Schnickmannstor

           Schnickmannshafen

Lagertor

Burgwalltor

Wokrentertor

Petritordach

St. Katharinen

      Mönchentor

Bauhof / Grubenstr. / Strandallee

    Mönchenbrücke          Kosfelderbrücke 

Kran

     Lagerbrücke

Schwimmbagger

    Wokrenterstr.


27             28      29    30

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84       83      82   81  80        79         78  77     76     75     74    73    72    71        70        70                 69       68                                                                                                            61  

Hier die jeweils linke Seite, im Hintergrund mit perspektivischen Verschiebungen. Die verblüffend hohe Genauigkeit des Lithos und der sicher geringe zeitliche Abstand beider Abbildungen (Litho knapp älter) eignen sich als Datierungshilfe.

<Raddampfer

84        83   82  81   80        79          78    77    76     75      74     73     72     71         70        70                    69       68                                                                                                             61

                   Strand  46           47                                                                                                                                                         49                                             F. 27                                                   Fischerstr. 26

Jakobi

^ Stadtmauer/Stm

^ Stm

^ Stm

Grap. 28                             27

Rücks. Schnickm.str.

Badstüber 28, „Salsarico“         Lange 73 / 72, ca. Nr. 8 heute, Ospa

Koster z. hl. Kreuz

Fischertor vom Schuppen genau verdeckt,

davor   F  i  s  c  h  e  r  h  a  f  e  n

evt. Lange Str. 38 ?,

Südseite - „Stadt Altona“

Versuch einer Werften-Trennung auf der Uferlinie (verdeckt vom Bollwerk des Christinen-Hafens), geschätzt nach dem Bug (links) der Schiffe:

  //        S c h ö n e m a n n                //?  D e t h l o f f,  Z e l t z,  T e s d o r p f     //                               Z e l t z                               //                        M ö l l e r                                           //

         X


X  Kiellegung ?                     weiterer Schiffsbug zw.

                                          Strandstr.47 und Segel

1858: Bark 1, Brigg 1

1866: Schoner 1,

          Brigg 1

1857 - 1859 auch Nutzung der Werft von Dethloff,

1858: Barken 3, Briggen 3

1866: Bark 1, Brigg 1

1858: Nutzung der Werft durch W. Zeltz,

ab 1859 durch George W. Tesdorpf

1866: Barken 2, Schonerbrigg 1

1858: Bark 1, Briggen 2


1866: Briggen 2

Werftgrenze Höhe

Grapengießerstr.

Kl.L.I Nr. 5

Die rechte Seite des in vielen Details mit dem Dethleff-Foto v. Gehlsdorf übereinstimmenden Lithos zeigt

überraschenderweise auf der Strecke zwischen Badstüberstr. und Fischertor nur ganz blasse Spuren

von Schiffbau (rechts vom Dampfschiff). Dass es um 1850?, zum Zeitpunkt der Entstehung des Lithos,

hier nur so wenig Schiffbau gegeben haben soll, ist etwas wunderlich.

Hier wird es kompliziert - nicht nur wegen der ausgereizten Auflösung des Fotos (der Ausschnitt ist im Original

ca. 2,5 x 13 cm groß): Von der im Bild sichtbaren Bebauung ist außer Badstüberstr. 28, Kloster und Kröpeliner

Tor alles verschwunden. So sehr die hübsch aufgestellten Damen auch den Blick des Betrachters auf sich lenken

mögen - der Segelschiffsbau auf der Rostocker Seite als echte Massenerscheinung macht hier klar das Rennen:

7 Schiffe sind deutlich zu erkennen, ein achtes liegt stark verdeckt hinter der gekielholten Bark und bei einem

neunten (bei Zeltz) sieht es nach Kiellegung aus.  Das Werften-Gewühl etwas zu sortieren, ist nicht ganz leicht. Siehe Tabelle unten links.

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Litho und Foto wurden hier geteilt und deren jeweils linke und rechte Seite gegenübergestellt.

Im linken Teil wurde die Strecke zwischen Lagertor und Schnickmannstor, im rechten Teil die

Strecke vom Schnickmannstor bis zur Fischerstr. auf gleiche Breiten vergrößert.

Nach dem Hafen-Ausschnitt des Saniter-Planes folgt ein Versuch, die Segelschiffswerften an

der Fischerbastion näher zu bestimmen und das Foto zu datieren. XXXL wegen der Details.

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Baujahr

     ?

Foto spätestens 1858 ?

Erkennbar sind links außen vermutlich 2 zur Schönemann-Werft gehörende Neubauten,

weil sich am linken Bildrand neben dem 1. Schiff schon der Schnickmannshafen mit Masten

abzeichnet und außerdem zwischen dem 4. und 5. Schiff die Grenze an der Grapengießerstr.

zwischen der Werft von Zeltz und den beiden weiter östlich befindlichen Werften zu liegen

scheint. Es ist demnach anzunehmen, dass sich auf dem insgesamt ca. 74 m breiten Gelände

der beiden östlichen Werften (nach Angaben bei Rabbel) 2 x 2 Neubauten verteilen, wovon 2

zu Schönemann gehören und das 3. und 4. zu Zeltz auf der Fläche der Dethloff‘schen Werft.

