2.

„Photogr. u. Verlag v. Ulrich Reinholdt, Rostock.“  (Fotograf von 1898 - 1934, ehem. Kröpeliner Str. 40). Das Hotel „Stadt Hamburg“ lag an der SW-Seite der

Fischbank (Nr. 17) und war das 2. Haus ab Grubenstr.

Am Garderobenständer hängen wohl Hut und Mantel von Herrn Reinholdt. Ganz kurios ist

dabei der „transparente“ linke Hut, der während der Aufnahme ab-, auf- oder umgehängt

worden sein muss. Vermutlich sieht man hier denselben Hut an zwei Stellen.

Denkbar sind eine minutenlange Belichtungszeit bei stark geschlossener Blende mit „Spielraum“ für den Fotografen oder auch eine Unterbrechung der Aufnahme für einen Scherz oder Test. Kompositorische Gründe oder Spaziergang kommen kaum in Frage.

3.

Phantastische Druckqualität: Dieser Ausschnitt ist im Original lediglich 1,3 x 2,8 cm groß !

Verlag Trau & Schwab, Dresden, ca. 1910,

eine der besten alten Karten von Rostock,

2009 Copy-Shop am Doberaner Platz

von der Rückseite, Blickrichtung NW, gel. 20.07.1902

4.

1a.

Ansichtskartendruck 1992 und 1909 im Direktvergleich: Im unteren Ausschnitt (1909) sieht man

den Kutscher die Peitsche schwingen und an der Löwen-Apotheke sind die Schriften noch erkennbar

(Farben, Lacke, Leime, Firnisse, streichfertige Oelfarben, ...).

1.

Lichtdruck von 1909 in bestechender Qualität:

Die Auflösung und die Feinheit der Zeichnung

übertreffen die heutiger Offsetdrucke deutlich.

Blick aus der ehemaligen

Kronenstraße, vorne links

die Ecke zur Kleinen Bäckerstr.,  

heute Nordteil der Kleinen

Wasserstr., mittig die

Löwen-Apotheke an der

Ecke zur Grubenstr.

Karte gelaufen am 23.7.1906, so

dass nach dem Wandkalender als

Aufnahmedatum Sa, 25.11.1905 anzunehmen ist.

Unten: Ausschnitt einer sehr frühen

Karte, gelaufen am 17.06.1892

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5.

Faule Str. 16 , gegenüber „Hemmingway“, Foto: Karl Brucksch, gel. 29.06.1901,

das Haus steht noch, der idyllische und gepflegte Hof ist zur Wüste verkommen

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Karte gel. 03.06.1907, Aufn. vermutl. 1904

Karte gel. 17.06.1905, Aufn. vermutl. 1904

Trotz der Fülle der Motive gibt es leider nur wenige Karten vom Pfingstmarkt am Hafen -  so wie diesen Leiter-Blick vor

dem Mönchentor z.B., erschienen im Verlag Ernst Hahn, Rostock, Barnsdorferweg. Das Foto für die col. Variante wurde

ca. 1 Min. früher gemacht - einige wenige Personen findet man in dem Getümmel in geringer Entfernung wieder.

   Montage und Demontage von Personen, Fahrzeugen u.a. waren bei der Ak-Herstellung nicht ungewöhnlich - für die

1907 gelaufene Karte entfernte man (zwecks „Aktualisierung“ ?) die „gelehrtesten Hunde und Katzen der Welt“. 

6.

7.

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8.

Am Schilde 1897/98 - gegenwärtig der Wiesenhang nördl. des Rathauses, hinter dem

rechts vorspringenden Gebäude (Ecke Krämerstr.) beginnt die Gr. Mönchenstr.,

eine der frühesten Karten mit gedrucktem fotogr. Motiv.

Im 2. Haus links (Am Schilde 6) wohnte 1865 - 1870 der Fotograf Friedrich Miede.

9.

Serien-Nr. des Verlages von 1911, von der Ecke Krämerstr., entgegengesetzte Sicht zu der auf

der vorigen Karte, erstaunliche Detailschärfe -

im Schaufenster der Nr. 9 rechts ist noch das

> Betcke-Schild von Nr.1 (linkes Giebelhaus)

in Spiegelschrift erkennbar.

Bewegungsunschärfe

>

10.

