 Zappendorf / Sachsen-Anh.)


Koch, Hermann (*27.02.1833 Schwaberow bei Wittenburg - nach dem 01.12.1900)

Hornemann, George  (*06.01. oder 16.01.1837 Stavenhagen - nach dem 01.12.1900)

Best, August  (*24.05.1837 Wittenburg/Meckl. - nach 01.12.1900)

Schmidt, A. L. (August Ludwig Friedrich Carl)  (*28.04.1837 - . . . )

Wickboldt, L. (Ludwig)  (*1838 Teterow? - vor 1890/1900)

Zerk, Rudolph  (*1838 - . . . )


Dreesen, Wilhelm  (*31.03.1840 Rendsburg - 18.12.1926 Flensburg)

Neuwerth, A. (Heinrich Alexander)  (*29.09.1840 Hamburg - 15.01.1922 Rostock)

Harder, Fr. Carl (Carl Johann Friedrich) (*30.08.1842 Rostock - 29.10.1926 Rostock)

Jahns, W. / Wilhelm  (*10.05.1844 Obernjesa / Hildesheim - 03.01.1922 Rostock)


Maass, Sebastian  (*05.04.1853 Reichenhall / Oberbayern - 06.02.1932 Rostock)

Schreiber, Rudolf  (*13.04.1855 Bromberg - . . . )

Pagels, Carl  (*20.04.1856 Gülzow / Stavenhagen - zw. 1900 u. 1919 Rostock)


Pölck, Wilhelm (Friedrich Felix) (*14.01.1860 Demmin - ca. 1906?)

Sewohl, Friedrich (*19.10.1860 Firnig/Grünberg=Zielona Góra, Schlesien - . . . )

Steenbock, Franz (Sievert Louis) (*03.05.1861 Rostock - 25.05.1945 Kühlungsborn)

Fleischer, B. (Bernhard?) C. (*21.09.1863 Röbel ? - . . . )

Brucksch, Karl  (*29.06.1866 Breslau - . . . )

Heiland, Wilhelm  (*11.08.1867 Güstrow - . . . )

Reimer, Walter  (*30.10.1867 Königsberg - . . .)

Beese, Albert  (*02.03.1868 Petersdorf bei Ribnitz - nach dem 08.10.1919 Marlow ?)

Kraatz, Alexander  (*02.02.1869 Bantin oder Berlin? - 1922 oder später)


>>> Pölck, Frieda, geb. Neuwerth,  (*29.02.1871 oder 29.01.1871 Wandsbeck - . . . )

Kramer, Georg  (*26.02.1871 Ribnitz - nach dem 08.10.1919 Wismar ?)

Spach, Rudolf  (*01.03.1871 Stolp/Pommern - . . . )

Becker, Alexander  (*16.08.1872 Gnesen / Posen - 1943 oder später)

Reinholdt, Ulrich  (*12.09.1872 Gnoien - . . . )

Blohm, Fritz (Blohm, August Heinrich Hugo Friedrich) (*07.03.1873 Rostock - 1936 oder später)

Zabel, Heinrich  (*13.06.1873 Wismar - 1931 oder später)

Peters, Gustav  (*09.09.1875 Lüneburg - 1920)

Hahn, Otto  (*11.02.1877 Doberan - nach dem 08.10.1919 Güstrow ?)

-- Gertner, Hermann  (*29.07.1877 Rostock - . . . )

Eggers, Carl  (*03.08.1877 ? Schwerin ? - . . . )

-- Schultz, Carl  (*19.09.1877 Schwerin - . . . )

Kotelmann, Dr. Paul  (*16.08.1878 Altentreptow - 15.10.1926 Rostock)

-- Dreesen, Heinrich  (*21.10.1878 Schleswig - . . . )

-- Schmidt, Albert (*21.01.1879 Malchin - . . . )

Kloerss, Friedrich  (*18.02.1879 Rostock - 1936 oder später)

Lappe, Franz  (*18.06.1879 Velgast - . . . )

-- Schmoock, Paul  (*02.12.1879 Rostock - . . . )


-- Grneb, Robert  (*06.02.1880 Eilsleben - . . . )

-- Sutor, Hans  (*09.05.1880 Dortmund - . . . )

Engler, Wilhelm  (*27.07.1881 Charlottenburg - . . . )

-- Möller, Friedrich  (*24.08.1883 Rostock - . . . )

>>> Bake, Dr. Else, geb. Tiensch (*11.05.1884 Wankendorf i. H. - . . . )

-- Gögge, Carl  (*12.01.1885 Trent/Rg. - . . . )

Rüsbüldt, Friedrich  (*21.02.1885 Rostock - . . . )

Auerbach, Paul  (*28.05.1885 Mannheim - . . . )

Stuth, Chrysanthus (Herrman)  (*24.11.1887 Berlin - 13.07.1978 Rostock)

Baier, Wolfgang  (*05.10.1889 Stralsund - 1968)

Erdmann, Amandus  (*28.12.1889 Hamburg - . . . )


>>> Lemmerich, Ilse  (*13.11.1895 Rostock - 23.03.1983 Rostock)

>>> Brauer, Margarete (Fanny Hedwig Hermine) (*12.02.1897 Güstrow - 11.07.1966 Rostock)

Schäfer, Erhard  (*31.05.1897 - nach dem 19.11.1984)


Eschenburg, Karl  (*20.05.1900 Rostock - 05.11.1947 Warnemünde)

Palm, Fritz  (*11.06.1904 oder *20.11.1874 ? Fohrde / Havelland - April 1942 ? Rostock)

>>> Baath, Gertrud  (*12.08.1914 Damerow / Lübz ? - . . . )

Koch, Gerhard  (*06.12.1915 - 01.10.2007 Rostock)

Arppe, Hans  (*09.04.1917 - 03.01.1998 Rostock)

Böttcher, Bernhard  (*19.09.1917 Weisin / Lübz - . . . )

Stuth, Günther  (*20.12.1920 - . . . Rostock)

>>> Levermann-Westerholz, Hildegard  (*14.06.1922 Prenzlau - 17.08.2000 Marnitz)