Gr. >

Kl. Lastadie I >

Schützenstr. >

Str.


46

      47

        49

48

KL.5

KL.4

Schü.7

28

Str.50

W.27   28

F.27

Dethleff, spätestens 1869 - im Frühjahr 1870 wurde die am rechten Bildrand sichtbare Stadtmauer abgetragen.

Das fertig beplankte Schiff im Vordergrund (der Bug befindet sich knapp links des Schuppendaches) dürfte eine

Bark, evt. Brigg, auf der Möller-Werft sein. Nach der an der Steuerbordseite stehenden Leiter lässt sich eine

Schiffslänge von etwas über 30 m vermuten. Beim zweiten Schiff mit dem hellen Steven links und den Spanten

wird die Kiellegung (vermutlich bei Möller) noch nicht lange zurückliegen. Der dritte Segler, der sich weitgehend

fertig beplankt zeigt, dürfte auf der an Möller anschließenden Werft von Zeltz liegen. Dahinter wird mindestens

ein viertes Schiff gebaut, welches rechts mit dem hellen Heck den Schuppen teilweise verdeckt. Eine Blick in

die Listen bei Rabbel zeigt, dass allein bei Möller und Zeltz in den 1860er Jahren 34 Barken und Briggen

gebaut wurden ... siehe auch Seite DL, die Werften stark vergrößert von Gehlsdorf aus. 

Leider ist im Hintergrund nicht zu erkennen, ob das Burgwalltor,

welches 1868 beseitigt wurde, noch steht. Zwar sind die Häuser

Strandstr. 75/74 (X, s. auch Seite DL, U) relativ leicht zu erkennen,

andeutungsweise auch noch die hohen Gebäude Strandstr. 79/78,

dahinter nimmt jedoch die Phantasie ihren freien Lauf.

78    74

X

W.27

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Wo stand was ?

26.04.2009: „Kogge“, Petrikirche und Speicher (Badstüberstr.) sind als einzige Vergleichspunkte übrig

geblieben. Das Torgebäude und die Schuppenecke wurden hier mit waagerechter roter Linie aus dem

vorigen Foto übernommen und „eingemessen“. Der hellblaue Strich auf der roten Linie am Torgebäude

Höhe Grapengießerstr. zeigt annähernd auch die Stelle des Grapengießertores und der bis 1870 dort

ansetzenden Stadtmauer. Das ehemalige Fischertor würde hier knapp außerhalb des Bildes (Hellblau)

rechts anschließen.

Randnotiz: Zu den Besonderheiten aktueller Straßenschilder in Rostock gehört, dass die Einmündung

hinter dem Parkplatz als Fischerstr. bezeichnet ist, obwohl es der Lage nach genau die alte Grapengießerstr.

wäre, oder auch, dass die Gr. Wasserstr. schon unten an der Grubenstr. statt erst am Beginenberg beginnt.

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A.

Aa.

B.

Ba.

C.

D.

E.

F.

Zum Vergleich: Etwa gleicher Blick und Bildausschnitt wie oben (A.),

vermutlich 1900 / 1902, der Standort des Fotografen (noch Miede?)

jedoch scheint genau mit dem von Dethleffs Fischertoraufnahme

übereinzustimmen. Das letzte Haus am rechten Bildrand ist die

inzwischen erbaute Strandstr. 47a.

G.27

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Welches dieser beiden Dethleff-Fotos ist etwas älter ?

Vom gleichen Tag stammen sie nicht.

(sind Ausschnitte der obigen Fotos)

Hier sind die ältesten Hafensichten von Dethleff und Miede aus Richtung Fischerbastion in

annähernd gleicher Vergrößerung übereinander gestellt. Dazu wurden 2 Dachpunkte an

an den roten Senkrechten auf gleichen Abstand gebracht (links Wokrenterstr. 27). Bei den anderen Farben werden dann leichte perspektivische Verschiebungen infolge des jeweiligen Aufnahmestandpunktes sichtbar. Zum Vergleich sind Grün für St. Petri und Speicher, Gelb für den Kran und Hellblau für das Fischertor verwendet worden. Die beiden dunkelblauen Senkrechten wurden auf Bug und Heck der Bark in Aufnahme D. gelegt. 

Etwas unbequem groß hier, es geht aber um etliche Details.

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Andeutung zu den Werften

mitten auf der Kreuzung

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Der Werftblick links (D.) von Miede lässt sich ziemlich sicher auf 1870 datieren, wie man nach den

Schuttresten der Stadtmauer (Da.), deren Abriss hier im Februar 1870 begann, annehmen darf. Darüber

hinaus zeigt uns der Ausschnitt mit dem Wokrentertor v. Seite DL, was wir rechts im Ausschnitt Da. in

Verlängerung der Mauerreste links am Giebel sehen: ca. 3 - 4 m hoch und unten durch einen Holzstapel

verdeckt, steht ein Pfeiler der Pforte des Grapengießertores. Rechts daneben an der Giebelwand lehnt

möglicherweise noch ein ausgehängter Torflügel mit diagonaler Aussteifung. Der Saniter-Plan von 1860

gibt die Pfeiler noch entsprechend wieder, der 1875er Plan nicht mehr. Dieses Detail wurde lange übersehen - wer rechnet schon bei den oft wuchtigen Stadttoren mit solch unauffälligen Winzlingen.

Einige Strandtore waren zum Schluss wohl doch eher nur eine Art Hoftür. 01.02.10.

   Wenn wir denn 1870 für Aufnahme D. annehmen, kommt nach Lage und Länge des Schiffes mit sehr

hoher Wahrscheinlichkeit nur die 39 m - Bark „Dora Ahrens“ bei Möller in Betracht - siehe Liste unten.

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Verdeckt  vom

Schuppen: Das

Grapengießertor

Aa.

Da.

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< Grapengießertor

v. Seite DL

Miede, 1870. Einige Tage später als Aufnahme C., Standpunkt etwas tiefer und weiter rechts.

Im Bau die Bark „Dora Ahrens“ auf der Möller-Werft.

Unglaubliches Fotomotiv, siehe auch Bild F. und Ausschnitt rechts.

Dethleff, die Fischertoraufnahme (rechts, B., das vollständige Foto), auch spätestens 1869:

Beim Vergleich mit der vorhergehenden Aufnahme A. wird man den Eindruck nicht los, dass beide Fotos

innerhalb weniger Tage entstanden sein könnten. Die Bebauung zeigt keine auffälligen Unterschiede

und selbst bei den Schuppen und Hölzern an der Stadtmauer gibt es viel Übereinstimmung. Die Rüstung

am ersten Schiff scheint trotz leicht veränderter Perspektive teilweise gleich zu sein. Der untere Teil des

Fotos ist vielleicht der beste Beleg für Dethleffs Retuschekünste: Links unten im Foto gibt es noch ein

kleines Stück unbehandelter Hangfläche. Der Übergang zum „Kunstrasen“ ist fast unmerklich.

Das Rohrstück unten, waagerecht ... ? Der Flickstreifen am unteren Bildrand ... ? Das „Reprogestell“ ... ?

Zwei (Anna *1852, Meta *1855) oder drei ? Dethleff ? - Töchter ...

Ba.

Miede, 1870, Teil einer Stereoaufnahme,

einige Tage früher als Bild D.

>

W = Wokrenterstr., Str = Strandstr., G = Grapengießerstr.,

KL = Kleine Lastadie I, Schü = Schützenstr., F = Fischerstr.