Außerderdem lassen sich die beiden Schiffe rechts außen klar der Möller-Werft zuordnen.

   Nur die Jahre 1857 u. 1858 würden nach Tabelle diese Mindestzahl von jeweils 2 Schiffen

bei Schönemann und Möller in Verbindung mit der Gesamtzahl von mindestens 8 Schiffen auf

allen Werften bieten, wenn man das Jahr 1866 ausklammert, weil keines der beiden Schiffe

bei Möller nach einem deutlich kleineren 18 m - Schoner (B 5,48 m) aussieht.

   Als unsicherer Nachfolgekandidat für spätestens 1858 könnte evt. noch 1861 in Frage

kommen unter der Voraussetzung, dass sich die 3 Briggen von Tesdorpf und die eine von

Dethloff unter Nutzung der Schönemann‘schen Werft hier zeigen.

Die Neubauten von Burchard & Co. ab 1868 haben bei dieser Betrachtung keine Bedeutung

mehr, weil inzwischen mindestens das im Foto vorhandene Burgwalltor fehlen müsste. Bliebe

noch die ungeklärte Frage, ob sich aus der Bebauung der Stadt oder der Mode der Damen

zeitliche Aspekte ergeben. Schöner Tüftelkram - das Foto steckt voller Details.

Fundsache Juni 2012: Das Foto wird von F. H. Dethleff im Dez. 1866 zus. mit dem „photograph. Album“

als „Prachtblatt“ für Weihnachten empfohlen, im Dez. 1865 jedoch nur das Album. Weiterhin hat es den

Anschein, dass Dethleffs Töchter, *1852/55, mit einer für 1866 schlüssigen Körpergröße abgebildet sind.

Dethleff, 1860er. Zeitnahe Seitenansicht der Situation im großen Foto, von der Fischerbastion.

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  .. Hornscher Hof   

Textänderung auf dieser Seite erforderlich:

Das Dethleff-Foto von der Fähre wird in der

RZ v. 09.12.1866 als  „großes Prachtblatt“ genannt.

Ob es die früheste Werbung dafür ist,

muss noch überprüft werden.

Möglicherweise stammt das Foto erst von 1866 und nicht schon 1858.

Auguste Dethleff ?

    *ca. 1823

Anna Dethleff

       *1852

Meta Dethleff

       *1855

Beide Mädchen scheinbar

2 - 3 Jahre älter als beim

Fischertorfoto, wo sie

von hinten zu sehen sind.

B  i  l  d  r  e  c  h  t  e     b  e  i  m     S  t  a  d  t  a  r  c  h  i  v     R  o  s  t  o  c  k

Es hat ganz den Anschein, dass neben der umfangreichen Retusche auch die aufgesetzten

         Passepartouts mit Goldrand (innen) eine alleinige Besonderheit der Fotos von Dethleff

         sind. Soweit bisher festgestellt (Juni 2012), gibt es rundliche Fotos vor 1873 auch von

         Friedrich Geist, die Vignettierung existiert bei denen jedoch schon im Abzug und entsteht

         nicht erst durch Abdeckung mit dem Passepartout.  

            Weiterhin fällt auf, dass die in Rostock überprüfbaren 8 Passepartouts bei 8 diversen

         Aufnahmen alle auch verschiedene Innenmaße haben und höchstwahrscheinlich von

         Dethleff selbst angefertigt wurden (einschließlich Goldrand). Auf einigen Fotos sind

         Hilfslinien mit Bleistift erkennbar, so auch hier unten links, wo sich gleichzeitig Spuren

         des ehemaligen Passepartouts zeigen (wie im s/w-Repro älteren Datums von Eggers).

            Nach der Gebäudesituation am rechten Bildrand erfolgte die Aufnahme spätestens 1868

         und ist mit Abstand die beste vom Kran, dessen Abbruch wohl spätestens 1887 erfolgte.

         Der Standpunkt auf der Lagerbrücke ähnelt dem beim 1847er Litho von Dethleff. Bei dem

         vorherigen Ausschnitt von Gehlsdorf steht der Kran vor dem hohen Eckhaus in der Strand-

         straße, Höhe Koßfelderstraße. Von der Bebauung her ist kein Unterschied erkennbar.

            2012 ist ein ähnlicher Blick auf die Häuser der Strandstraße durch die Gaststätte

         „Borwin“ und den Ex-Intershop verstellt.

           

        

F.H. Dethleff (eigene Zuschreibung),

v. d. Lagerbrücke, spätestens 1868.

F.H. Dethleff 1847, v. d. Lagerbrücke, 

lithogr. „Album von Rostock“, Blatt 3.

2 Aufnahmen 09.11.2012: Diese auf Höhe der ehemaligen Lagerbrücke (auf der Dethleff

wie auch Peters standen, jedoch noch etwas weiter raus als bei der heutigen Kaikante).

Die zweite Aufn. mit Standpunkt ca. 40m weiter vor (östlich) und mit einigermaßen

gleichen Abständen (wie bei Dethleff) zw. Mönchentor, Petrikirche und Strandstr. 92.

Ca. 20 Jahre u. wenige Meter Unterschied:

F.H. Dethleff, spätestens 1868, i. Vgl. mit

Raph. Peters, ca. 1887.