Foto vermutl. genau 1900, außerdem fehlen

hinten links noch Rathausanbau und „höhere

Beamtenlaufbahn“, rechts geht der Blick

durch den Ortsund über den N. Markt bis

zur Steinstr., ganz links vor dem Giebel-

haus zweigt die Kronenstr. ab (Treppen

Richtung Fischbank, vgl. Karte 1.)

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23.04.2009

11.

„Tun an‘n Fischerhaben“ - Zaun als Bezeichnung für das Bollwerk im Vordergrund ? Beim linken Mast endend die

Grapengießerstr. (etwas nördlicher als die linke Seite des helleren Blocks unten), rechts die Fischerstr., deren Bebauung

im abwärts gehenden Teil der neuen Verbindung zum Hafen ca. 25 m vor der Haltelinie endete. Einziger noch vorhan-

dener Vergleichspunkt 2009 ist die übereinander stehende Spitze des Kröpeliner Tores (K). Aufnahmestandpunkt und

Blickrichtung dürften trotz veränderter Bebauungslinien einigermaßen übereinstimmen.

   Es hat den Anschein, als ob die Begrenzungssteine

und Kegel im Vordergrund noch etwas mit dem Verlauf

und der Breite des alten Bollwerks zu tun haben könnten.

Nach 90 - 100 Jahren eher unwahrscheinlich.

K

>

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Der unbekannte Fotograf steht bei dieser Aufnahme (spätestens im Sommer 1900) etwa an der Einmündung der

heutigen Hundertmännerstraße in den Saarplatz.                          Rechts 2 Häuser an der Ulmenstraße, hinten links

die aus den 1860er Jahren stammenden Linden                              der jetzigen Schillingallee. Fotografische

Kartenmotive gingen ab ca. 1896/97 in die Massenfertigung und diese Karte (gel. 20.2.01) ist

ein gutes Bsp. für eine inzwischen ganz fremdartig gewordene Geländesituation.

H   a   s   e   n   b   e   c   k

d s

Die Gebüschreihe vor der Kaserne dürfte den Grabenverlauf                             der Hasenbeck anzeigen, die Lage der grünen

Abk. „ds“ könnte zu der entsprechend bezeichneten Insel                                   in der 1887er geol. Karte von Geinitz passen

(Mitte des nächsten Bildes). In der Karte von 1911 ist dieser eiszeitliche Sandhaufen dann wohl als „Kiebitzberg“ eingetragen.

Vermutlich steht der Fotograf auf dem Gleis der Pferdebahn nach Barnstorf (fuhr schon ab 1881 dorthin). Im Plan von 1887 sind

die Linienführung über die Fahnenstr. und das erste Depot in der Ottostr. erkennbar und in dem von

1911 sucht man die Parkstr. noch vergeblich. Die Pforte mit den beiden Knirpsen dürfte sich am Anfang

des schmalen Weges in Richtung Ulmenstr. befunden haben (>1911).      

X >>> der vermutliche

Aufnahmestandpunkt

X der vermutliche Aufnahmestandpunkt

(veränderte Straßenecke nach Friedhofserweiterung)

1911

1887

12.

wahrscheinlich

   Hopfenstangen

^ Kohlpflanzen ?

„Arrestlokal“

„Arrestlokal“

Abschließend noch im Ausschnitt das hinten links

ansteigenden Gelände der späteren Dethardingstr.,

nach der Geinitz-Karte eine Mischung aus Mergel

und Sand. Die an der Kaserne knapp vorbeigehende

Warnemünder Bahnlinie fällt nicht weiter auf.

„K  i  e  b  i  t  z  b  e  r  g“

Die Kaserne (39)

wurde 1886-90 gebaut.

Der Eintrag zeigt sie

wohl nur symbolisch.

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15a.

15.

Enorme Qualität des Lichtdruckes: der Ausschnitt dieser 9 x 14 - Karte (gel. 30.12.02) ist im Original nur 1,2 x 2,4 cm groß.

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X der vermutliche

Aufnahmestandpunkt

13a.

13.

Im Vgl. zur vorigen Karte liegt der Aufnahmestandpunkt an der Chaussee ca. 200m weiter westlich kurz vor

dem damaligen Bahnübergang. Im Vordergrund Kartoffelernte? Handkolorierte Karte „mit Gewinn und Verlust“.

13b.

14a.

14.

14c.

14b.

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Text fehlt noch, 1.1.12

„Arrestlokal“

„Arrestlokal“

„Arrestlokal“

„Arrestlokal“